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G.7   QUANTITATIVE RELATIONEN - MENGEN

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1. (alle) durch die Bank (weg) (ugs.)

durchweg; alle ohne Ausnahme (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://de.wikipedia.org/wiki/Bank_(Möbel)): < Kurze etymologische Erklärung des Phrasems. Vgl allerdings auch die folgende etymologische Erläuterung beim nächsten Beleg!>  Eine Bank ist ein Sitzmöbel, das meist mehreren Personen Platz bietet. Bänke sind in der Regel aus Holz oder Metall gefertigt, doch auch Steinbänke und Bänke aus Kunststoff kann man antreffen. Manche Bänke haben Armlehnen, dies ist jedoch eher die Ausnahme. Holzbänke werden angefertigt aus einem Stamm, aus geleimten Brettern oder geformten Latten. In der Öffentlichkeit aufgestellte Bänke sind oft von Personen oder Vereinen gestiftet, was dann meist durch ein graviertes Metallschild angegeben ist. Das Wort Bank als Sitzmöbel ist ein gemeingermanisches Wort, das in dieser Bedeutung auch in fast allen germanischen Sprachen vorkommt. Als Bankert wird ein uneheliches Kind bezeichnet, weil es auf der Schlafbank der Magd und nicht im Ehebett gezeugt wurde. Auch das Wort Bänkelsänger (= Bänkleinsänger) ist von der Bank abgeleitet, weil der Künstler oft seine Lieder auf einer kleinen Bank stehend vortrug und seine fliegenden Blätter präsentierte. Im Mittelalter nahmen nur Personen auf einer Bank Platz, die einander auch gleichgestellt waren. Adlige durften nicht neben dem gemeinen Volk sitzen und umgekehrt. Daher stammt auch der Ausdruck durch die Bank, was so viel wie ohne Unterschied bedeutet.-

(
www.sprueche-klopfer.de/2007/12/16/durch-die-bank-weg/): < Kurze etymologische Erklärung des Phrasems. Vgl. allerdings die Etymologie, die beim vorhergehenden Belge geliefert wurde.> Durch die Bank weg! Das Mittelalter hat uns schon eine Menge interessanter Redewendungen gebracht. Oft hatten diese Redewendungen leider eine brutale Herkunft oder auch einen blutigen Ausgang. Ganz anders sieht es bei dieser Redewendung aus. Denn hier zeigt sich das Mittelalter erstmalig gleichberechtigt. Denn wenn alle an der Tafel saßen, um zu essen und das Essen an einen Tisch gebracht wurde, wurde kein Unterschied mehr zwischen den Personen gemacht. Unabhängig von Stand, Finanzen oder Geschlecht wurden die Gäste einfach so der Reihe nach bedient wie sie auf der Sitzbank saßen.-

(
www.welt.de/reise/Fernweh/): < Kurzinformation zu Reisekatalogen der neuen Saison: Alle Preise wurden "durch die Bank" angehoben.>  Winterkataloge. Der nächste Urlaub wird teurer, aber individueller. Der Sommer ist noch lange nicht vorbei, doch in den Reisebüros sind sie schon angekommen: die Winterkataloge der Veranstalter. Dass die Preise durch die Bank weg angehoben wurden, versuchen die Veranstalter herunterzuspielen und verweisen lieber auf einen Trend: Reisen werden immer individueller.-

(
www.dooyoo.de/rucksaecke/deuter-futura-32/1122104/): < Individueller Testbericht zu einem Rucksackkauf.>  Trekking ohne zu stinken (Deuter Futura 32) Testbericht. (...). Die Kaufentscheidung und verworfene Ideen. Erst hat mir ein Kumpel (Military-Freak) einen Armyrucksack geliehen. Nach ein paar Kilometern habe ich diese Idee als Nicht-Lösung definiert und das Teil schnellstmöglich wieder an seinen Eigentümer zurückgegeben. Dann bin ich ins Sportfachgeschäft. Das kann ich wirklich nuuuuuur absolut jedem empfehlen, die Beratung war klasse und kompetent, und vor allem: ich durfte jeden Rucksack mit dem ich geliebäugelt habe ausprobieren. Das funktionierte so: ich habe den jeweiligen Rucksack bezahlt; alle Etiketten drangelassen und 15 KG Ballast eingepackt. dann bin ich etwa 5 km damit gelaufen und wenn es mir nicht gepasst hat, habe ich ihn zurückgebracht und anstandslos den nächsten ausgehändigt bekommen. Erst war ich der Meinung, ich bräuchte mindestens eine Kapazität von 50 Litern. Das Problem mit diesen großen Dingern ist allerdings in meinem Fall meine kurze Oberkörpergröße. Die großen Rucksäcke haben alle durch die Bank weg irgendwo gedrückt, egal wie hightech die Polsterung war. Außerdem waren sie ebenfalls durch die Bank weg extrem schweißtreibend, da alle mehr oder minder plan am Rücken auflagen. Nach drei Wochen war mein Verkäufer schon ein wenig blaßgesichtig als ich den Laden betreten habe; aber er hat sich ein Herz gefaßt und mir erläutert, daß er da etwas hätte, unter dem man fast garantiert nicht schwitzt: einen Deuter Futura AC. Das AC steht für Air Comfort und ist wirklich eine absolut feine Sache: ein federleichtes aber superstraffes Netz hält den kompletten Rucksack vollständig vom Körper fort. Tatsächlich machen die Trageriemen und der obere Abschluß des Rucksackes den einzigen Körperkontakt aus. Ich habe mich gefühlt wie eine Königin.... einfach ein (sorry) geiles Tragegefühl. Jetzt galt es nur noch die passende Größe auszusuchen. Den Futura AC gibt es von 18 - 50+10 Liter. Letztendlich habe ich mich für den 38 erntschieden, da die größeren Modelle wiederum zu lang für meinen Oberkörper waren und drückten. Ich weiß, das erscheint arg klein für 700 km, aber letztendlich habe ich mein Zelt obendrauf gebunden und so bietet der 38er tatsächlich genügend Platz für 3 Wochen Equipment.



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2.  in Bausch und Bogen < Das Phrasem ist oft mit den Verben „ablehnen“, „verurteilen“, „verdammen“, „verwerfen“ usw. belegt, die ein negatives Pauschalurteil ausdrücken. >

ganz und gar; im ganzen genommen; alles in allem, ohne das einzelne zu berücksichtigen (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
www.j-zeit.de/archiv/artikel.1342.html): < Ein kleiner Beitrag zu Artur Brauner, einem markanten Vertreter der deutschen Filmgeschichte. "Die größten Erfolge feiert Brauner in den fünfziger und frühen sechziger Jahren in einer Zeit, deren Filme Kritiker heute gern in Bausch und Bogen als weltfern, einfallslos und rein kommerziell verurteilen". Der ausführliche Beleg ermöglicht einen differenzierteren Blick auf das Filmschaffen der 50er Jahre. - Das Phrasem "etwas in Bausch und Bogen verurteilen" steht hier an zentraler Stelle im Text. In dem Arikel finden sich noch weitere, kursiv markierte Phraseme. >  Unterhalten und Erinnern. Artur Brauner zum 90. Geburtstag. Filmproduzenten haben es hierzulande nicht leicht. Misslingt ein Film, dann hat der Produzent versagt, wird er bejubelt, dann stehen Regisseure und Schauspieler im Rampenlicht. Artur Brauner ist da eine ganz markante Ausnahme. Von Beginn an begriff er sich nicht allein als Macher im Hintergrund, sondern auch als Repräsentant seiner Firma, der ganz selbstverständlich die Öffentlichkeit suchte. Heute ist Brauner Deutschlands dienstältester Produzent, zugleich ein wichtiger Teil der Geschichte und der lebendigen Gegenwart des deutschen Films. Seit der Gründung seiner Central Cinema Company (CCC-Film) im zertrümmerten Berlin des Jahres 1946 hat er unzählige Spielfilme produziert und wesentlichen Anteil daran gehabt, dass sich diese Stadt zu einem zentralen Standort der westdeutschen Filmindustrie entwickelte. Voraussetzungen dafür waren Brauners Mut und seine Hartnäckigkeit, sein Ideenreichtum, sein Geschäftssinn und persönlicher Charme im Umgang mit oft schwierigen Künstlern. Die größten Erfolge feiert Brauner in den fünfziger und frühen sechziger Jahren in einer Zeit, deren Filme Kritiker heute gern in Bausch und Bogen als weltfern, einfallslos und rein kommerziell verurteilen. Doch es lohnt sich, einen neuen Blick zu wagen und auf Entdeckungsreise zu gehen. Was dabei zum Vorschein kommt, ist ein anderes Bild der Gründungsphase der Bundesrepublik, ein Bild, das Vertrautes und Überraschendes, Vergessenes und Unbekanntes zeigt. Um Artur Brauners Schaffen zu verstehen, ist es allerdings notwendig, über seinen zweiten Film zu sprechen, «Morituri» von 1948. Auf Brauners eigenen Erlebnissen aufbauend, schildert der Film die Flucht mehrerer Häftlinge aus einem deutschen KZ in Polen. Mit verfolgten Juden verstecken sie sich in einem Wald und harren aus in ständiger Furcht vor deutschen Patrouillen. «Morituri» kam zur falschen Zeit in die Kinos: ein Film wider das Vergessen, ein fordernder, bedrückender Film. Beinahe wäre es Artur Brauners letzter Films gewesen, denn sein finanzieller Misserfolg belastete den Produzenten über Jahre. Ganz unvorbereitet traf ihn dieser Misserfolg aber nicht. In seiner unbedingt lesenswerten Autobiografie schreibt er 1976 über «Morituri»: „Es gibt im Leben Situationen, in denen man weiß: das musst du tun, obwohl es absolut wider jede Vernunft ist, aber wenn du es nicht tust, wirst du es dein Leben lang bereuen. Unvernünftig, absolut idiotisch war mein Plan schon deshalb, weil ich dunkel ahnte, dass ich mit diesem Film kaum Geld verdienen würde. Ich habe es trotzdem nie bereut, diesen Film gemacht zu haben. Gelernt habe ich allerdings - leider, leider -, dass ein Kino in erster Linie eine Stätte der Unterhaltung sein sollte und keine Stätte der Vergangenheitsbewältigung.» Diese Einsicht ist ein Schlüssel zu Artur Brauners Werk. Denn nach dem Misserfolg von «Morituri » geht er anders mit brisanten Stoffen um und verzichtet auf filmästhetische Experimente. Das hindert Brauner nicht, neben zahlreichen Musikfilmen mit Caterina Valente und Peter Alexander, neben Krimis, Karl-May-Filmen und seichten Liebesgeschichten auch künstlerisch ambitionierte und finanziell riskante Projekte mit ungewöhnlichem Inhalt anzustoßen. Immer wieder dreht er Filme, die das deutsche Publikum mit seiner unangenehmen jüngsten Vergangenheit konfrontieren. Dabei beansprucht Brauner nie, eine Strukturanalyse des Nationalsozialismus zu leisten. Vielmehr konzentriert er sich auf den individuellen Fall und präsentiert ihn in einer Form, die das Publikum nicht vor den Kopf stößt. Selbst seine kritischen Filme bleiben den Sehgewohnheiten des populären Kinos verhaftet. Sie zielen auf ein großes Publikum, das sie nicht belehren, sondern rühren, erinnern und unterhalten wollen. Verdienste erwirbt sich Brauner durch seine nimmermüden Anstrengungen, den deutschen Film auf internationales Niveau zu bringen. Früh setzt er deshalb auf Koproduktionen mit westeuropäischen Nachbarländern. Zugleich sucht er die Zusammenarbeit mit osteuropäischen Partnern, was im langen Kalten Krieg nicht selbstverständlich ist. Herausragende Resultate sind hier etwa der deutsch-polnische Film «Der achte Wochentag» (1958) und der deutsch-jugoslawische Film «Zeugin aus der Hölle» (1967). Außerdem bemüht sich Brauner darum, von den Nationalsozialisten vertriebene Regisseure aus Amerika zurück nach Deutschland zu holen und mit ihnen ein Stück jenes liberalen, weltoffenen Klimas, das die Jahre vor 1933 prägte. Unter den Remigranten sind Robert Siodmak und Fritz Lang, die mit «Die Ratten» (1955) und «Die 1000 Augen des Dr. Mabuse» (1960) künstlerisch beachtliche Spätwerke liefern. Auch den in Berlin geborenen Gerd Oswald bewegt Brauner zur Rückkehr aus Hollywood. Oswald dreht hier den harten, atmosphärisch dichten Halbstarkenfilm «Am Tag als der Regen kam» (1959) in der Tradition des Film Noir. Die Kinokrise der sechziger und siebziger Jahre geht an Artur Brauner nicht spurlos vorbei, und die Zahl seiner Produktionen sinkt stark ab. Umso bemerkenswerter ist, dass sich Brauner in der Zeit der Krise auf seine Anfänge besinnt und an das Thema seines humanistischen Frühwerks «Morituri» anknüpft. Mit beispielloser Energie und durchaus missionarischem Eifer widmet er sich seither der Produktion von Filmen über Opfer und Überlebende des Holocausts und der nationalsozialistischen Diktatur. Es sind mittlerweile 21 Filme über den Holocaust, die Brauner produziert hat. Einige davon hatten eine enttäuschend geringe Resonanz, andere dagegen - wie «Hitlerjunge Salomon» (1990) - liefen mit internationalem Erfolg. Brauner, jüdischer Verfolgter der Nationalsozialisten, Filmproduzent und Berliner, Unterhaltungskünstler und Erinnerungsarbeiter steht darüber. Er hat geliebte und gescholtene, schnell vergessene und bis heute verehrte Filme gedreht für die Millionen und genauso für die Wenigen, ein Lebenswerk mit Ecken und Kanten. Am 1. August wird Artur Brauner, der 1918 in Lódz als Abraham geboren wurde und den wir Berliner nur liebevoll «Atze» nennen, 90 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch! Philipp Stiasny. «Jüdische Zeitung», August 2008-

(
www.oeaz.at/zeitung/3aktuell/2005/20/haupt/haupt20_2005hildegard.html): <Zur Wiederentdeckung der so genannten »Hildegard-Heilkunde«, die wertvolles medizinisches Wissen enthält. Allerdings ist es notwendig mit medizinischem Sachverstand diese Heilkunde kritisch zu beurteilen, ohne jedoch das gesamte Heilwissen in Bausch und Bogen zu verwerfen.> . ÖAZ Aktuell (Ausgabe 20/2005). Ein modernes ganzheitliches Lebensstil-Konzept, Hildegard von Bingen und ihre Heilkunde. Vieles, was Ärzte und Ernährungswissenschafter heute empfehlen, wird in den Klöstern des Abendlandes schon seit Jahrhunderten praktiziert. Ein großer Teil dieser Ratschläge findet sich in der Regula Benedicti des Heiligen Benedikt von Nursia sowie in den Schriften der Benediktinerin Hildegard von Bingen, deren Werk derzeit eine Renaissance erfährt von Mag. pharm. Dr. Silvia Piendl. Das zunehmende Interesse an Klostermedizin zeigt sich auch in der Wiederentdeckung der so genannten »Hildegard-Heilkunde«. Die Gefahr dabei liegt einerseits darin, dass einige »schwarze Schafe« mit ausschließlich ökonomischen Interessen in dieser Marktlücke ihre Chance auf schnelles Geld wittern, und andererseits von der Hildegard-Heilkunde zutiefst überzeugte Laien durch sklavisch genaue wortwörtliche Anwendung der Hildegardischen Ratschläge gut gemeint mehr Schaden als Nutzen anrichten. Dieser Gefahr gilt es, durch kompetente Beratung vorzubeugen – und wer wäre besser dazu geeignet, als die bestens ausgebildeten Apotheker/innen! – besitzen doch zahlreiche Pflanzen der Hildegard-Heilkunde ein bemerkenswertes pharmakologisches Potenzial. (...).. Eine kritische Beurteilung der Hildegard-Heilkunde ist daher unbedingt notwendig, ohne gleich das gesamte Heilwissen der Hildegard von Bingen in Bausch und Bogen zu verwerfen. Das wäre ebenso unverantwortlich, ginge dann doch wertvolles Wissen verloren.-

(
www.infomed.org/pharma-kritik/pk20b-96.html): < Es geht um Packungsbeilagen von Medikamenten. Das der Bibel entlehnte Phrasem "Gewogen und zu leicht befunden" im Titel soll die Aufmerksamkeit des Lesers wecken.>  Gewogen und zu leicht befunden Johanniskraut-Extrakt. E. Gysling (pharma-kritik Jahrgang 18, Nr.20). Diese Nummer wurde am 29. Juli 1997 redaktionell abgeschlossen. (...). Bei dieser Gelegenheit ist mir aufgegangen, dass wir die «Packungsbeilagen» wohl zu selten überprüfen. Ich habe dies nun anhand der sogen. Publikumsausgabe des Arzneimittelkompendiums nachgeholt. Das Verdikt ist im Titel dieses Editorials nachzulesen: gewogen und zu leicht befunden. Damit möchte ich die Texte gar nicht in Bausch und Bogen verurteilen; ein grosser Teil davon ist durchaus brauchbar. Die Benazepril-Packungsbeilage ist jedoch keineswegs der einzige inadäquate Text. Die folgenden, mehr oder weniger zufällig ausgewählten Trouvailles illustrieren, weshalb ich die offerierte Information nicht selten für fragwürdig, inkonsistent oder unvollständig halte. (Sämtliche angeführten Zitate stammen aus der Publikumsausgabe des Arzneimittelkompendiums der Schweiz 1997/98.). -

-Die Wendung stammt aus der Rechts- und Kaufmannssprache. Sie meinte ursprünglich beim Kauf oder Verkauf von Grundstücken die Abmessung eines Grundstücks ohne Berücksichtigung einzelner Abweichungen im Grenzverlauf. »Bausch« bezeichnete bei einer Grenze die nach außen gehende, »Bogen« die nach innen gehende Biegung.



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3.  alles, was Beine hat (ugs.)

jedermann (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://home.snafu.de/roger.rotzinger/hofbrauhaus/deutsch/fortaleza_d.htm): < Reisebericht über Brasilien> Der blühenden Tourismus Fortalezas (die meisten Besucher sind Brasilianer aus dem industrialisierten Süden) spielt sich hauptsächlich an drei Stränden ab: Praia da Iracema, Praia do Futuro und an der Beira Mar. An der Avenida Beira Mar befinden sich neben unzähligen Hotels (darunter auch das einzige 5-Sterne-Hotel im brasilianischen Nordosten), zahlreiche Strandrestaurants und Bars. Der ganze ca. 4 km lange Bereich wurde im letzten Jahr umfassend neu gestaltet. Während in den frühen Morgenstunden Tausende von Fitnesstreibenden den Strand als Jogging-Parcours nutzen, schlendert abends alles, was Beine hat, nach dem Motto "sehen und gesehen werden" die langen Strandpromenade entlang.-

(
http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4807954_REF2434,00.html): < Reisebericht über eine Gegend Kroatiens, wo in den 60er Jahren einige der berühmten Karl May-Filme gedreht wurden. Viele Einheimische ("alles, was Beine hatte" ) mussten als Staisten auftreten. >  5.6.2008. MareTV ist eine Koproduktion mit der Zeitschrift mare. Dalmatiens Küste - Wasserfälle und Winnetou. Šibenik: die älteste Stadt Kroatiens. Auch hier bauten Römer und Venezianer ihre Palazzi. (...). In der Bucht von Šibenik mündet der Krka-Fluss ins Meer. Nur ein paar Kilometer flussaufwärts beginnt die Wildnis. Die Wasserfälle von Krka. Über siebzehn Stufen stürzt der Fluss hinunter Richtung Adria. Im Frühjahr ist das Donnern der Wasserfälle so laut, dass der Wind es bis nach Šibenik hinüber trägt. Noch weiter flussaufwärts ein kroatisches Heiligtum: die Klosterinsel Visovac. Die Mönche bleiben am liebsten unter sich. Im Landesinneren eine bizarre Canyon-Landschaft. Felsschluchten wie in einem Western. Und tatsächlich: hier wurden in den 60er Jahren einige der berühmten Karl May-Filme gedreht, zum Beispiel. "Old Surehand" und "Winnetou und das Halbblut "Apanatschi". Alles was Beine hat, musste bei Winnetou Statist sein. Die Bauern Rade und Manda Banović waren auch mit von der Partie. Die Dreharbeiten fanden hier neben ihren Schafsweiden statt. Ihre Fotos von damals haben sie auf der Flucht vor dem Jugoslawien-Krieg verloren. Aber ihre Erinnerungen an das Winnetou-Abenteuer sind sowieso nicht die allerbesten. Manda Banović erinnert sich: "Ich musste so schwarze Schlappen an die Füße ziehen. Und auch sonst bekamen wir nur schwarze Sachen an. Das sah doch furchtbar aus. Und so standen wir dann stundenlang in der Sonne, und ich hatte kein Kopftuch auf. Uns hat das nicht gefallen." "Mich haben sie dafür bezahlt, dass ich säckeweise Kalk und Zement aufgewirbelt habe. Das sollte aussehen wie die Staubwolken hinter den galoppierenden Pferden", ergänzt Rade Banović. An der Eisenbahnlinie kam es zu einem legendären Zugüberfall. Hier hatten die beiden einen ihrer großen Auftritte. Rade Banović: "Dahinten bei der Stadt Biograd, da war das Lager von Winnetou und seinen Leuten. Hier vorne hatten sie Baracken aufgebaut. Von dort kamen also die Zugräuber angeritten. Und von da die anderen." "Hier stand also der Eisenbahn-Waggon", sagt Manda Banović. "Nachdem wir uns reingesetzt hatten, ja, da saßen wir dann. Der Zug fuhr immer wieder vor und zurück, vor und zurück...". Ich saß da drin neben den anderen aus unserem Dorf: da war der Petar, und da war die Tiriakowa und mein kleiner Sohn. Und wir saßen einfach da in der Hitze. Stundenlang." - Den fertigen Film haben die beiden übrigens nie gesehen.-

(
www.packie.de/?s=novakovic): <Sportbericht mit weiteren Phrasemen.> FC Köln wieder in der 1.Liga. 2:0 gegen Mainz. Jubelfeier in Köln. Auf den Strassen in Köln tobt der Bär zu Pfingsten. Der 1 FC Köln ist durch den 2:0 Sieg gegen Mainz wieder 1 Klassig!!! Volle Kneipen in der Kölner Südstadt, alles was Beine hat, war unterwegs um zu schauen ob es der FC schafft, ins Oberhaus der Liga zurückzukehren.



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4. [etwas] über den Daumen peilen/schätzen (ugs.) < Die Variante „etwas über den Daumen peilen“ ist im Internet wesentlich häufiger belegt als die Variante „etwas über den Daumen schätzen“. >

(etwas) nur ungefähr schätzen (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
www.gegenstandpunkt.com/msz/html/86/86_10/fritz3.htm): < Buchkritik zu Rudolf Augstein: Preußens Friedrich und die Deutschen. - Das oft bestaunte Zahlenverhältnis der kriegsführenden Länder im Siebenjährigen Krieges wird hier durch Augstein korrigiert, indem er - "über den Daumen geschätzt"- zu einem anderen Verhältnis kommt. Der Text enthält noch weitere, kursiv markierte Phraseme.>  Rudolf Augstein: Preußens Friedrich und die Deutschen. FRIEDRICH DER GROSSE NATIONALE VERSAGER. Es war sehr geschickt von Rudolf Augstein, sein Buch so zu timen, daß er zum 200. Todestag des Titelhelden die Neuauflage als "Jubiliäumsausgabe" placieren konnte: 20 Jahre Rudolf Augstein "Preußens Friedrich und die Deutschen". Solange ist das her, daß er meinte, mit einem neuen Friedrichbild dem neuen deutschen Geist auf die Sprünge helfen zu müssen.(...). Das liegt einfach daran, daß Augstein weder den Alten Fritz noch die von ihm ins Visier genommenen "konservativen" Friedrich-Historiker einer Kritik unterzieht. Statt dessen überprüft er in seinen "Mitbringseln seines Abstiegs zu den Vätern" den "realen" Fritz daraufhin, ob er den Idealen, die diese deutsche Wissenschaft ihm zuspricht, auch gerecht geworden ist. Logisch, daß dabei die nationalistischen Tugenden nicht nur gänzlich ungeschoren bleiben, sondern zum quasi objektiven Maßstab avancieren. Das Schema des Schinkens ist also so einfach wie blöde: Friedrich war nicht das, wofür man ihn ausgibt. Schlesien nicht unser! Wer die Frage stellt: "War Friedrich ein großer Feldherr?", will natürlich nie den Feldherrn kritisieren, sondern wissen, ob dieser Friedrich seine Sache gut gemacht hat oder nicht. (...). Augstein will ja vor allem wissen, ob die von Friedrich angezettelten Kriege und geführten Schlachten ihm auch als militärische Leistung zugeschrieben werden können. Und da sieht's dann schon weniger gut aus. Im Unterschied zum Erfolg errechnet sich die Leistung nicht aus der Formel Aufwand/Raumgewinn. Als zusätzlicher Faktor tritt die Zahl der Gegner auf: „Viel Feind, viel Ehr'! Der Gegner war jedoch gar nicht so überlegen, wie vielfach behauptet: "Das oft bestaunte Zahlenverhältnis des Siebenjährigen Krieges - fünf Millionen Bevölkerung gegen neunzig Millionen - ist ein wenig schematisch aufgestellt. ... So kann man über den Daumen schätzen, daß die Zahlenstärken der beiden Lager sich bis zum Ausscheiden der Russen aus dem Krieg selten anders als im Verhältnis 1:1 befunden haben." (294/295). Das Lob, das er ihm so gerechterweise immer noch spenden müßte, erspart sich der Autor, indem er - ganz Fachmann - dem Gegner Unfähigkeit und mangelnde Zusammenarbeit, seinem Helden dagegen ein paar gelungene "Pfadfindertricks" und vor allem jede Menge Glück attestiert: "Vor dem Untergang hätte sie (seine Strategie) ihn nicht bewahren können, wenn die Zarin Elisabeth ein oder zwei Jahre länger am Leben geblieben wäre." (296/297). -

(
http://blk.mat.uni-bayreuth.de/~thomas/geosem/zentr/seite2.htm): < Zur Etymologie  bzw. zur konkreten Verwendbarkeit des Phrasems beim Abschätzen von Höhen und Längen.> Eine dritte mögliche Variante, Höhen bzw. Längen abzuschätzen, stellt das "Über-den-Daumen-peilen" dar. Auch hier ist es lohnenswert, im Unterricht einmal entsprechende Überlegungen anzustellen. Im Jahr 1995 kam der Film Apollo 13 in die Kinos. In einer Szene dieses Films ist zu sehen, wie der Hauptdarsteller mit ausgestrecktem Arm die Mondscheibe mit seinem rechten Daumen verdeckt und so versucht, den Durchmesser des Mondes bzw. die Entfernung Erde-Mond abzuschätzen. Da viele Schüler diesen Film gesehen haben, könnte man die beschriebene Szene sehr gut als Aufhänger für die Erarbeitung der Strahlensätze benutzen. Daran anknüpfend lassen sich folgende Einstiegsfragen in die Thematik "Über-den-Daumen-peilen" wählen: Wie kann man auf diese Art den Monddurchmesser abschätzen? Welche Größen muß man dazu noch kennen? Wie wirkt es sich auf das Ergebnis aus, wenn man sich bei der Breite des Daumens um 1 mm verschätzt? Und so gibt es sicher noch eine Reihe weiterer ansprechender Beispiele rund um die Thematik „Die Strahlensätze“.-

(
http://bergtouren.hohmann-edv.de/verhaltensregeln/allgemein.php): <Ernährungsratschäge für Bergsteiger: Auch hier kann man "grob über den Daumen peilen": Alle 100 Höhenmeter sind 100 kcal fällig.> Der "kleine Hunger" kommt bestimmt. Ist man erst auf dem Gipfel, kann aus dem kleinen Hunger ziemlich schnell ein großer werden! Auch hier kann man grob über den Daumen peilen: Alle 100 Höhenmeter sind 100 kcal fällig... Der Hunger sollte mit kohlehydratreichen und fettarmen Nahrungsmitteln (keine Süßigkeiten!!!) gestillt werden, am besten Vollkornbrot, Bananen und Fruchtschnitten. Tip: Erst nach dem Aufstieg essen. Verdauungsarbeit kostet auch Energie!-

-Die Wendung bezieht sich darauf, dass beim Militär der Daumen als Hilfsmittel beim Abschätzen von Entfernungen verwendet wird. Vgl. dazu die Bildungen »Daumenbreite« und »Daumensprung«. (Duden).



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5.  etwas geht/läuft ins Geld (ugs.) < Vgl. G.11,1 > < Die Variante „etwas geht ins Geld“ ist im Internet wesentlich häufiger belegt als die Variante „etwas läuft ins Geld“. >

auf die Dauer zu teuer werden (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
www.welt.de/hamburg/arti2364857/Fuer_Eltern_wird_es_zum_Schulanfang_richtig_teuer.html): < Die kostspielige Ausstattung für Erstklässler "kann ganz schön ins Geld gehen". Der ausführliche Beleg möchte zeigen, welche Belastungen im Detail auf die Eltern zukommen. Für weniger betuchte Eltern kann die Einschulung große finanzielle Probleme mit sich bringen. Der Text enthält noch weitere kursiv markierte Phraseme.>  23. August 2008, 14:28 Uhr Von Insa Gall. Für Eltern wird es zum Schulanfang richtig teuer. Nächste Woche beginnt das neue Schuljahr. Für Eltern ist das nicht nur ein Grund zur Freude, denn die kostspielige Ausstattung für Erstklässler übersteigt die finanziellen Mittel vieler Eltern. Und damit noch nicht genug: Nach der Einschulung gehen die Ausgaben erst richtig los. Silja freut sich schon auf die Schule. Ein wenig aufgeregt blickt sie dem neuen Lebensabschnitt entgegen. Am 2. September wird die Sechsjährige eingeschult. Einen Ranzen hat das Mädchen bereits, blau mit Delfinen. Auch die Federtasche und ein Turnbeutel im gleichen Design, Stifte, Tuschkasten und eine Schere liegen bereit. Diese Anschaffungen gehen allerdings ganz schön ins Geld. So stolz die Eltern sind: Der Schulbeginn ist für Familien ein teures Vergnügen. Allein für einen Ranzen muss man 80 bis 120 Euro ausgeben. Federtasche und Turnbeutel schlagen noch einmal mit 20 bis 30 Euro zu Buche, rechnet Mutter Katharina vor, die mit ihrer Familie in Groß Borstel lebt. Für Stifte, Kleber und Schere sind 15 Euro zu veranschlagen. Hinzu kommen Turnzeug und Sportschuhe für 30 bis 50 Euro. Wenn der große Tag der Einschulung da ist, bekommt Silja natürlich auch eine Schultüte. Die kann für fünf Euro selbst gebastelt sein, aufwendigere Modelle kosten 20 Euro. Und dann muss das begehrte Stück noch gefüllt werden. Da zu viele Süßigkeiten ungesund sind, greifen viele Eltern zu Reformhausprodukten, Trinkflasche, Tuschkasten, Haarspangen oder anderen kleinen Geschenken. Wenig später werden 50 Euro Büchergeld sowie Beitrage für die Klassenkasse und den Schulverein fällig – vom Geld für das erste Klassenfoto ganz zu schweigen. „Da kommen einige Ausgaben zusammen“, sagt Mutter Katharina. Schulsenatorin Christa Goetsch mahnt die Eltern, es am Schulanfang nicht zu übertreiben. Es sei irritierend, welche Ausmaße die Schultüten und deren Füllung angenommen hätten, sagt die GAL-Politikerin. „Das empfinde ich als ausufernd.“ Auch im Sinne der Kinder sei es wichtig, dass Maß gehalten werde. (...).  Doch schon die absolut notwendige Erstausstattung geht ins Geld – mindestens 180 Euro, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund in Hamburg errechnet. „Hartz-IV-Bezieher und Arbeitnehmer mit kleinen Verdiensten haben dieses Geld nicht“, sagt Hamburgs DGB-Chef Erhard Pumm. Denn Hartz-IV-Empfänger müssen die Ausgaben aus dem Regelsatz von monatlich 211 Euro für Kinder bestreiten. Von dieser Situation sind in Hamburg immerhin 33.000 Familien mit schulpflichtigen Kindern betroffen. Der DGB fordert deshalb zum Schulbeginn einen städtischen Schulmittelfonds für Kinder aus einkommensschwachen Haushalten einzurichten. Auch die Sozialbehörde sieht Handlungsbedarf bei den Regelsätzen für Kinder. Deshalb haben die Länder den Bund per Antrag aufgefordert, die speziellen Kinderbedarfssätze zu erheben und einen neuen Regelsatz festzulegen. Einen städtischen Schulmittelfonds lehnt die Behörde aber ab. Es bestehe die Gefahr, dass Sonderleistungen vom Regelsatz abgezogen würden. Aber auch viele Familien, die nicht von Hartz IV leben, spüren die Belastung. Und mit der Einschulung der Kinder enden die Ausgaben noch lange nicht – im Gegenteil. Regelmäßig wird Büchergeld fällig. Auch die Klassenkasse muss zwei Mal im Jahr aufgefüllt werden. Eine Mitgliedschaft im Schulverein ist erwünscht, im Jahr werden dafür mancherorts 50 Euro abgebucht. Auch Grundschüler gehen meist schon auf Klassenfahrt, was gern mit 130 Euro zu Buche schlägt. Wer auf Sozialleistungen angewiesen ist, kann Ermäßigung beantragen, auch beim Büchergeld. Viele Eltern beugen sich dem Gruppendruck. Dennoch summieren sich die vielen kleinen Ausgaben schnell. Für die Fahrt zum Waldsporttag in den Stadtpark ist 1,30 Euro Fahrgeld fällig. Ein Besuch im Umweltzentrum Karlshöhe schlägt mit drei Euro plus Fahrgeld zu Buche. „Bitte geben Sie Ihren Kindern für den geplanten Theaterbesuch 4,50 Euro mit“, heißt es im nächsten Elternbrief. Auch für die Fahrt zur Bücherhalle wird 1,30 Euro Fahrgeld benötigt. Schön wäre es, wenn die Kinder Ölpastell-Kreiden für den Kunstunterricht anschaffen könnten, vielleicht zu Weihnachten? Manchmal flattern die Briefe im Wochentakt ins Haus. Jeder Ausflug ist toll, das Engagement der Lehrer lobenswert. Aber was ist mit Eltern, die das Geld nicht so einfach aufbringen können? Nicht alle Ausgaben sind verpflichtend, versteht sich. Niemand muss für Klassenfotos 20 Euro ausgeben. Doch es ist schade, wenn das eigene Kind ohne Foto nach Hause kommt. Klar, dass das Sportzeug ersetzt werden muss, wenn die Kinder wachsen. In manchen Klassen können die Schüler zu verbilligten Preisen Bücher bestellen, was das Lesenlernen unterstützt. Auch daran muss man sich nicht beteiligen. Doch geht das eigene Kind jedes Mal leer aus, wenn in der Klasse ein Bücherpaket ankommt, blutet das Elternherz. So entsteht an manchen Schulen ein sanfter Gruppendruck, dem sich viele Eltern beugen. (...).  Aus Sicht einer Mutter könnte es noch einen anderen Grund für die steigenden Kosten geben. „Immer mehr Aktivitäten werden in den außerschulischen Bereich verlagert“, klagt die 45-Jährige. Da ist der Gewaltpräventions-Kurs, den sie mit 30 Euro selbst bezahlen muss. Wenn die Klasse im Kinderbuchhaus einen Kreativ-Workshop besucht, werden fünf Euro fällig. Immerhin wird bei ihr auf Elternabenden mittlerweile offen darüber diskutiert. „Wenn man das Problem auf den Tisch legt, trauen sich auch andere Eltern zuzugeben, dass die Ausgaben das Budget eigentlich sprengen.“ Für sie war das Ende der Fahnenstange erreicht, als eine Klassenreise nach Portugal geplant wurde. Am Ende hatten die Kinder auch am Ostseestrand Spaß.-

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www.studentshelp.de/p/referate/02/1944.htm): <Literarische Beleg dieses Phrasems bei Fontane, der zur Charakterisierung einer Person (Mutter Möhring) dient.> Fontane, Theodor: Mathilde Möhring. Mutter Möhring. Sie ist die typische Spiessbürgerin. Möhrings sind relativ arm; ein Setzei und Bratkartoffeln spendieren sie sich nur zu besonderen Anlässen. Für die alte Möhring gelten Adjektive wie dick und fett als Schönheitsideale, da sie zeigen, dass “man es hat”. Mutter Möhring ist ausgesprochen ängstlich, sie traut ihrer Tochter nie, was sie durch Phrasen wie "Das läuft so ins Geld" oder "Wo soll es denn alles herkommen" zum Ausdruck bringt. Stets ist sie auf den finanziellen Vorteil bedacht und versucht, diesen immer im Voraus zu berechnen. Sie spricht kaum und kann in ernsthaften Gesprächen den Argumenten Mathildes je älter diese wird, je weniger entgegensetzen, da sie ungebildet ist. Man könnte sie fast als Analphabetin bezeichnen. Vom hochnäsigen Lebemann und Glücksritter Schultze lässt sie sich im Gegensatz zu ihrer Tochter, die dessen Angeberei durchschaut, täuschen. Sie scheint den Wechsel, der sich in der Gesellschaft und im Leben vollzogen hat, nicht zu verkraften, denn sie kapselt sich von den realen Abläufen der Aussenwelt ab und sucht Zuflucht in der gestrigen Zeit. Dafür besitzt die alte Möhring andere, namentlich hellseherische Qualitäten. Stets ahnt sie das Unglück.-

(
www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Sport/Spitzensport-geht-ins-Geld-Jeden-Monat-legt-Marco-Schmidt-e-_arid,6 ): < Das Phrasem in der Überschrift eines Beitrags soll die Aufmerksamkeit des Lesers wecken. Gelungenes Wortspiel mit "etwas stemmen" als Kugelstoßes! Der Text enthält noch weitere kursiv markierte Phraseme.>  Spitzensport geht ins Geld: Jeden Monat legt Marco Schmidt einen Tausender hin. Marco Schmidt ist zwar kein waschechter Schwabe. Trotzdem hat es ihm vergangenes Jahr richtig weh getan, als er einen Bausparvertrag aufgelöst hat. Wieder einmal war der 24-jährige Spitzen-Kugelstoßer vor der Frage gestanden, wie er seinen Sport und die damit verbundenen Ausgaben finanziell stemmen kann. Von Martin Mildenberger. Wie ein roter Faden zieht sich die zumeist vergebliche Suche nach Geldgebern durch die Karriere des Marco Schmidt. Dass der mit diesem Problem nicht alleine dasteht, machten die drastischen Aussagen von Jürgen Mallow, dem Cheftrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), am Ende der Olympischen Spiele in Peking deutlich. Mallow ließ kein gutes Haar an der Spitzensport-Förderung in Deutschland. Vor allem fehlt es hinten und vorne an Geld – und an der Unterstützung für berufstätige Spitzensportler. Ein stressiger Tagesablauf. Dem kann Marco Schmidt nur zustimmen. Er selbst erlebt es tagtäglich am eigenen Leib. Schmidt arbeitet bei der Innungs-Krankenkasse (IKK) in Pforzheim als Sozialversicherungs-Fachangestellter. Um 5.00 Uhr steht er bereits auf, um Dinge zu erledigen, zu denen er tagsüber nicht kommt. Gegen 7.15 beginnt er mit der Arbeit. Nach Feierabend fährt er täglich um 16.00 Uhr nach Stuttgart zum Training am Olympiastützpunkt. Seit zwei Jahren startet Schmidt, früher LC 80 Pforzheim, für den VfL Sindelfingen. Das Training dauert bis etwa 21.30 Uhr. Gegen 23.00 Uhr liegt er dann erschöpft im Bett. Wenn er nicht gleich einschlafen kann, grübelt er darüber nach, was seine Leidenschaft Kugelstoßen so kostet und wie er das alles weiter bezahlen soll. Zwischen 600 und 700 Euro Spritkosten fallen pro Monat an. Hinzu kommen Zusatzausgaben für Ernährung, Nahrungsergänzung, Sportbekleidung und die Kosten für zwei bis drei Trainingslager pro Jahr – außerdem will die Leasingrate für das Auto beglichen sein. Unterm Strich kommen mehr als Tausend Euro pro Monat zusammen. Die Einnahmen sehen bescheiden aus. Neben seinem Gehalt gibt es geringe Zuschüsse von Verein und Verband. Zum Glück kann er kostenlos in der Fitness Factory auf der Wilferdinger Höhe trainieren. Wenn die Eltern nicht wären, die ebenfalls finanziell bis an die Schmerzgrenze gehen, hätte Marco Schmidt seinen Sport vielleicht schon aufgeben müssen. Zumindest könnte er ihn nicht auf dem hohen Niveau betreiben, wie er das seit einigen Jahren tut. Mit einer Bestleistung von 19,52 Meter ist Schmidt, 2007 Dritter bei den deutschen Meisterschaften, einer der besten Kugelstoßer in Deutschland. „Ich habe mich schon oft gefragt, ob das alles Sinn macht“, sagt der Modellathlet nachdenklich. Er liebt seinen Sport aber zu sehr, um die Flinte trotz der miesen Rahmenbedingungen ins Korn zu werfen. Im kommenden Jahr will er endlich den Durchbruch schaffen und sich gleichzeitig für die Leichtathletik-WM in Berlin qualifizieren. Sein Fernziel lautet Olympische Spiele 2012 in London. Dann wäre wohl auch der Bausparvertrag aus dem Jahre 2008 vergessen. -

(
www.mainpost.de/lokales/kitzingen/Uebersicht;art773,4537198): < Das Phrasem in der Überschrift eines Beitrags soll die Aufmerksamkeit des Lesers wecken.> 10.06.2008 15:40 Uhr. RÜDENHAUSEN. Sanierung der Kirche geht ins Geld. Aufwändige Arbeiten in Millionenhöhe. Die evangelische Pfarrkirche St. Peter und Paul in Rüdenhausen muss saniert werden. Allein für den ersten Bauabschnitt, die statische Sicherung der Kirche, werden Kosten in Höhe von 315 000 Euro geschätzt. Das dürfte noch längst nicht alles sein, was auf die Kirchengemeinde zukommt. Würde alles erledigt, könnte in den nächsten Jahren über eine Million Euro fällig werden, schätzt Pfarrer Martin Fromm.



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6. gut und gern(e)

mindestens; ohne zu übertreiben; bestimmt soviel, wenn nicht mehr (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
www.tk-logo.de/aktuelles/thema-der-woche-02/tewo-51kw-02-bewegung.html): < Ein Beitrag zur mangelnden Bewegung der Kinder, die viel zu viel Zeit sitzend verbringen (müssen): Allein in der Schule kommen ja "gut und gern" schon sechs und mehr Stunden zusammen, die die Kinder sitzend verbringen.> Heute schon draußen gewesen? Bewegung muss sein - sonst werden wir dick und ungelenkig. Im Kindergarten und auf dem Schulhof herrscht fast immer ordentlich Bewegung: Da wird getobt, gejagt und geklettert, dass manchem Erwachsenem Angst und Bange wird. Und die Pausenaufsicht ist wahrscheinlich bestens damit beschäftigt, allzu wilde Spiele zu verbieten. Am Nachmittag allerdings schlaffen die meisten Kinder ziemlich ab. Das haben jetzt Kinder- und Jugendärzte herausgefunden. Besonders erschreckend: Grundschulkinder bewegen sich nur noch knapp 30 Minuten pro Tag intensiv. Ansonsten wird hauptsächlich "gesessen": in der Schule, am Schreibtisch zu Hause, vorm Fernseher und am Computer. Kann es sein, dass auch Du so ein Couch- und Stuhlsitzer bist? Rechne doch einfach mal nach, wie lange Du heute schon sitzen musstest. Allein in der Schule kommen ja gut und gern schon sechs und mehr Stunden zusammen. Die Statistik (für die viele Kinder befragt wurden) liefert folgende Zahlen: Ganze neun (!) Stunden sollen Kinder zwischen sieben und zehn Jahren danach sitzend verbringen. Jedes zweite Kind ist ein echter "Stubenhocker" und geht nachmittags am liebsten überhaupt nicht mehr vor die Tür. "Im Garten oder auf der Straße wird sozusagen gar nicht mehr gespielt", gibt Dr. Dieter Breithecker von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung in Wiesbaden zu denken. "Und das, obwohl sich Kinder von Natur aus gern bewegen. Denn welchem Kind macht es schon Spaß, stundenlang still zu sitzen?"-

(
www.bundestag.de/blickpunkt/103_parlament/0502/0502037.html ): < Phrasemreichger Beitrag über einen hausinternen Postboten in der Verwaltung des Bundestages. Das Phrasem in der Überschrift "gute Verbindungen schaffen" soll das Interesse des Lesers wecken.> Gute Verbindungen schaffen. Theodor Kubeck arbeitet als Bote in der Verwaltung des Bundestages. Er ist immer auf Achse und spart anderen so viele Wege. Theodor Kubeck hat Humor und bringt die Leute gern zum Lachen. Ihm geht die Arbeit leichter von der Hand, wenn er es schafft, anderen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Das ist oft ganz einfach. Man trifft Herrn Kubeck auf dem Gang, sagt „guten Morgen“ und bekommt zur Antwort: „Gut, dass wir drüber geredet haben.“ Dann grinst man ein wenig in sich hinein und denkt: „Klar, so kann man es auch sehen.“ Im Paul-Löbe-Haus ist der Bote Kubeck bekannt wie der berühmte bunte Hund. Meist läuft der 56-Jährige mit einer Sackkarre oder dem beeindruckend großen Hubwagen, der aussieht wie ein Gabelstapler, durch die Häuser, beispielsweise wenn er dem Besucherdienst oder den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Öffentlichkeitsarbeit Broschüren, Zeitschriften, Prospekte, Umlaufmappen, Briefe und Pakete bringt. Mindestens vier Mal am Tag wird Post geholt und verteilt – hausinterne und die so genannte Post-Post, die mit dem gelben Auto gekommen ist. „Wir transportieren alles“, sagt Theodor Kubeck, und das klingt fast wie ein netter und Vertrauen erweckender Werbeslogan. Müsste noch „Anruf genügt“ drunter stehen, denn Boten sind wie ein schneller Einsatzdienst und jederzeit dafür da, anderen die Arbeit zu erleichtern und Wege zu ersparen. Die richtige Zentrale, die Botenmeisterei, befindet sich im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus. (...). Das Telefon ist immer besetzt. Vor allem in Sitzungswochen hat, wer hier sitzt und alle Anrufe entgegennimmt, organisatorische Höchstleistung zu vollbringen. Schließlich sind fast immer fast alle Boten irgendwo im Hause unterwegs. Man kann es sich ein bisschen wie bei einer Taxirufzentrale vorstellen. Ein neuer Auftrag kommt rein und einer der Boten wird losgeschickt, ihn zu erledigen. Ist das Telefon mal nicht besetzt, kann man Theodor Kubeck auf seinem Beeper eine Bitte um Rückruf hinterlassen. Erreichbarkeit ist also immer garantiert. In Sitzungswochen, sagt Theodor Kubeck, läuft er gut und gern bis zu zwanzig Kilometer am Tag. Sitzungswochen seien anstrengend und schön zugleich, denn es gebe für ihn nichts Schöneres als volle Häuser mit vielen Menschen. Mit jedem könne man schnell zwei, drei Worte wechseln, denn irgendwann kenne man ja fast jedes Gesicht, sei jeder Botengang ein Heimspiel. Und wenn Theodor Kubeck zwischendurch in die Botenmeisterei kommt, sind da nette Kolleginnen und Kollegen, mit denen das Arbeiten Spaß macht. Solche, wie Edgar Dick zum Beispiel, den man sonst nur im Frack kennt, weil er beim Plenarassistenzdienst arbeitet, der aber gern auch als Bote einspringt, wenn Unterstützung gefragt ist. Jetzt ist gerade eine Kollegin krank und eine Vertretung wurde gebraucht. Edgar Dick arbeitet schon zwanzig Jahre im Bundestag, ein freundlicher Rheinländer, mit dem der Mecklenburger Kubeck gern ein bisschen rumalbert. Aber so unterschiedlich scheinen die Temperamente und der Sinn für Humor gar nicht zu sein. Nun gut, Theodor Kubeck redet ein wenig mehr, aber Edgar Dick kann gut kontern.-

(
www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/die-unerschrockene-unparteiische/): < Bericht über eine Schiedsrichterin mit Migrationshintergrund. Der beträchtliche  Arbeitsaufwand - die junge Frau investiert "gut und gerne zehn Stunden in der Woche" für ihr Hobby - und die Schwierigkeiten einer solchen ungewöhnlichen Laufbahn sollen durch das ausführliche Zitieren untermauert werden. Vgl. weiter oben den Beitrag (Spitzensport geht ins Geld) unter dem Phrasem "etwas läuft ins Geld". Der Text enthält noch weitere kursiv markierte Phraseme.> 24.08.2008 . Portrait. Die unerschrockene Unparteiische. Sinem Turac ist eine gefragte Schiedsrichterin. Die Abiturientin pfeift in der zweiten Frauen-Bundesliga und in der Männer-Landesliga. Die 1,67 Meter kleine Berlinerin beschreibt ihr Erfolgsgeheimnis so: "Ich habe keine Angst vor Fußball-Männern". VON TORSTEN HASELBAUER. Manchmal reist die Mutter von Sinem Turac doch noch lieber mit. Tülay Civelek steht dann am Spielfeldrand und beobachtet aufmerksam und stolz zugleich, wie sich ihre Tochter da inmitten von 22 oft hitzköpfigen Fußballern als Schiedsrichterin behauptet. "Eine Art moralische Unterstützung von der Familie", erklärt die Mutter. Gleich zum Saisonauftakt, Mitte August, war es mal wieder soweit. Mutter und Tochter machten sich gemeinsam auf den Weg nach Wedding. Die erst 19-jährige Simen Turac war nämlich zum Landesligaspiel von Hürriyet Burgund gegen die Reserve von Trabzonspor angesetzt. Kein einfaches Match, das die Schiedsrichterin da zu pfeifen hatte. Aber, sie hatte es gut im Griff. In der 21. Minute zückte Turac die erste gelbe Karte aus ihrer Brusttasche. Als es später hektischer wurde, behielt sie die Übersicht und vor allem jederzeit die Kontrolle. (...). In Berlin gibt es derzeit rund 1.000 Schiedsrichter, nur 35 davon sind weiblich. Und Schiedsrichterinnen mit Migrationshintergrund kann man an einer Hand abzählen. Sinem Turac ist eine davon. Sie gilt derzeit als das größte Referee-Talent in dieser Stadt und für manche sogar darüber hinaus. Turac ist in Berlin geboren und Deutsch-Türkin der so genannten dritten Generation. Die Abiturientin pfeift in der zweiten Frauen-Bundesliga und in der Männer-Landesliga. Als Schiedsrichterassistentin wird sie in der Berlinliga, der höchsten Spielklasse der Hauptstadt, eingesetzt. "Sinem Turac trauen wir noch viel zu und wir werden sie deshalb fördern", erklärt der Vorsitzende des Berliner Schiedsrichter-Ausschusses, Gerhard Müller. Bodo Brand-Cholle, der Leiter des Schiedsrichter-Leistungskaders in der Hauptstadt, schwärmt von ihrer Fähigkeit, "sich in der oft feindlichen Fußball-Männerwelt durchsetzen zu können". Und der Berliner Schiedsrichterbeobachter Ludger Trittin lobt Turacs "hohe Entscheidungsdichte und das Laufvermögen". Die 1,67 Meter große Berlinerin beschreibt ihr Erfolgsgeheimnis so: "Ich habe keine Angst vor Fußball-Männern." Probleme aufgrund ihrer türkischen Herkunft hat sie bisher nur selten bekommen. Höchstens da, wo man es nicht erwartet. "Wenn eine türkische Mannschaft gegen eine deutsche spielt, dann fühlen sich gerade die Türken von mir benachteiligt", erklärt sie. Von türkischer Seite werde immer ein wenig Hilfestellung von der Landsfrau erwartet. Vergeblich. Im Osten der Stadt oder im Land Brandenburg vernimmt Turac zwar vereinzelt rassistische Sprüche von Zuschauern. Doch zielen die meist in Richtung ausländischer Spieler, weniger gegen sie. "Ich werde dort, wenn überhaupt, eher als Frau angemacht", fasst Turac ihre leidvollen Erfahrungen zusammen. Schon als Kind kickte sie mit ihren Cousins auf der Straße und in den Garagenhöfen in Tempelhof. Anfänglich sahen die Eltern das Engagement ihrer Tochter nicht gerne. "Die dachten, wenn man als Mädchen Fußball spielen, bekommt man dicke Beine und wird hässlich", erinnert sich Turac. Ihre Mutter gibt zu: "Natürlich entsprach Sinem mit ihrer Fußballleidenschaft nicht unbedingt dem traditionellen türkischen Frauenbild, das bei uns in der Familie und im Umfeld teilweise vorherrschte." Aber schließlich konnten und wollten sich die Eltern Turacs Wunsch, Fußball zu spielen, nicht mehr verweigern. Ihre Tochter besaß Talent, wie sie im Verein bewies. Schnell brachte sie es bis in die Berliner Jugend-Mädchenauswahl. Im Alter von 15 Jahren entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Schiedsrichtersport. Durch einen Trainerwechsel saß sie als Spielerin plötzlich auf der Ersatzbank. Schließlich kam ein Freund der Familie, ein Ex-Schiedsrichter, auf sie zu und sagte: "Du hast Ahnung von Fußball. Du kannst gut laufen und bist im perfekten Alter, um als Schiedsrichterin anzufangen", so lautete die Aufforderung, die Seiten zu wechseln. Dann ging alles ganz schnell. Turac absolvierte einen Schiedsrichter-Lehrgang beim Berliner Fußballverband und pfiff im Dezember 2005 ihr erstes Jugendspiel. Rasch entschied sie sich für die Schiedsrichterlaufbahn. Sie pfeift jetzt für den 1. FC. Schöneberg 1913, seit einem Jahr im Seniorenbereich. Die junge Frau investiert gut und gerne zehn Stunden in der Woche für ihr Hobby. Gut siebzig Spiele in der Saison pfeift sie. Zweimal wöchentlich wird gejoggt, um körperlich fit zu bleiben. Zudem wird Turac in dem Schiedsrichter-Leistungskader des Berliner Fußballverbandes betreut, aktuell als einzige Frau. Hier erhält sie Regelkunde-Schulungen und per Video werden ihre Leistungen genauestens analysiert. Ihr steht ein persönlicher Coach zur Seite, mit dem sie regelmäßig ihre Spielleitungen bespricht. "Schiedsrichterin zu sein ist wirklich toll. Du machst Sport, kommst viel rum, lernst Leute kennen und verdienst dir noch ein kleines Taschengeld nebenbei", erklärt Turac die Vorzüge ihres Hobbys. 23 Euro ohne Fahrgeld pro Match erhält die Schiedsrichterin für ein Herren-Spiel. In der 2. Frauenbundesliga sind es 75 Euro, die die angehende Industriekauffrau als Aufwandsentschädigung kassiert. Das ist wenig und sicher kein Grund, Schiedsrichterin zu werden. "Seitdem ich pfeife, bin ich viel selbstbewusster und vor allem stärker geworden. Ich kann mich besser durchsetzen und schnelle Entscheidungen treffen", hat die Unparteiische an sich selber beobachtet.



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7. Hinz und Kunz  (ugs.; abwertend)

jedermann (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://de.wikipedia.org/wiki/Hinz_und_Kunz): < Zur Etymologie dieses schon seit dem 13. Jahrhundert belegten Phrasems.> Hinz und Kunz (vollständig: Heinrich und Konrad) ist eine deutsche Redewendung und Synonym für "Jedermann". Im Hochmittelalter, konkret vom 11. bis 13. Jhdt., waren Heinrich (Kurzform: Hinz) und Konrad (Kurzform: Kunz) die Namen zahlreicher deutscher Herrscher, nach denen in Folge auch die einfache Bevölkerung ihre Kinder benannte. Ein großer Teil der Männer trug daher diese Namen und es kam zu einer „Inflation“, aus der sich letztlich die heute noch gebräuchliche Redewendung bildete. Der Begriff ist seit dem 13. Jahrhundert belegt, und etwa ab dem 15. Jahrhundert als Spottbezeichnung gebräuchlich und findet unter anderem im Märchen Rumpelstilzchen und in der Novelle Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist Verwendung. Hinz und Kunz ist auch der Titel eines Gedichtes von Gotthold Ephraim Lessing. In Hamburg und Umgebung entstand 1993 in Anlehnung daran die Obdachlosenzeitung Hinz und Kunzt. Eine ähnliche Redewendung im Deutschen lautet Krethi und Plethi. Die Redewendung kommt auch in anderen Sprachen vor: Tom, Dick and Harry — im Englischen; Fulano, Zutano y Mengano — im Spanischen; Jan en Alleman — im Niederländischen; Tizio, Caio, Sempronio, Mevio, Filano e Calpurnio — im Italienischen; Fulano, Beltrano e Cicrano — im Portugiesischen; Ivanov, Petrov, Sidorov und im Russischen und Are, Oore, Shamsi Kooreh im Persischen.-

(
www.juraexamen.com/forum/viewtopic.php?t=2923): < Berufliche Ratschläge. Außendienstmitarbeiter sind wie "Hinz und Kunz" nur Klinkenputzer.> Das halte ich auch für ein Gerücht. Auch ich habe eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann gemacht, ist allerdings schon eine Weile her (1997), bevor ich Jura studiert habe. Der Begriff "Versicherungsberater" ist mir von damals nicht bekannt, geschweige denn, dass dieser Begriff geschützt gewesen sei. Nenn' doch mal bitte Quellen, aus denen sich deine Annahme ergibt. Mir sind nur die Begriffe aus den §§ 44-48 VVG bekannt. Ferner ist "Versicherungsfachmann" des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft BWV als Beruf anerkannt und natürlich Versicherungskaufmann (IHK) und Versichrungsfachwirt und Versicherungsbetriebswirt. Im Außendienst ist man wie Hinz und Kunz nur Klinkenputzer. "Ding Dong, guten Tag meine Name ist Blabla, darf ich reinkommen, ich möchte mich über ihren Rechtsschutz unterhalten...." Ein Scheißjob.... Nach meiner Ausbildung wurde ich auch übernommen und sollte in den Außendienst. Habe dankend abgelehnt und dann Jura studiert... Mag sein, dass der Begriff in heutiger Zeit verwendet wird, um dem Klinkenputzen ein besseres Image zu verleihen. Aber Geld wird im AD auch nur durch Abschlüsse verdient.... -

(
www.presseecho.de/vermischtes/NA3731221574.htm): < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> Mit Hinz und Kunz auf Hafenrundfahrt - Ein echter Scheich auf Deutschlandtour. Ein skeptischer Blick über die Reling. So etwas hat Scheich Faisal bis heute nicht erlebt. Zusammen mit Hinz und Kunz dümpelt er in einer winzigen Barkasse durch den Hamburger Hafen. Und dann ist auch noch seine Gastgeberin verschwunden. Maryam Komeyli hat mal wieder Hummeln im Hintern. Die erfolgreiche Reisekauffrau hat das Staatsoberhaupt von Ras al Khaimah zum Gegenbesuch zu sich nach Hamburg eingeladen. Weil es ihr im Urlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor zwei Jahren so gut gefallen hat. Wie eine Königin wurde sie damals vom Scheich verwöhnt. Jetzt will sie sich revanchieren. Doch das Touri-Programm, das sie für ihn zusammengestellt hat, ist alles andere als königlich. Hier prallen Welten aufeinander. stern TV hat die ungewöhnliche Deutschlandreise von Scheich Faisal mit der Kamera begleitet.-

(
http://appl.welt.de/quiz/index.php?quiz=eibue): <Parodie auf den  deutschen Einbürgerungstest.> - Abschiebung. Bist du Deutschland? Der große GLASAUGE-Ausbürgerungs-Test. Damit nicht Hinz und Kunz die deutsche Leitkultur verderben können, haben Experten ein spannendes Quiz für Republikflüchtlinge und Hartz-IV-Empfänger entwickelt. Wer nicht weiß, was deutsche Werte sind, fliegt raus oder kommt gar nicht erst rein. Testen Sie selbst, ob Sie deutsch genug sind!

( Es kribbelt und wibbelt weiter gedichte.xbib.de/--42722_23057_32560_44728_63580--.htm ):  < Verwendung des Phrasems in einem Gedicht von Theodor Storm.> -

Und haben wir unser Herzoglein/Schleswig-Holsteinische Hoffnungen von
Theodor Storm


Und haben wir unser Herzoglein
Nur erst im Lande drinnen,
Dann wird, mir kribbelt schon die Faust,
Ein ander Stück beginnen.

Der Junker muß lernen den schweren Satz,
Daß der Adel in unsern Zeiten
Zwar allenfalls ein Privatpläsier,
Doch sonst nichts hat zu bedeuten.

Insonders lerne Hinz und Kunz
- Und das ist ein Stück, ein hartes -,
Daß diese hochhinschauenden Herrn
Sind keineswegs was Apartes.

Denn lernen Hinz und Kunz das nicht,
So wird’s beim alten bleiben;
Nur wenn kein Mensch daran mehr glaubt,
Läßt sich der Spuk vertreiben.


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8.  in Hülle und Fülle

sehr viel; im Überfluss; in großer Menge (Duden - Redewendungen, ³2008) < Die Bedeutung des Phrasems hat sich im Laufe der Zeit stark geändert. Siehe hierzu die etymologischen Hinweise.>


(
www.focus.de/schule/dossiers/fruehfoerderung/hirnforschung_aid_54954.html):< Interessanter Beitrag zur Hirnforschung. Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken. Der eher fachsprachlich gehaltene Beitrag enthält dagegen nur noch ein einziges weiteres Phrasem "ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen..."> 30.04.07, 13:25 | Hirnforschung. Speicherplatz in Hülle und Fülle. In den ersten Lebensjahren entwickelt sich das menschliche Gehirn in einem rasanten Tempo. Förderung greift jetzt besonders gut – wenn es die richtige ist! Von FOCUS-Online-Autor Volker Gustedt. Mit drei Jahren verfügt ein Kind über rund 200 Billionen Synapsen, die als Kontaktstellen zu den Nervenzellen fungieren – doppelt so viele wie ein Erwachsener. Aufgrund dieser Überkapazitäten an Speicherleistung ist das Gehirn des Kleinkinds besonders aufnahmefähig. Drei Sprachen? Kein Problem! „Das Gehirn des Kleinkinds braucht Futter. Allein das Sprachzentrum ist in der Lage, mühelos drei Muttersprachen zu verankern“, sagt der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther. Lerndrill vom Babyalter an, wie er zum Beispiel in chinesischen Turbo-Kindergarten praktiziert wird, führt jedoch keinesfalls dazu, dass aus einem Kleinkind ein guter Schüler und später ein leistungsfähiger Erwachsener wird. Denn das Gehirn ist in erster Linie ein Sozial-, kein Denkorgan. „Es ist nicht zum Auswendiglernen von Sachverhalten, sondern zum Lösen von Problemen optimiert“, erläutert Hüther. Entscheidend ist das soziale Umfeld. Viel wichtiger als das exakte Wiedergeben von gepaukten Informationen sind die Meta-Kompetenzen, die als „exekutive Frontalhirnfunktionen“ im vorderen Großhirnbereich, dem Stirnlappen, verankert sind. Vorausschauend denken und handeln, Folgen abschätzen, Probleme von mehreren Seiten beleuchten, Aufmerksamkeit fokussieren, eigenständig Prioritäten setzen, Fehler einsehen und korrigieren – all diese Fähigkeiten sind nicht angeboren, sondern entwickeln sich in den ersten sechs bis sieben Lebensjahren und hängen entscheidend vom sozialen Umfeld ab. (...). Eltern und Pädagogen sollten deshalb den angeborenen Forscherdrang unterstützen und für eine Umgebung sorgen, die eigenständige Lernprozesse in Gang setzt. Am meisten lernen Kleinkinder, wenn sie ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf lassen können. Das freie Spielen ist keinesfalls vertane Zeit, sondern die altersgemäße Lernform des Kleinkinds.-

(
www.presse.uni-augsburg.de/unipress/up199803/artikel_19.shtml):< Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> Motive in Hülle und Fülle. Malen und Zeichnen auf dem Reiterhof. Den strahlenden Sonnenschein in der Pfingstferienwoche nutzte eine Gruppe von Augsburger Kunststudentinnen und -studenten, um in der ländlichen Idylle bei Aystetten Stimmungen mit Stift und Pinsel festzuhalten. Dort, auf dem Haldenhof, wo etwa 30 Pferde betreut und versorgt werden, fanden sich Motive in Hülle und Fülle: Manche ließen sich von den munteren Pferden inspirieren, andere suchten die verträumte Stille eines zugewachsenen Tümpels, und ein Teil der Studierenden widmete sich der hügeligen Landschaft, die den Reiterhof umgibt und bereits zum Naturpark Augsburg Westliche Wälder gehört. Je nach Vorliebe wurde gezeichnet oder gemalt, wobei bei diesem von Marie-Luise Dietl betreuten Blockseminar der Umgang mit Acryl- bzw. Dispersionsfarben im Mittelpunkt stand. Volker Chiba.-

(
http://filzundgarten.blogspot.com/2008/05/tulpen-in-hlle-und-flle.html): < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> Dienstag, 13. Mai 2008. Tulpen in Hülle und Fülle. Diese wunderbare Tulpenpracht gab es noch vor einer Woche auf der Landesgartenschau Rheinland-Pfalz in Bingen zu bewundern. Tulpen in allen Variationen, Farben und Formen, gepflanzt in Kombination mit anderen Frühjahrsblühern. Inzwischen sind viele weitestgehend verblüht und bevor der Sommer ganz da ist, muss ich doch noch schnell diese letzten Frühlingsfotos zeigen.

-Die seit dem 16. Jh. bezeugte Wendung »Hülle und Fülle« bedeutete zunächst »Kleidung und Nahrung« und bezog sich auf den allernotwendigsten Lebensunterhalt. Die Bedeutung »Nahrung« des Wortes »Fülle« rührte aus »Füllung des Magens« her. Seit dem 17. Jh. wurde dann »Fülle« in seiner üblichen Bedeutung verstanden und die ganze Wendung in »Überfluss« umgedeutet. (Duden)



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9. mit Kind und Kegel (scherzh.) < In der Werbung für Familienurlaubsangebote ist das Phrasem häufig ohne scherzhafte Konnotation im Internet belegt, um die Familienfreundlickeit des Urlaubortes zu betonen. >

mit der ganzen Familie (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://de.wikipedia.org/wiki/Kind_und_Kegel):< Zur Etymologie des Phrasems.> Mit Kind und Kegel ist eine stehende Redewendung, die soviel bedeutet wie „mit der gesamten Verwandtschaft“ oder „mit Kindern, Haustieren und Gepäck“. Wenn jemand „mit Kind und Kegel“ reist, so ist der Ausdruck scherzhaft zu verstehen und derjenige hat die gesamte Familie dabei. Eine synonyme Redewendung ist „mit Sack und Pack“. Der genaue Inhalt dieser Redewendung ist seit dem Mittelalter in Vergessenheit geraten, denn er lautet wörtlich „mit ehelichem und unehelichem Kind“. Etymologie: Kegel stammt vom althochdeutschen kegil, „Knüppel, Pflock“ ab, und hatte im Mittelalter die zusätzliche Bedeutung „uneheliches oder lediges Kind“ oder „Bastard“, bzw. „Kind einer Kebse“. Vermutlich entspricht der Begriff ähnlich gewendeten und gleichfalls geringschätzigen Bezeichnungen wie „Bengel, Prügel, Stift“. Ein Kegel hatte weniger Rechte als ein eheliches Kind, und wurde deshalb auch anders bezeichnet. Der Begriff „Kind“ bezeichnete damals keinen Lebensabschnitt, sondern einen Ehrenstatus, ähnlich dem „Herr“. Nach Ende des Mittelalters ging die soziale Bedeutung der Ehrenhaftigkeit im deutschen Kulturraum allgemein zurück, wobei sich auch der Begriff Kind generalisierte und der Begriff Kegel fast völlig aus der Sprache verschwand. Lediglich das Thüringische kennt den Begriff noch, er bezeichnet ein ungezogenes, flegelhaftes Kind ("Keschel"). Im Hochdeutschen ist nur noch die Redewendung Kind und Kegel erhalten. Im Wörterbuch der Brüder Grimm heißt es dazu: diesz zeugnis reicht übrigens wol ins 13. jh. zurück. doch auch hier erscheint es nicht mehr selbstständig, sondern schon in der verbindung mit kind; diese verbindung, meist 'kind und kegel', ist eine jener formeln, in denen ein sonst erstorbenes wort sich noch lange mit fortschleppt, und diese gerade, die noch heute lebendig ist, wird mit ihrem stabreim bis in die zeit der ältesten alliterierenden dichtung zurückreichen. Es folgt ein Beispiel zur Redewendung aus einer um die Lutherzeit stammenden scherzhaften Ansprache an die versammelten Universitätsmitglieder: nun hört ir herren alle gemain, / paide grosz und auch klain, / alt, jung, kegel und kind, / alle die hie gesamlet sind.-

(
www.mv-schlagzeilen.de/urlaub-mit-kind-und-kegel/3491/):< Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> Urlaub mit Kind und Kegel. 15. Juli 2008. Möglichkeiten für Familienurlaub in Mecklenburg-Vorpommern werden in neuer Broschüre vorgestellt. Hier werden Familien fündig: Die neue Broschüre “Urlaub mit Kind und Kegel” des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern präsentiert auf einen Blick, was das Bundesland zum idealen Reiseziel für Familien macht - sein Wasserreichtum, seine malerische Natur, seine spannende Geschichte, eine bunte Palette Erlebnisangebote und vielfältige Möglichkeiten zum Schlemmen und Schlafen. Der Katalog mit 100 Seiten erscheint mit 60.000 gedruckten Exemplaren. Dem Informationsteil, der die Themen Wasser, Natur, Geschichte, Abenteuer und Essen und Trinken vorstellt, schließen sich fast 200 Einträge mit Familienarrangements von Erlebniszentren, Tourismusorten sowie Unterkünften an. Zur besseren Orientierung werden die Leser von drei Botschaftern durch die Broschüre geführt: Fisch Gustav kennzeichnet alle 81 mit dem Qualitätssiegel “Familienurlaubsland MV” ausgezeichneten Einrichtungen und Orte. In diesen können sich Familien auf geprüfte Qualität und einen erstklassigen Service verlassen. Bunt illustriert ist die Broschüre zusätzlich durch die Möwe Maria und den Raben Viktor, mit denen Kinder das Urlaubsland schon vor der Urlaubsreise erkunden können, zum Beispiel das märchenhafte Schweriner Schloss, das Müritzeum in Waren, das neue Ozeaneum in Stralsund oder das Hexenmuseum in Penzlin. Neben Literaturhinweisen wird in der Broschüre auch eine Reihe von Tipps und Spielideen für sonnige und auch für Schlechtwettertage gegeben. “Urlaub mit Kind und Kegel” ist eines von mehreren neuen Produkten für Familienurlauber, auf welche der Tourismusverband weiterhin stark setzt. So wurde die Internsetseite des Verbandes für Kinder und Familien www.Spielstrand.de kürzlich aktualisiert und erweitert. Eine CD mit Hörgeschichten “Eine Reise durchs Abenteuerland”, die von Schauspielerin Eva-Maria Hagen gelesen werden, ist ebenfalls in diesem Jahr neu erschienen. Auszüge können unter www.Spielstrand.de gehört werden. Darüber hinaus sind sieben Gute-Nacht-Geschichten auch in gedruckter Form erhältlich, genauso wie Angebote für Oma-Opa-Enkel-Reisen. Der Katalog “Urlaub mit Kind und Kegel” kann kostenlos beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern unter Tel. 0180/5000 223 (14 Cent/Min.) bestellt oder unter www.auf-nach-mv.de/prospekte heruntergeladen werden.-

(
www.familienmitchristus.de/presseberichte/19950115_exerzitien-mit-kind-und-kegel.php): < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> Exerzitien mit Kind und Kegel. Ein neues Familien-Exerzitienhaus in Heiligenbrunn bei Landshut. Erschienen in: Würzburger katholisches Sonntagsblatt am: 15.01.1995. Autor: Korbacher, Joachim. Kennen Sie das? Ein treuer Mitarbeiter der Pfarrei hat sich nach langem Zureden und inneren Kämpfen entschlossen, endlich einmal Exerzitien zu machen. Der Pfarrer und die Frau geben sonst doch keine Ruhe. Am Montag reist er mit zwiespältigen Gefühlen ab. Am Freitag kommt er zurück. Er ist tatsächlich verändert. Er hat erlebt: Glaube ist mehr als Aktivität in der Gemeinde. Eine große Freude erfüllt ihn. Er spürt: Jetzt muß daheim alles anders werden. Strahlend betritt er sein Haus und erzählt begeistert. Seine Frau, seine 16jährige Tochter Dorothee und sein 14jähriger Sohn Wolfgang staunen. So haben sie den Vater noch nicht erlebt. Sie schauen ihn verständnislos an. Er erscheint ihnen etwas abgehoben. Vielleicht ist sogar Schlimmeres mit ihm geschehen. Niemand sagt es: Hat er noch alle Tassen im Schrank? Der Vater bemerkt die abweisende Atmosphäre. Am nächsten Tag macht er einen neuen Versuch, seine Bekehrung herüberzubringen. Dieselbe Wirkung. Am dritten Tag noch ein Versuch. Dann gibt er auf. Der Anstoß aus den Exerzitien ist verpufft. Es waren schöne Tage, die er nie vergessen wird, aber ohne Auswirkung auf seine Familie. Das ist ganz anders, wenn man in Heiligenbrunn (Diözese Regensburg) Exerzitien macht. Da ist nämlich die ganze Familie dabei: die Eltern, die größeren Kinder und die kleinen bis zu den Säuglingen. Vormittags gibt es ein getrenntes Programm für die Eltern und für die verschiedenen Altersgruppen der Kinder bis herunter zu den Krabbelkindern. Bei den Mahlzeiten im Speisesaal, am Nachmittag und nachts sind die Familien wieder beisammen. Nachmittags machen sie zusammen Ausflüge, gehen ins Schwimmbad oder spielen auf dem schönen Spielplatz. Nach dem getrennten Abendprogramm, währenddessen die Betreuer bei den Kindern vor den Schlafzimmern „Stallwache“ halten, wird der Tag von den Erwachsenen im „Hopfenkeller“ abgerundet. Ich habe im vergangenen August bereits zum vierten Mal bei solchen zehntägigen Familienexerzitien in Heiligenbrunn im Erwachsenen-Programm mitwirken dürfen. Es geht davon ein unermeßlicher Segen aus. Und es geschieht wirklich etwas in den Familien. Alle haben einen neuen geistlichen Anstoß erhalten und ordnen in der gemeinsamen Überzeugung ihr Leben neu. Die Bibel erhält ihren Platz im Leben. Die Eltern haben ihre Ehe neu und tiefer entdeckt. Ihre gegenseitige Liebe hat eine neue Dimension bekommen. Sie haben gelernt, miteinander zu reden, auch über Themen, die vorher tabu waren. Sie haben das Gebet und den Gottesdienst neu zu schätzen und zu vollziehen gelernt als eine reiche Quelle ihres Familienlebens. Und so schreiben mir viele Teilnehmer, manchmal nach langen Monaten, wie dankbar sie für die Anstöße sind, die sie bei diesen Exerzitien für ihr tägliches Leben und für ihre Aufgaben in der Pfarrei erhalten. (...). Das Programm für das neue Jahr kann direkt in Heiligenbrunn angefordert werden: Familien mit Christus e.V., Diakon Franz-Adolf Kleinrahm, 84098 Hohenthann-Heiligenbrunn, Telefon 08784/278. Jedenfalls freue ich mich schon darauf, dieses Jahr im August wieder dort an Familienexerzitien mitwirken zu dürfen: „In der Familie mit der Bibel leben.“ Joachim Korbacher. Pfarrer von Untersteinbach/Steigerwald.-

(
www.ferienhof-koehler.de/kind.html): < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.>  Urlaub mit Kind und Kegel. Urlaub für Naturgenießer. Urlaub für Gruppen. Unvergessliche Momente erleben unsere Ferienkinder mit unseren zutraulichen Tieren - den Ponys Max und Moritz, unseren Ziegen Lilly und Mary, unserer Labradorhündin Leonie und unseren Schafen, Hühnern und Katzen.

 




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10. Krethi und Plethi (abwertend)

jedermann; alle möglichen Leute; viele verschiedenen Menschen, zumeist die einfachen Leuten (Duden - Redewendungen, ³2008)

(
http://de.wikipedia.org/wiki/Krethi_und_Plethi):< Zur Etymologie des Phrasems.>  Krethi und Plethi (möglicherweise aus dem Hebräischen für Kreter und Philister) bezeichnete ein aus Ausländern bestehenden Teil der Streitmacht des König David (siehe 2. Sam. 8,18 15,18,20,7) Krether und Plether waren die Leibwachen König Davids (1.Sam 30,14). Der hebräische Ursprung bedeutet übersetzt in das Deutsche: Krethi - ungefähr töten, ausrotten / plethi - enteilen, davon eilen / also in etwa: enteilende Mörder (Meuchelmörder). Im übertragenen Sinn wird die Bezeichnung heute im verächtlichen Sinn benutzt für allerlei Volk oder Gesindel, ähnlich wie Hinz und Kunz. Nach Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste Bd. Sektion 2, H - N Teil 39. Köppen (Peter V.) - Kriegk, Leipzig, 1886, S. 340-341 ist KRETHI und PLETHI (hebräisch) eine in den Geschichtsbüchern des Alten Testaments öfter wiederkehrende Benennung der Leibwache des Königs David. Die eigentliche Bedeutung der beiden Worte scheint schon den griechischen Uebersetzern, den sogenannten Septuaginta, nicht mehr verständlich gewesen zu sein, da sie dieselben (in der Form Cherethi und PheIeti) einfach beibehalten; ebenso Hieronymus in der Vulgata (Cerethaei und Phelethaei) und nach dem Vorgange derselben auch Luther. So kam es, daß man (allerdings völlig grundlos) die beiden Ausdrücke im Sinne von „Zusammengelaufener Pöbel“ oder überhaupt von einem ungesichteten Mischmasch verstand, wie sie noch jetzt gebraucht werden; übrigens scheint diese Anwendung nicht erst durch Luthers Übersetzung, sondern bereits durch die Vulgata aufgekommen zu sein (vgl. Hildebrand in Grimm's „Deutschem Wörterbuch“ V, 2173).-

(
www.textlog.de/tucholsky-krethi-plethi.html): < Literarischer Beleg zu diesem Phrasem bei Kurt Tuchilsky. Das Phrasem wird gekonnt in verschiedenen Kontexten verwendet. In diesem Gedicht kommen noch weitere, kursiv markierte Phraseme vor.>  Kurt Tucholsky. Krethi und Plethi. Vater Liebert hat eine Rede vom Stapel gelassen,/ in der er sagte, der Reichstag täte ihm nicht mehr passen./ Denn in diesen durchaus traurigen Verein/ kämen ja sogar Krethi und Plethi hinein./ Ich weiß nun nicht genau, wer Krethi und Plethi sind;/ vielleicht meint er damit meinen Vater oder dein Enkelkind./ Aber das weiß ich: die Schlacht bei Warschau und in den Argonnen,/ die haben Deutschlands Krethi und Plethi gewonnen./ Vielleicht hat Vater Liebert in Hannover großen Applaus./ Ihm hängt aber nicht nur der Reichstag zum Halse heraus./ Da hängt auch ein hoher, preußischer, bunter Orden./ Der ist ihm für viel Blut deutscher Krethis und Plethis verliehen worden./ Und der eine Krethi ist Krüppel, und der andere Plethi ist krank./ Tausend blasse Lippen flüstern: »Dank, Herr General! Dank!« Theobald Tiger. Berliner Tageblatt, 23.09.1918, Nr. 487, wieder in: Fromme Gesänge.-

(
http://nextz.de/glossen/krethi-und-plethi.htm):< Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> Krethi und Plethi. "Was, Sie fahren dieses Jahr auch auf diese Insel? Ach du meine Güte, da geht doch Krethi und Plethi hin!" Will jemand abschätzig eine große Menge von Leuten bezeichnen, vielleicht eine minderwertige Gesellschaft, die Masse einfach, so verwendet er den Ausdruck "Krethi und Plethi". In der Bibel (2. Sam. 8.18) wird von der Leibwache König Davids gesagt, es seien Krether und Plether bzw. Kreter und Philister. Es könnte sich hier um Scharfrichter und Boten handeln, die die Macht des Königs den Leuten vor Augen führten und mit ihren Tätigkeiten beim Volk gefürchtet, zumindest aber unbeliebt waren. Mit diesen Leuten wollte man nichts zu tun haben, so dass der Ausdruck spätestens seit dem 16. Jahrhundert üblich ist: "Nein, mit Krethi und Plethi setze ich mich nicht an einen Tisch." Oder: "In die Oper geht doch heute Krethi und Plethi, das ist auch nicht mehr wie früher..."

-Diese formelhafte Wendung geht auf die Bibel (2. Sam. 8,18) zurück, wo von der Leibwache Davids gesagt wird, sie bestehe aus Krethern und Plethern. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um die alten hebräischen Bezeichnungen für Scharfrichter und Schnelläufer (Boten). Diese Männer waren als sichtbarer Ausdruck der Macht des Königs allgemein gefürchtet und wenig beliebt; man wollte möglichst nichts mit ihnen zu tun haben. (Duden).



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11. etwas geht zur Neige (geh.)
           
bald aufgebraucht sein; zu Ende gehen (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
www.lexmark.com/publications/pdfs/lexmarkt620/ger/quickref.pdf ): < Probleme mit einem PC-Drucker>  Das Problem: Der Ausdruck ist zu schwach.- Maßnahme: Der Tonervorrat geht zur Neige. Um den restlichen Toner zu nutzen, ziehen Sie die Kassette an beiden Griffen heraus, halten Sie sie mit den Pfeilen nach unten, und schütteln Sie sie. Setzen Sie die Kassette wieder ein, und drücken Sie Fortfahren.-

(
www.ftd.de/politik/international/:Wirtschaftsboom%20Chinas%20Arbeitskr%E4fte/374461.html):18.06.2008, 13:16.                 < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken. In diesem Zitat wird "etwas", das sich häufig auf Vorräte bzw. in literarischer Verwendung auch auf Zeitabschnitte (Jahrhundert, Ferien, Urlaub usw.) bezieht, für Personen verwendet. Wie in den anderen Belegen mit diesem Phrasem bezeichnet "etwas" eine positiv konnotierte Menge, nämlich in dem vorliegenden Zitat "die Zahl der chinesischen Arbeitskräfte", die für die weitere Entwicklung wichtig sind. Wenig gelungen wäre daher die Verwendung des Phrasems in einem ein Satz, wie z.B. *"Die Zahl der Arbeitslosen geht allmählich zu Neige".>.               Wirtschaftsboom. Chinas Arbeitskräfte werden knapp. Die bislang schier unerschöpfliche Zahl chinesischer Arbeitskräfte geht zur Neige. Laut einem Forschungsinstitut des Landes müssen Firmen deshalb in den kommenden Jahren mit rasant steigenden Lohnkosten rechnen. Die riesige Zahl von Chinesen, die auf der Suche nach Arbeit vom Land in die Städte gezogen sind, garantierte bislang niedrige Löhne. Sie war damit eine Grundlage für das chinesische Wirtschaftswunder der vergangenen Jahrzehnte. Das Überangebot von Arbeitskräften in ländlichen Gegenden ist dem Institut zufolge jedoch bereits von 200 Millionen Menschen in den 90er-Jahren auf 50 Millionen geschrumpft. (...). Für den Rückgang sei unter anderem die chinesische Einkindpolitik verantwortlich. Bereits in den vergangenen Jahren habe die schrumpfende Zahl der Wanderarbeiter für rasante Lohnsteigerungen gesorgt. Die Löhne seien 2004 um knapp drei Prozent, 2005 um fast sieben Prozent, 2006 um fast zwölf Prozent und 2007 bereits um 20 Prozent gestiegen. Reuters, 18.06.2008. © 2008 Financial Times Deutschland.-

(
www.abendblatt.de/daten/2006/02/09/531888.html): < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers weckenNordsee-Öl geht zur Neige. Energie: Vorräte versiegen gegen 2020. HAMBURG. Das Öl aus der Nordsee, eine der wichtigsten Energiequellen Europas, geht zur Neige. Die Förderung erreichte 1999 ihren Höhepunkt und geht seitdem zurück. Die Reserven, die noch unter dem Meeresgrund lagern, nehmen Jahr für Jahr ab. "Es war eine große Überraschung als wir in der Nordsee Öl fanden, doch 2020 wird nichts mehr davon übrig sein", sagt der Geologe Colin Campbell. Die Nordsee ist ein gutes Beispiel für den Glaubenskrieg ums Öl. Während einige Experten die erschöpften Lagerstätten als Menetekel für das Ende des Öl-Zeitalters betrachten, sehen andere gerade in der Nordsee ein Zeichen der Hoffnung: Die Vorräte hätten doppelt so lange gereicht, wie ursprünglich geplant. (...). Im vergangenen Jahr reduzierte sich die britische Förderung um zwölf Prozent auf rund 83 Millionen Tonnen, während die Norweger rund 136 Millionen Tonnen aus der Nordsee förderten, acht Prozent weniger als im Jahr zuvor. Gleichzeitig gingen die norwegischen Reserven um 8,3 Prozent auf 1,04 Milliarden Tonnen und die britischen Reserven um 11,8 Prozent auf 538 Millionen Tonnen zurück. Das Ende der Förderung steht noch nicht unmittelbar bevor, aber es gerät in Sichtweite. (...). Die Nordsee-Reserven wurden in den 70er Jahren nach den Ölpreiskrisen kommerziell erschlossen. Wegen der hohen Qualität des Rohöls setzte es sich auf dem Markt schnell durch und eroberte große Anteile. Norwegen wurde reich durch das Öl; die britische Volkswirtschaft entwickelte sich zum Exporteur von Öl und Gas. Damals erwarteten die Experten, bis zum Jahr 2000 Öl aus der Nordsee fördern zu können. "Durch technischen Fortschritt ist es gelungen, diesen Zeitraum zu verdoppeln", so Karl-Heinz Schult-Bornemann von ExxonMobil. So können die Firmen heute nicht mehr nur 35 Prozent des Öls aus den Lagerstätten holen, sondern 70 Prozent. dpa . Erschienen am 9. Februar 2006.-

(
www.bsp-design.de/21-0-gestaltendes-handwerk.html): < Das Phrasem dient im handwerklichen Bereich als Anregung für die Gestaltung eines außergewöhnlichen Tringefässes.>  Preis im Bereich Gestaltendes Handwerk. Sensible Trinkgefäße. Technische Gesichtspunkte dienten als Leitfaden bei der Entwicklung dieser Form. Die Kugelgestalt ermöglicht das Kippen des sich leerenden Gefäßes. Dabei ist der Becher so konstruiert, daß er sich mit weniger werdendem Inhalt zur breiten Seite des sichelförmigen Randes neigt. Die schmale Seite dient als Trinkkante. Würdigung. Peter Nickl - Handwerkskammer für München und Oberbayern. "Etwas geht zur Neige" sagt man und meint damit einen Abend, einen Vorrat, ein Glas Wein. Dieses "Zur-Neige-Gehen" ist Thema dieser silbernen Schalen. Ihre Schöpferin bezeichnet sie als "sensible Trinkgefäße". Je mehr man aus dem Becher trinkt, um so mehr neigt er sich zu Seite. Wird er vollgefüllt, richtet er sich wieder auf. Dem Sinngehalt des Wortbildes "Zur-Neige-Gehen" entspricht auf ebenso einfache wie überzeugende Weise das Neigespiel des Bechers. Doch so einfach wie es funktioniert, war dessen technische Realisierung nicht. Eine Vielzahl minutiöser physikalischer Versuche gingen voraus. Es ist ein im Inneren des Gefäßes verborgener Punkt, der den gefüllten Becher im Gleichgewicht hält, beziehungsweise ihn in Bewegung geraten lässt. Bestechend ist seine Unsichtbarkeit, die Unaufdringlichkeit, mit der sich die Bewegung wie von selbst ausführt. Die Becher sind für eine Serienfertigung gedacht. Technische Verfahren für eine handwerkliche Kleinserie oder eine industrielle Großserie wurden überlegt und ausgearbeitet. Den Betrachter und Benutzer bestechen die Intelligenz und der Humor dieser Gefäße. Die Trinkschalen reden mit ihm. Der Grad, in dem der Becher sich neigt, kann Aufforderung, Augenzwinkern oder auch Mahnung sein. (...). Die silberne Teekanne ist nicht mehr Statussymbol. Der zeitgenössische Silberschmied muss, will er seinen Beruf zu einer Existenzgrundlage ausbauen, in Gestaltung und Technik überraschende Lösungen finden.-

(
www.shortnews.de/start.cfm?id=682858): <Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken> 18.09.07. 16:40 Uhr |   News-ID: 682858 2.468 | Getreidevorräte gehen zur Neige - EU diskutiert, ob man Getreide einlagern soll. Die Vorräte an Getreide gehen langsam zur Neige, die Preise für Lebensmittel steigen. Die EU will deshalb in nächster Zeit überlegen, ob man nicht Notvorräte an Getreide anlegen soll, ähnlich wie man es mit Treibstoffen macht. (...).Wir müssen uns auf Situationen mit entsprechenden Mitteln vorbereiten, gab Fischer Boel weiter zu bedenken. Durch die hohen Getreidepreise können auch andere Lebensmittel im Preis steigen, da dort viel Getreide verfüttert wird. Geflügel könnte um zehn Prozent teurer werden, Schweinefleisch um 30 Prozent und Rindfleisch um sieben Prozent.



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12. mit Sack und Pack (ugs.) < Das Phrasem wird häufig im Internet von Umzugsfirmen in der Werbung verwendet und es findet sich auch oft belegt bei Berichten aus der Reisebranche. >

mit allem, was man besitzt   (Duden - Redewendungen, ³2008)

(
www.ummelden.de/ummelden_newsletter_46_03.html): <Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.>  Nur gut versichert mit Sack und Pack umziehen. Ob in die eigenen vier Wände oder in eine neue Mietwohnung gezogen wird, jeder sollte wissen, wie es um den Versicherungsschutz während dieser Zeit bestellt ist. Das persönliche Hab und Gut ist sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung zwei Monate durch die Hausratversicherung geschützt. Danach besteht Versicherungsschutz nur noch für die neue Wohnung. Müssen das Inventar oder ein Teil davon davon zwischendurch an einem anderen Ort aufbewahrt werden, besteht auch hier Versicherungsschutz.-

(
www.ekd.de/bibel/reisegeschichten/abraham_sara.html): < Verwendung des Phrasems in einer gewollt umgangssprachlichen Predigt.> Aufbruch ohne Reiseversicherung - Abraham und Sara. Sie wollen verreisen? Dann gehört zu den Vorbereitungen oft auch der Abschluss einer Versicherung. Wir versichern uns gegen Unfälle unterwegs, gegen den Verlust von Gepäck oder für den Fall einer Erkrankung im Ausland. Versichert = gesichert, heißt die Devise. Abraham (75) ist kein Phantast. Als Inhaber eines mittelständischen Wanderhirten-Unternehmens (sic) muss er vernünftige Entscheidungen treffen. Er weiß, dass der Aufbruch zu einer unabsehbaren Auslandsreise gerade in seinem Alter ein heikles Unterfangen ist. Dennoch beschließt Abraham, dem Reiseauftrag Gottes mit Sack und Pack nachzukommen. Damit beginnt die größte Reisebewegung der Bibel. Ihren Ausgangspunkt nimmt sie im Zweistromland, in Nordsyrien und im Irak. Sie eine Völkerwanderung zu nennen, ist nicht übertrieben. Wir befinden uns in grauer Vorzeit in den Jahrhunderten zwischen 2000 und 1400 vor Christi Geburt. Abraham nimmt seine auch schon in die Jahre gekommene, aber noch immer attraktive Frau Sara mit und – anstelle eigener Nachkommen – den Neffen Lot. Dass die Schönheit Saras im fremden kulturellen Umfeld des Reiseziels Ägypten zum Problem werden könnte, ahnt Abraham zwar. Dennoch macht er, in Auslandsreisen unerfahren, in dieser Geschichte keine besonders gute Figur. Warum Abraham aufbricht? Er spricht nicht darüber; aber er versteht dies offensichtlich als Offenbarung eines Gottes, den er noch nicht kennt. Er wird ihn kennen lernen. Und zwar unterwegs. Eine große Zukunft wird seiner Sippe in Aussicht gestellt. Gott hat ihm diese Hoffnung gegeben. Das ist seine Reiseversicherung. (1. Mose/Genesis 12,1–13,4). Der HERR sagte zu Abram: »Verlass deine Heimat, deine Sippe und die Familie deines Vaters und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich will dich segnen und dich zum Stammvater eines mächtigen Volkes machen. Dein Name soll in aller Welt berühmt sein. An dir soll sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne. Alle, die dir und deinen Nachkommen Gutes wünschen, haben auch von mir Gutes zu erwarten. Aber wenn jemand euch Böses wünscht, bringe ich Unglück über ihn. Alle Völker der Erde werden Glück und Segen erlangen, wenn sie dir und deinen Nachkommen wohlgesonnen sind.«-

(
www.religion.ch/web/pfeiffer/40-pfingsten-heiliger-geist-feuer-und-begeisterung): < Bericht von einem Pfingstlager. Der Text enthält mehrere spezifische schweizerdeutsche Besonderheiten, wie z.B. Velo für Fahrrad.>  Pfingsten - Heiliger Geist: Feuer und Begeisterung. Geschrieben von: Simon Pfeiffer. Sontag, 11. Mai 2008 06:00. In einem Pfarrhaus aufgewachsen war Pfingsten für mich und meine Brüder immer etwas langweilig. Vater arbeitete, weshalb keine grossen Ausflüge oder Einladungen von Gästen drin lagen. Die meisten Spiel-„Gschpänli“ im Quartier hatten ihr eigenes Familienprogramm oder waren sogar weg, und Schule war zwei Tage lang keine. Kurz, ein ödes, langes Wochenende – vor allem bei trübem Wetter. Das änderte in meiner Zeit in der Cevi-Jungschar: Schon als kleiner „Pfupf“ hatte ich die Pfadfindergruppen bewundert, welche mit Sack und Pack auf dem Velo vorbeiradelten. Abenteuer in Wald und Wiese! Keine Eltern und keine kindischen kleinen Brüder! Das musste fantastisch sein! Ja, das war es tatsächlich. Das erste Pfingstlager meiner Jungschargruppe, fiel auf ein Regenwochenende. Die Hinfahrt mit dem Velo war dank (sic) den Regengüssen zwar einigermassen erträglich, aber trotzdem ein Krampf für einen angehenden Intellektuellen, der seine Freizeit eher mit Büchern als mit Bällen und Sportgeräten verbrachte. Der Regen hörte nicht auf. Die meisten Zelte standen bereits, doch vieles musste noch nach Art der Pioniere eingerichtet werden. Der Hilfsleiter, welcher das Loch fürs Plumpsklo grub, vollbrachte eine wahre Heldentat. Seine Kleider standen am anderen Tag – vor eingetrocknetem Dreck. Holz sammeln und Feuer machen war eine der Hauptbeschäftigungen. Permanent war die Feuerstelle in Betrieb. Und ringsum trocknete das aufgestapelte Nassholz. Klar, dass wir bereits nach einer Stunde rochen wie die Rauchwürste. Sonst fiel das meiste Programm ins Wasser. In einer kurzen Regenpause gab es einmal etwas Sport, aber nicht so richtig. Trotzdem war es ein tolles Lager. Die meiste Zeit verbrachten wir im Militärzelt, erzählten uns Witze, spielten „Ich packe in den Rucksack …“ oder machten Kommentare zu den langsam interessant werdenden Mädchen in unseren Klassen. Vermutlich versuchten wir uns auch im Rauchen. Doch das Material, die „Niele“, die wir im Wald schnitten, war so nass und roch so bissig, dass die Versuche kein Genuss waren. Bereits am Sonntagnachmittag wurde das Lager wegen anhaltendem Regen abgebrochen. Alle Kleidergarnituren waren feucht oder sogar nass. Die Rückfahrt bergab war ganz angenehm, und das warme Bad zuhause war auch nicht zu verachten. Den langweiligen Montag nahm man danach gerne in Kauf. Im Erlebten konnte man noch ein Weilchen schwelgen. Später wurde ich Leiter in derselben Organisation und leitete eine ganze Reihe Pfingstlager selbst: Solche bei herrlichem Wetter, solche mit durchzogenem Wetter, aber keines kam in Bezug auf Begeisterung an den einfachsten Dingen und Intensität des Feuergeruchs an das erste Pfingstlager heran. -
 
-Diese Wendung meint eigentlich: alles das, was man in Säcken oder in Packen verstaut, also die gesamte bewegliche Habe.



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13.  samt und sonders

ohne Ausnahme; alle   (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://debatte.welt.de/kommentar/85536 ): <Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.- Resoluter Kommentar eines Nichtrauchers.> R. M. 06.08.2008 - 13.38 Uhr. Ganz klar: Rauchen gehört samt und sonders in allen Städten, Institutionen, Restaurants, Strassen - in der gesamten Öffentlichkeit abgeschafft. Punkt um! Rauchen ist schlichtweg asozial, macht krank und süchtig und kostet uns Nichtrauchern nur Geld, indem der Gesundheitsstaat diese, aus eigenem Verschuldem Süchtigen, pflegt und deren Gesundheit versucht zu erhalten - die Raucher danken es dann, indem sie weiter rauchen. Raucher sagen: "Aber, es schmeckt ja" der "Ich könnte aufhören, wenn ich wollte". Damit ist klar, was eigentlich jeder längst weiß: Raucher sind verlogen und man kann sich nicht auf deren Wort verlassen. Sie belügen sich und andere. Ich stelle niemals jemanden ein der raucht! Diese Personen schaden der Gesellschaft und der Wirtschaft.-

(
http://ibka.org/infos/privilegien.html ): < Der Beitrag fordert die Abschaffung der Priviligien der Kirche. Dazu gehören nach Meinung des IBKA (= Internationaler Bund der Konfessionslosen und Atheisten) auch die Theologischen Fakultäten, die "samt und sonders" aus allgemeinen Steuermitteln finanziert werden.>  Privilegien der Kirchen in Deutschland abschaffen! Staat und Religion allgemein. (...). 5. Theologische Fakultäten und Hochschulen. Diese dienen ausschließlich der Ausbildung künftiger Kirchenfunktionäre (Geistliche, Religionslehrer und sonstige Mitarbeiter). Studierende für das geistliche Amt sind ebenso wie alle Geistlichen vom Wehr- und Ersatzdienst befreit. Weil nicht nur Theologische Fakultäten, sondern auch besondere Lehrstühle in anderen Fächern (Philosophie und Geschichte), an denen Kirchen ein Interesse an ideologisch "reinem" Unterricht haben, der Ausbildung des kirchlichen Funktionärsnachwuchs dienen, beanspruchen die Kirchen entscheidende Mitwirkung bei der Ernennung und Entlassung von ProfessorInnen, bei der Gestaltung von Lehrplänen und Prüfungsordnungen sowie bei der Durchführung von Prüfungen, Promotionen und Habilitationen. Obwohl der Einfluß der Kirchen nahezu vollkommen ist, so daß in den Theologischen Fakultäten die in Art. 5 Abs. 3 des Grundgesetzes verbürgte Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre nicht wirksam werden kann, werden diese Einrichtungen doch samt und sonders aus allgemeinen Steuermitteln finanziert.-

(
www.investir-strasbourg.com/page.php/de/302.htm?PHPSESSID=71788c93104b48e84f21321ed91f3b42): < Es handelt sich offensichtlich um eine Übersetzung aus dem Französischen, die sprachlich nicht immer ganz gelungen ist. Di Stelle haben wir durch ein sic in Klammer gekennzeichnet.> Tourismus. Das architektonische Kulturerbe der Stadt Straßburg ist ausgesprochen vielschichtig und übersät (sic) mit Zeitzeugen aller Kunstepochen, die den Baustil der Stadt in ihrer langen Geschichte geprägt haben. Straßburg, das im Jahre 1988 ihr (sic) zweitausendjähriges Bestehen gefeiert hat, wurde erstmals im Jahre 12 vor Christi Geburt urkundlich erwähnt. Als freie Stadt des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nationen (sic) erlebt Straßburg das Mittelalter als sein goldenes Zeitalter. Der Handel blüht dank der Fruchtbarkeit der Region, langsam schreitet der Bau der herrlichen Kathedrale Notre-Dame aus rosa Sandstein voran. Im Jahre 1439 ist das Bauwerk fertiggestellt: mit einer Gesamthöhe von 142 m sollte dieses „Wunderwerk von Gigantismus und Zartheit" (Victor Hugo) das höchste Bauwerk der christlichen Welt bis ins 19. Jahrhundert bleiben. Der gesamte Straßburger Stadtkern („Die große Insel") wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Straßburg bietet dem Spazierengänger herrliche alte Stadtviertel rund um den Dom und in der Petite France, entlang den Ufern der Ill und eine Reihe wunderschöner Parks und Fußgängerzonen. Überall trifft der Fußgänger auf ein (sic) Monument, das die Intensität des öffentlichen Lebens vergangener Jahrhunderte bezeugt. Am Fuße der Kathedrale sorgt die Liebfrauenstiftung (l'Oeuvre Notre-Dame) seit ihrer Gründung im Jahre 1246 für den Bau, die Sanierung und Instandhaltung des Straßburger Münsters. Sie beschäftigt die Bildhauer und Steinmetze und besitzt eine atemberaubende Sammlung architektonischer Pläne und Fotos. Sie ist eine der ältesten noch tätigen kulturellen Einrichtungen Europas. Das Museum der Liebfrauenstiftung besitzt eine der schönsten Sammlungen mittelalterlicher Kunstgegenstände Frankreichs bzw. ganz Europas. Am Ufer der Ill zeugt das Alte Zollhaus (Ancienne Douane), ein weitläufiges Gebäude mit Zinnen an den Giebeln, von der blühenden Wirtschaft der Stadt in damaligen Zeiten. Damals diente das Alte Zollhaus der Stadt als Warenlager. Die Türme Tours des Ponts Couverts sind ein Überbleibsel der ehemaligen Stadtmauern, die die Sicherheit der Freien Stadt Straßburg gewährleisteten. Doch es sind auch schöne Gebäude aus der Renaissance erhalten: die Ancienne Grande Boucherie (Alte Große Metzgerei), das Gebäude der Handelskammer, das Haus Kammerzell, das Hotel „Hostellerie du Corbeau" und das Gerberviertel (quartier des tanneurs). An den Ufern der Ill erfreut sich der Spaziergänger an der wunderschönen zwischen 1732 und 1742 auf den (sic) Wunsch von Louis-Armand-Gaston de Rohan-Soubise, Fürst von Rohan, Kardinal und Bischof von Straßburg unter Ludwig XV erbauten Fürstenresidenz Palais des Rohan. Letzterer machte hieraus seine Hauptresidenz im historischen Stadtkern Straßburgs. Neben den luxuriösen Appartements der Kardinäle beherbergt das Palais jetzt das Archäologische Museum, Das Kunstgewerbemuseum und das Museum der Schönen Künste. Die Stadt entwickelt sich nach den Launen der Geschichte weiter. Nach der Annektion im Anschluß an den Krieg von 1870 ist das Deutsche Reich bestrebt, die Stadt zu vergrößern. Zu dieser Zeit wurde auch der Prunkplatz Place de la République mit dem Theater (dem heutigen Staatstheater TNS), der großen Post, dem Kaiserpalast und derzeitigen Sitz der Regionaldirektion für Kulturelle Angelegenheiten sowie der Präfektur und der Staatsbibliothek von Straßburg erbaut, die samt und sonders denkmalgeschützt sind! Eine völlig andere Stilrichtung vertritt die Aubette, auch bekannt als die „Sixtinische Kapelle der zeitgenössischen Kunst" am Place Kléber. Die Aubette beherbergte gegen Ende der 1920er Jahre einen weitläufigen Freizeitkomplex. Der viergeschossige Komplex ist ein Werk der drei Künstler Théo Van Doesburg, Jean Arp und Sophie Täuber-Arp.-



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14. vom Scheitel bis zur Sohle < Vgl. E.45,9 >

durch und durch; ganz und gar (Duden - Redewendungen, ³2008) 


(
www.gruene-zh.ch/Plaedoyer_LCH_fuer_Gfeller.691.0.html): < Werbung für einen politischen Kandidaten> Stadtratskandidat Matthias Gfeller. Ehrlich. Gradlinig. Loyal. Er ist ein Grüner vom Scheitel bis zur Sohle. Er war der «junge grüne» der Achtzigerjahre. Und er steht noch heute ein für eine gesunde Umwelt und eine solide Wirtschaftsentwicklung – pragmatisch, vermittelnd, erfahren. Immer im Zeichen der Nachhaltigkeit. Ein Plädoyer für Stadtratratskandidat Matthias Gfeller.-

(
www.beckmesser.de/komponisten/dessau/leonce.html): < Etymologisch bedingt wird dieses Phrasem zumeist bei Personen verwendet. In dem folgenden Zitat kommt es jedoch bei einem Abstraktum (Weltniveau) vor. Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll zudem das Interesse des Lesers wecken. Es wird stilistisch nicht ungeschickt am Ende des Beitrags wiederholt.>. Paul Dessaus Leonce und Lena: Weltniveau vom Scheitel bis zur Sohle. Zur westdeutschen Erstaufführung in Freiburg am 2.1.1980. Die Freiburger Oper hat sich in den letzten Jahren mutig dem zeitgenössischen Musiktheater geöffnet, wobei sie mit Aufführungen von Paul Dessau, und Fritz Geißler einen Schwerpunkt auf neue Werke aus der DDR setzte. Nun bot sie Dessaus fünfte und letzte Oper Leonce und Lena als bundesdeutsche Erstaufführung. Das einstündige Stück, Anfang 1978 vollendet, wurde vor einem Monat in Ost-Berlin (Regie: Ruth Berghaus) postum uraufgeführt. Dessau starb im letzten Juni. Das Textbuch von Thomas Körner basiert auf dem gleichnamigen Lustspiel von Georg Büchner. Von wenigen Hinzufügungen abgesehen, hält es sich an das Textmaterial der Vorlage, krempelt diese allerdings völlig um. Das Ganze ist stark gekürzt, die Szenen in der Reihenfolge vertauscht. Büchners polemische Anspielungen auf die idealistische Philosophie, die heute ohnehin nur noch von historischem Interesse sind, wurden ausgeblendet, die sozialkritischen Züge und die latenten Zynismen in den Dialogen vor allem des Königssohns Leonce dagegen in manchmal vergröbernder Weise akzentuiert. Die Inszenierung von Heinz Lukas-Kindermann verstärkte diese Tendenz. Leonce und Lena, das im Sumpf der Langeweile versinkende Liebespaar (Dieter Bundschuh und Gisela Büchner), stellt sich am Schluss als gleich korrupt heraus wie seine Umgebung. Zu den letzten Takten der Musik senkt sich von oben eine zuvor schon halb sichtbare Stacheldrahtwand herab, die die Besitzlosen von den Besitzenden trennt. Unterdrückung hüben und Luxus drüben gehen weiter wie bisher, nur unter verschärften Bedingungen – gesellschaftlicher Leerlauf mit erhöhter Tourenzahl. Neben solchen drastischen Bühnenwirkungen griff man in Freiburg auf zusätzliche Beschriftungen und Bebilderungen zurück, um das sozialkritische Potential von Büchners Text zu verdeutlichen. Im Foyer mischten sich Plakatträger mit der Losung des Königs Peter von Pipi, "Der Mensch muss denken", unter die Besucher, auf dem Vorhang waren politische Äußerungen Büchners zu lesen. Sinnfällig illustrierten Bühne und Kostüme von Hans-Georg Schäfer die Getto-Existenz der Luxusgesellschaft am Königshof. Eine Wand aus halbtransparenten Zerrspiegeln schloss den Bühnenraum rückwärts ab. Durch entsprechende Beleuchtung gaben sie den Blick auf die dahinter schimärenhaft aufblitzenden Traum- und Wunschvisionen der Hauptfiguren frei.(...) Gekonnt griff er die Errungenschaften der Wiener Schule und ihrer Nachfolger auf und verarbeitete sie auf sehr persönliche, den Zuhörer jedoch nie aus dem Blickfeld verlierende Weise. Selbstbewusst wird das Dienstbarmachen spätbürgerlicher Errungenschaften für den sozialistischen Gebrauch demonstriert: Weltniveau vom Scheitel bis zur Sohle.-

(
www.missioklinik.de/apostolat/barny/nivard/index.html): < Biographie eines Ordensbruders, der "vom Scheitel bis zur Sohle ein Mönch gewesen" war.> Bruder Nivard Georg Streicher. 1854-1927. Der "braune Abt" von Mariannhill. Man nannte ihn den "braunen Abt" von Mariannhill - ein "Genie in der Kutte". Er war Architekt, Ingenieur, Landvermesser, Farmer und Freund, die rechte Hand des Klostergründers Abt Franz Pfanners. Ohne ihn und die vielen anderen fähigen Brüdermissionare wäre Mariannhill nicht das Zentrum der Evangelisation im südlichen Afrika geworden, als das man es heute noch bezeichnen kann. Bruder Nivard Streicher - er wurde 1854 in Erding bei München als zweites von neun Kindern geboren - erlernte nach der Volksschule das Handwerk seines Vaters. Er wurde Bautischler und Zimmermann. Der erste Anstoß zum Ordensleben kam wahrscheinlich bei einer Audienz mit Papst Pius IX. in Rom. Der 19 jährige Georg erlebte es nach eigenen Worten so: "Den Stein, - den ich das Glück hatte - , aus den Händen des unvergesslichen Pius IX. zu erhalten, habe ich noch immer und er erinnert mich stets daran, dass der Heilige Vater mich bei der Audienz beim Ohr nahm und schüttelte, weil ich ihm auf eine Frage eine recht drollige Antwort gegeben habe. Vielleicht hat die Berührung dieser heiligen Hände das Ohr meines Herzens geöffnet, so dass ich die Stimme, die mich in den heiligen Ordensstand rief, hören und verstehen konnte." Von 1874 bis ca. 1877 leistete er Wehrdienst im "kgl. bayerischen Infanterie-Regiment Prinz Carl von Bayern". Er besuchte die "Feldwebelschule" und wurde als Fourier ausgebildet. Wieder entlassen, eröffnete er in München eine Kunsttischlerei und half unter anderem beim Bau der Auerkirche mit. Zu dieser Zeit gewann er bei der Lotterie das Hauptlos und ließ daraufhin mit dem Geld das Dach seines Elternhauses in Erding mit Kupfer decken. 1880 trat Georg Streicher - jetzt Bruder Nivard - ins Trappistenkloster Mariastern in Bosnien/Jugoslawien ein und legte am Heiligen Abend 1882 seine Profess ab. Zwei Tage später (im gleichen Jahr) begann Prior Franz Pfanner, der Gründer von Mariastern, im fernen Südafrika die Neugründung Mariannhill bei Durban. Beide Klöster, Mariastern und Mariannhill, unterstanden Pfanner. Erst 1883 verzichtete er auf das Priorat Mariastern, erbat sich aber vom Generalkapitel der Trappisten zehn Professen dieses Klosters, um sie nach Südafrika zu holen. Bruder Nivard war einer davon. (...). (Viele Jahre später.-S.E.) In Sankt Paul bei Arcen, der Niederlassung der Mariannhiller in den Niederlanden, fand der kranke Brudermissionar eine neue Heimat. Es ging ihm gar nicht gut. In einem Brief an Verwandte schrieb er, der sonst nie klagte: "Ich kann nicht schlafen und fühle mich recht elend. Schreiben geht nicht mehr.. ." An eine Rückkehr nach Südafrika war nicht mehr zu denken. Bruder Nivard fühlte den Tod nahen. Am 26. Februar 1927 rief Gott ihn zu sich. Auf dem Klosterfriedhof von Sankt Paul wurde er am 1. März zu Grabe getragen. Im Nachruf hieß es, Bruder Nivard sei vom Scheitel bis zur Sohle ein Mönch gewesen, aber gleichzeitig auch weltgewandt und blitzgescheit, wie nur wenige Mitbrüder seiner Gemeinschaft. Als Trappist hatte er begonnen. Nachdem Rom die Missionszentrale vom Orden löste (1909), wurde er Mariannhiller Missionar und blieb es bis zu seinem Tod. "Mariannhill wäre nicht geworden, was es wurde, hätte es nicht 39 Jahre einen solch fähigen Mann an maßgebender Stelle gehabt." (D. Seubert) Trotz aller äußerer Erfolge blieb Bruder Nivard ein bescheidener Mann. Er betete und arbeitete viel und wurde so zum Vorbild für seine Mitbrüder. Als rechte Hand Franz Pfanners und Freund der Afrikaner bleibt er in Erinnerung. Die großen Bauten seines Schaffens sind heute noch Zeugen seiner Genialität und Tatkraft: Gebete aus Stein und Mörtel.-



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15.  etwas ist (nur) ein Tropfen auf den heißen Stein

angesichts des bestehenden Bedarfs viel zu wenig; eine zu vernachlässigende kleine und daher wirkungslose Menge sein; viel zu wenig sein (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://annewill.blog.ndr.de/2008/07/04/das-volk-ist-unzufrieden/): < Kritischer Bloggerkommentar zur Demokratie.> - R.. 6. Juli 2008 19:34 Uhr. - Hmmm … die Sachlage ist viel komplexer, als viele es sich vorstellen. Viele denken, Demokratie besteht im Kern darin, dass das Volk (durch Wahlen und Abstimmungen) entscheidet. Das ist aber oft zu kurz gedacht. Schon vor langer Zeit hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass Volksabstimmungen nicht immer das (End-)Resultat haben, welches sich das Volk eigentlich mit seinem Votum erhofft hatte. Das hängt einfach damit zusammen, dass für eine “richtige” Entscheidung 2 grundlegende Vorraussetzungen gegeben sein müssen: Information (Transparenz) und Verstehen. Sprich: ich muss aussreichend ueber das, was zu entscheiden ist, informiert sein, und ich muss es in all seiner Tiefe und vor allem in all seinen Konsequenzen verstehen können. Die provokante Frage würde also lauten: was würde dabei herauskommen, wenn man diverse Vorschläge der Linkspartei (die wohl vor allem deshalb als “populistisch” gelten, weil sie in einer Volksabstimmung gute Chancen hätten) tatsächlich umsetzen würde. Aus meiner Sicht sind viele Dinge nicht zu Ende gedacht, entscheidende Hintergrundinformationen sind nicht allgemein bekannt, über die Konsequenzen, Auswirkungen und Nebenwirkungen wird im Schnellschuss selten nachgedacht. Deutschland ist nicht allein auf der Welt, wir befinden uns, ob wir wollen oder nicht, in einem Konkurrenzkampf mit der gesamten Welt um Ressourcen. Viele wollen um Deutschland herum eine Mauer aufziehen, um sich vom Rest der Welt abschotten zu können, nach dem Motto, wenn ich mich einschliesse kann alles beim alten bleiben. Aber das ist nicht realistisch. Das zeigt uns jetzt schon unsere totale Abhängigkeit vom Öl. Dass der bisherige Wohlstand durch Nichtstun aufrechterhalten werden könnte ist eine Illusion. Steuergelder in Milliardenhöhe wieder ans Volk zurückzuverteilen (siehe Pendlerpauschale) ist ein Tropfen auf den heissen Stein, das (!) ist in wenigen Monaten verpufft, bis die Steigerung der Ölpreise dieses komplett aufgefressen haben. Hier hilft nur ein wirkliches Nach- und Umdenken. Aber kann ein Volk aus 80 Millionen Menschen per Volksentscheid sich hier für einfache Lösungen entscheiden? Ich glaube nicht. Es ist die Aufgabe von politischen Strukturen, Lösungen für Probleme zu finden, die wir als einzelne Person vermutlich in ihrer Komplexität nicht so einfach erfassen werden können. Da hat uns die Politik allerdings in letzter Zeit ein wenig im Stich gelassen, denn letztendlich ist es nicht die Aufgabe der Politiker populäre Entscheidungen zu treffen, sondern richtige Entscheidungen. Zwingend erscheint mir hier, dass die Politik die Aufgabe hat, mehr Transparenz in ihre Entscheidungen zu bringen (d.h. sie muss Hintergründe aufklären und erklären), und die Medien haben hier an dieser Stelle auch eine grosse Aufgabe. Wenn die Entscheidungen “richtig” (d.h. nicht unbedingt populär) sind und hinreichend allen verständlich erklärt werden, dann wird auch das Volk am Ende nicht so gefrustet sein. (Die BILD Zeitung ist in diesem Zusammenhang genau das Gegenteil von dem, was wir brauchen: hier geht es nur um Popularitaet und Quote und selten um gehaltvolle gut durchdachte Hintergrundinformation). Im Augenblick gibt es aber leider die Tendenz, dass eher unrichtige aber populäre Entscheidungen getroffen werden oder wurden (die im Nachgang durch ihre Wirkunslosigkeit zu Frust führen), oder die richtigen Entscheidungen zu wenig erklärt wurden, was dazu führt, dass sich das Volk übergangen fühlt.-

(
www.udc.ch/file/031027d.doc): < Politische Entlastungsprogramme verpuffen oft wie "ein Tropfen auf den heißen Stein".> Aktuell.  Die Bundesverfassung wird missachtet! von Nationalrat Jean Henri Dunant, Basel. „Der Bund hält seine Ausgaben und Einnahmen im Gleichgewicht.“ Eben leider nicht! Das Eidgenössische Parlament hat im vergangenen Jahrzehnt wacker mitgeholfen, dass die Schuldenlast des Bundes auf 122 Milliarden Franken angestiegen ist, wobei der Souverän tatenlos mitverfolgte wie unsere Bundesverfassung laufend missachtet wurde. Die ausgewiesene Staatsverschuldung ist gerade nur die Spitze des Eisbergs. Die laufenden Passiven aufgrund von unterzeichneten Staatsverträgen und anderweitigen eingegangenen Verpflichtungen, lassen die Schuldenlast in den kommenden Jahren auf 200 Milliarden Franken in die Höhe schnellen. Deckungslücken bei den Pensionskassen der SBB, Post sowie die gigantischen Kostenüberschreitungen beim Bau der NEAT und anderer öffentlicher Werke des Bundes, werden katastrophale Folgen haben. Das Defizit der Invalidenversicherung (= IV) beträgt heute 1,2 Milliarden Franken; wenn die Kosten im gleichen Masse weiter ansteigen, wird die IV im Jahre 2010 über 20 Milliarden Franken beanspruchen! Selbst bei sofortiger Einleitung von rigorosen Sparmassnahmen würden die Kollateralschäden noch immer in die Milliarden gehen. Das kürzlich vom Parlament genehmigte Entlastungsprogramm ist ein Tropfen auf den heissen Stein. Allein die Zinsen für die Schulden der öffentlichen Haushalte gehen in astronomische Beträge. Mit dem bisherigen Steueraufkommen können diese gewaltigen Haushaltsüberschreitungen nicht finanziert werden. Der Staat denkt darüber nach, zu konfiskatorischen Massnahmen zu schreiten. Langsam treiben wir auf argentinische Verhältnisse zu.-

(
www.faz.net/.../Doc~E90A151372CD240DF962687FBA01990EB~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell ): < Der Flughafen Leipzig/Halle beschäftigt im Bereich der Luftfracht 2000 Mitarbeiter aus der Region. Bei mehr als 90 000 Arbeitslosen in der Region ist dies jedoch nur "ein Tropfen auf den heißen Stein". Der Text enthält weitere kursiv markierte Phraseme. >  Europa-Drehkreuz eröffnet. Leipzig/Halle strebt in die erste Luftfahrt-Liga. Von Christian Geinitz. 26. Mai 2008. Die Deutsche Posttochter DHL hat am Montag ihr europäisches Drehkreuz für Luftfracht am Flughafen Leipzig/Halle offiziell in Betrieb genommen. „Damit bauen wir langfristig unsere führende Position im globalen Expressgeschäft aus und geben diesem Tor zur Welt, den Menschen und der Wirtschaft in einer aufstrebenden Region Ostdeutschlands wichtige Impulse“, sagte der neue Vorstandsvorsitzende des Mutterkonzerns, Frank Appel, zur Eröffnung vor Journalisten. Leipzig spielt gern in der ersten Liga. Was im Fußball nicht einmal in Ansätzen gelingt, was mit der Olympia-Bewerbung immerhin tapfer versucht wurde, das erfüllt sich jetzt in der Luftfahrt. Leipzig mischt ganz vorne mit: Am Flughafen Leipzig/Halle ist eines der größten und modernsten Logistikzentren der Welt entstanden. Das Unternehmen DHL, der größte internationale Expressversender und Luftfrachtbeförderer, hat in den vergangenen zwei Jahren seinen Hauptumschlagplatz für Europa Stück für Stück von Brüssel-Zaventem nach Leipzig verlegt. Damit ist in Sachsen der zweitwichtigste DHL-Knotenpunkt entstanden, hinter Wilmington in Ohio für das Amerika-Geschäft und vor Hongkong für den Asien-Pazifik-Raum. Schon seit Ende März läuft der Frachtumschlag auf vollen Touren. Jeden Tag starten und landen fast 60 Maschinen auf der neuen Südbahn. Deren Bau war neben der Nachtfluggenehmigung eine der Voraussetzungen für den Umzug von Brüssel nach Sachsen. Seit 2007 können zwei Flugzeuge gleichzeitig starten oder landen, theoretisch sogar die Riesenmaschinen vom Typ Airbus 380. An jedem Werktag fertigen die DHL-Mitarbeiter mehr als 1500 Tonnen Fracht ab, die von Leipzig/Halle aus zu fast 50 Zielen in aller Welt gehen. Darunter sind auch weniger bekannte Ziele wie das Emirat Schardscha (Sharjah) oder der ehemalige Militärflughafen Balaton (Plattensee) bei Hévíz in Ungarn. (...). DHL beschäftigt in der ganzen Welt rund 300.000 Mitarbeiter und befördert mit 420 Flugzeugen etwa 1,7 Millionen Tonnen Luftfracht im Jahr. In Leipzig sind bisher 2000 Beschäftigte im Einsatz, bis 2012 soll ihre Zahl auf 3500 direkte und 7000 indirekte Mitarbeiter steigen. Das Frachtaufkommen dürfte nach DHL-Angaben von 1500 auf 2000 Tonnen am Tag anwachsen. Der Konzern, die Arbeitsagenturen und die örtliche Politik sind stolz auf die Beschäftigungseffekte, vor allem für Geringqualifizierte. 90 Prozent der Mitarbeiter stammten aus der Region, zwei Drittel seien zuvor arbeitslos gewesen, teilt die Deutsche Post mit. Freilich ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein: In Leipzig und Halle, den größten Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts, hatten sich im April mehr als 90.000 Personen arbeitslos gemeldet. Die Quote in der ostdeutschen Vorzeigestadt Leipzig ist mit 15,2 Prozent nicht nur höher als im deutlich schlechter beleumundeten Halle mit 14,8 Prozent. Sie ist auch die schlechteste in ganz Sachsen hinter Bautzen; drei Viertel der Gemeldeten im Bezirk sind Langzeitarbeitslose. Angesichts dieser Dimensionen überrascht es nicht, dass DHL rund 50.000 Bewerbungen erhalten hat, die meisten aus der Region.-



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16. alle Welt

jeder; alle (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
www.emk.de/060630_hamburg_posaunenfest.html): < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> 30/06 2006. "Jauchzet dem Herrn, alle Welt" - Unter diesem Wort aus Psalm 98 stand das Verbandsposaunenfest des BCPD-Nordwestverbandes, das am 10. und 11. Juni in der Christuskirche in Hamburg-Harburg stattfand. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Posaunenchores dieser Gemeinde trafen sich über 100 Bläser aus ganz Nordwestdeutschland unter der Leitung von Verbandsposaunenwart Heiko Müller. Zunächst wurde im CVJM-Heim Sunderhof fleißig geübt, denn für den Abend stand eine Serenade am Harburger Außenmühlenteich auf dem Programm. Die zwanzig Jungbläser lernten zwischendurch einen Teil von Hamburg kennen: Sie besuchten die Lotsenstation an der Elbe und gaben dort ein „Gastspiel“. Bei herrlichem Sommerwetter konnten die Spaziergänger sowohl dort als auch abends bei der Serenade gut trainierten Bläsern zuhören, die eine bunte Mischung aus klassischen Stücken und modernen geistlichen Choral-Variationen darboten. Ein Teil dieser Stücke war dann auch im Festgottesdienst am 11. Juni in der Christuskirche zu hören: „Highland Cathedral“, eine Melodie aus Schottland mit passender Schlagzeugbegleitung, das festliche „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ von Felix Mendelssohn Bartholdy und neben weiteren Stücken die moderne Choralfantasie „Wo ein Mensch Vertrauen gibt“ von M. Junker. Superintendent Uwe Onnen, der selbst Bläser ist, wies in seiner Predigt die 200 Gottesdienstbesucher darauf hin, dass sie wie im Psalm 98 beschrieben das Fröhlichsein in den Mittelpunkt des christlichen Lebens stellen sollten. Mit Freude können wir aller Welt den Glauben näher bringen. Freuen konnten sich bereits die Besucher des Gottesdienstes über die schwungvoll vorgetragenen Musikstücke. Wilfried Ottmann. Foto und Text.-

(
www.textlog.de/tucholsky-alle-welt-sucht.html): < Literarische Beleg für dieses Phrasem. Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll zudem das Interesse des Lesers wecken.> Alle Welt sucht. Von oben gesehen, sieht das ungefähr so aus: Alle gehen um einander herum und suchen, Fressen. Der Bär tappt nachts durch den Wald und brummt, weil er hungrig ist – er sucht ein Bienenloch oder etwas andres zur Aufplusterung seiner Speckhülle; der Arbeitslose wickelt mit frostzitternden Händen ein zerfetztes Zeitungspapier auseinander – vielleicht ist ein angebissenes Brot darin? der Japaner rülpst höflich und nimmt noch ein hochwohlgebornes Schüsselchen Reis – mit den Augen sucht er das minder schöne, weil er wohlerzogen ist; der Säugling stößt ungeduldig an der Mutter Brust. Liebe. Der Bankprokurist schwätzt schon zwei Stunden über Picasso und überhaupt die moderne Kunst – dabei zieht er sie mit den Augen aus; Feldwebel greifen dem Bauernmädchen unter die Röcke; ein Herr fragt zwinkernd den Hotelportier, wo man denn hier mal repunsieren (Siehe zu diesem Verb http://de.wikipedia.org/wiki/Fremdwort.) könne; ein Weicher sucht einen Weichen; die harrende Lehrerin bestellt ihren inzwischen erwachsenen Schüler auf Dienstag abend; die Tänzerin wirft während des Tanzes merkwürdige Blicke in die Loge, wo die Frau des Warenhausbesitzers geschmückt strahlt; Hans sucht Grete; Mätzchen, der Kanarienvogel, hüpft aufgeregt auf der Stange hin und her und schlägt mit den kleinen Flügeln, er muß mal. Geld. Millionen strömen morgens aus den grauen, rußigen Vorortbahnhöfen in die Stadt, ihre Schritte schlurren, eine Wolke von Menschendunst liegt auf ihnen; Freunde verraten ihre Freunde, während sie suchen; der Rentier entfaltet die Gewinnliste; der Bettler sucht einen, der ihm glaubt, dass er blind ist; Spieler suchen, halbirr, einen Pump unterzubringen; der Bankier sucht fremdes Geld. Alle suchen. Das vom Sessel herunterrutschende Geldstück und das abstürzende Flugzeug suchen die Erde – geliebte Schwerkraft! ein Mann sucht seinen Hund und der ihn; meine Mama sucht ihren Schlüsselkorb; Familien suchen eine Wohnung; ein Verzweifelter sucht einen Grund, weshalb er auf der Welt ist. Von oben gesehen, sieht das ungefähr so aus: Niemand hat das, was er eigentlich braucht. Alle Welt sucht. Theobald Tiger. Die Weltbühne, 11.08.1925, Nr. 32, S. 225.-

(
www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/73919/): < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> Alle Welt zu Gast in Bonn. 12.06.2001 - (idw) Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. DAAD-Stipendiaten aus aller Welt treffen sich an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Rund 400 ausländische Stipendiatinnen und Stipendiaten des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), die sich zur Zeit an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aufhalten, treffen sich vom 15. bis zum 17. Juni 2001 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten kommen aus 90 Ländern der Welt. Sie sind eingeladen, untereinander Kontakte zu knüpfen und sich über die Erfahrungen während ihres Deutschlandaufenthaltes auszutauschen. In der Regel haben die jungen Akademiker in ihrem Heimatland bereits ein Studium absolviert und sind nun zur Promotion in Deutschland oder streben andere, zusätzliche Abschlüsse an.-

(
www.ub.uni-konstanz.de/kops/volltexte/2000/593/pdf/lueg3005.pdf): < Das Phrasem im Titel eines Beitrags soll das Interesse des Lesers wecken.> "Wenn alle Welt Englisch lernt, dann sollten auch die englischen Muttersprachler eine Fremdsprache erlernen!" Universitätskanzler Ignaz Bender (Trier), Präsident der Welthochschulkonferenz, zeigt Besorgnis über das Verhältnis des Englischen zu den anderen Sprachen der Erde. Sein Vorschlag wäre revolutionierend: Der "Sprachenpakt" von Jacob Kornbeck. Ignaz Bender wurde 1937 in Freiburg/Br. geboren. Er ist Kanzler der Universität Trier und seit 1989 Präsident der Internationalen Hochschulkonferenz. In diesem Interview stellt er Betrachtungen an, wie das Verhältnis zwischen der Anglophonie und dem Rest der Welt geregelt werden könnte. Seit der Studienzeit (in der er u.a. AstA-Sprecher war und sich um die Jugendarbeit verdient gemacht hat), hat Bender zahlreiche Publikationen zur Hochschulpolitik veröffentlicht. Wie dieses Interview aber zeigt, ist Bender auch an bildungspolitischen Fragen lebhaft interessiert. Kornbeck: Ihre Vision vom Sprachenpakt zeigt, daß Sie auch über Fragen der Fremdsprachenvermittlung nachdenken. Aber was besagt eigentlich der Sprachenpakt?- Bender: Das Ganze läßt sich auf auf eine kurze Formel bringen: "Die nichtenglischsprachigen Länder verpflichten sich, für ihre Bürger unter den zu erlernenden Fremdsprachen immer mindestens Englisch anzubieten. Alle englischsprachigen Länder verpflichten sich im Gegenzug, daß sämtliche ihrer Bürger mindestens eine Fremdsprache erlernen." Ich habe von den "Bürgern" gesprochen. Das ist wichtig, denn sonst könnte man den Sprachenpakt so interpretieren, daß er nur für einen Teil der Bevölkerung zur Anwendung kommen soll. Also: Pro Bürger wenigstens eine moderne Fremdsprache, weltweit! -



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17.  nur für den/einen hohlen Zahn reichen/sein (ugs.)
                       
man verwendet dieses umgangssprachliche Phrasem, wenn Speisen sehr knapp bemessen sind bzw. nicht ausreichen


(www.dooyoo.de/imbiss-fastfood-national/burger-king-wiesbaden/539985/ ): < Detailreicher Fastfoodvergleich>.  Produkt: Burger King Wiesbaden. 28.02.01. Bewertung: Vorteile: Besser als McD, das Fleisch ist gegrillt, sauber. Nachteile: Fast Food bleibt Fast Food. Weil's besser schmeckt! So heißt's jedenfalls in der Werbung. Nun kann das ja jeder behaupten. Und hier scheiden sich ja die Geister, die einen lieben McD, die anderen BK. Ich werde mir mit dieser Meinung bestimmt die Feindschaft einiger radikaler McDoof-Fans auf mich ziehen, aber nun ja, ich bin Kummer gewohnt. Nun ja, ich mag den BigMac schon ganz gerne. Aber der Rest bei McD ?? Die Fritten schmecken nun mal nicht. Und der ganze Rest? Der Boden klebt, die Toiletten machen einen Eindruck als wären sie ein First Class Hotel für das Bakterium Totum. Kommt man also in einen Burger King, sieht man eine helle freundlich Räumlichkeit. Der Boden ist sauber, nahezu keine Schlangen an der Kasse und einen freundlichen und netten Service. Und schnell sind sie auch. Und da BK im Gegensatz zu McD sein Fleisch grillt, ist es auch schmackhafter. Und wahrhaftig gesünder. Wenn man den Fast Food als gesund bezeichnen möchte. Aber gegrillt ist fettfrei, im Gegensatz zu gebraten. Auch liegen einem die Mahlzeiten nicht so schwer im Magen, wie bei McD und es hält auch länger vor. Wenn ich mir bei BK einen Big King hole, bin ich länger satt. Der BigMäc ist nur eine Füllung für den hohlen Zahn bei mir. Aber zurück zu den objektiven Sachen. Die Einrichtung der BK ist typisch amerikanisch, währen McD sich mittlerweile europäisch gibt. Die Burger, oder besser die Whopper sind einfach besser, schöner belegt, schmecken "frischer". Die Fritten sind sowieso eine Wucht (naja, die im Blockhaus sind noch besser). Der Burger King ist etwas teurer als der McD. Dafür bietet man hier auch eine bessere Qualität. Die Burger liegen nicht schon seit morgens rum. Die Toiletten sind mehr als sauber, an der Tür hängen auch Schilder, wann die letzte Kontrolle war (stündlich). Wer schon mal die Not hatte, zu einem McD auf's Klo zu müssen, kennt das Problem: an der Schlange anstehen, nach dem Schlüssel fragen, um dann rückwärts wieder rauszufallen, weil einem irgendwelche Bakterien und Bazillen in Übergröße angrinsen. Im BK sieht man immer jemanden rumputzen oder fegen. Auch die Abräumwagen werden oft geräumt. Es stapelt sich also nichts. Und wenn man Sonderwünsche hat (den Whopper ohne Tomate), bekommt man die auch ohne Murren (bei McD bekommt man ab und an schon mal Morddrohungen aus der Küche, weil die Leute dafür ja neu angelernt werden müssen, das es ohne die Tomate sein soll). Auch wenn es mal zu Reklamationen kommt (ich hatte persönlich noch keine), werden diese klaglos entgegengenommen und einem Ersatz geliefert. Fazit: Ich bekomme mehr für's Geld, es schmeckt besser, es liegt nicht wie Pappe im Magen und hält auch länger satt. Der BK ist sauber, hell und freundlich. Und man wird wirklich schnell bedient, das ist noch Fast Food.-

(
www.zeit.de/1997/08/siebeck.19970214.xml): <Zu den unterschiedlichsten Ernährungsgewohnheiten und Delikatessen der Menschen. Das Phrasem "etwas ist/reicht nur für den hohlen Zahn" wird von Siebecks Großmutter als Kritik an kleinen Portionen verwendet.> Wolfram Siebeck: Ganz ohne Hemmungen. © DIE ZEIT 1997. Knabbern Sie lieber an kleinen Singvögeln, oder stehen Sie mehr auf lebende Jungaale? Bei den Delikatessen anderer Völker hört für viele der Spaß auf. Nur in österreichischen Restaurants fühlen sich alle wohl. Zu Recht! Der verstorbene Präsident François Mitterrand hat, so berichtete ein Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, gegen französisches Recht verstoßen, indem er am letzten Silvester seines Lebens zwei Fettammern aß. Deren Verzehr ist verboten. Diese Vögel, in Frankreich Ortolan genannt, werden nicht wie die Vögel in italienischen Küchen am Spieß gebraten, sondern zunächst gemästet, dann in ein Töpfchen gesteckt, das kaum größer ist als sie selbst, mit Butter oder Öl aufgefüllt und in dem Fett gegart. (...). Die Eskimos, habe ich mir sagen lassen, bezahlen Höchstpreise für Fliegenmarmelade, welche sie sich aber nicht aufs Brötchen schmieren, sondern als Beilage zum Robbenfilet essen. Das, wie gesagt, habe ich nicht selber gesehen, doch besteht kein Zweifel, daß die Menschen sich sehr unterschiedlich ernähren. Über Monsieur Bruno Comby, der lebende Grillen und Heuschrecken als Delikatesse preist, habe ich an dieser Stelle bereits berichtet. Austern, diese einmalige Köstlichkeit, schlucken wir lebend herunter; Hamburger, eine andere Einmaligkeit, werden mit den bloßen Händen zusammengepreßt, bevor ihre Liebhaber sie sich ins Maul schieben. Ausgepichte Feinschmecker tragen sogar stets eine silberne Taschen-Muskatreibe von Tiffany bei sich, um für den Fall gewappnet zu sein, daß ein von Gott verlassener Koch es bei einer Speise am richtigen Aroma hat fehlen lassen. Die eingangs erwähnte Fettammer habe ich übrigens auch schon gegessen, vor Jahrzehnten, als ihr Verzehr offenbar noch nicht verboten war. Das Restaurant von Feinkost Käfer in München hatte sie auf der Karte. Ob die Füße noch dran waren, weiß ich nicht mehr, aber ich fand's ganz lecker, wenn auch nur etwas "für den hohlen Zahn", wie meine Großmutter kleine Portionen zu kritisieren pflegte. Kleine Portionen, das habe ich seitdem gelernt, sind das Kennzeichen eines verfeinerten Essens. Viele kleine Portionen hinter- oder nebeneinander, versteht sich. Denn satt werden wollen die Liebhaber der Hochküche genauso wie die Anhänger der Hausmannskost.-

(
www.rudolf-josef-fischer.de/pilgerseiten/jakkap2.html): < Reise- bzw. Pilgerbericht, in dem über knapp bemessene Portionen berichtet wird. >. - Nordroute des Jakobswegs in Nordspanien (Camino del Norte). Kapitel 2: Von Bilbao nach Llanes. (...). Das Handbuch führt drei Unterkunftsmöglichkeiten auf. Wir wollen sie einfach der Reihe nach ansteuern. (...) Als erstes kommt das Hostal Casa Manuel, ich schelle forsch. Es stehen schon ziemlich viele Autos auf dem Parkplatz. Ein Mädchen holt eine zierliche junge Frau, die sich als Esther vorstellt. Pilger? Und wollen ein Zimmer? Moment, dann (strahlend): Ja, da haben wir noch genau eins frei, wie schön! - Manuel, der dazukommt, und Esther sind selbst Pilger gewesen; sofort sind wir dicke Freunde. Wir bekommen ein luxuriöses Zimmer mit eigenem Bad, für den Pilgersonderpreis von 5.000 P., statt 7.000 P., einschließlich Frühstück. Da strahlen alle. Später besuchen wir den Ortskern, noch 500 m entfernt, hauptsächlich die Kirche. In der Bar La Chata lauern wir, bis der Speisesaal geöffnet wird. Ich bekomme ein Tellergericht: Pommes, Fischfilet und merkwürdige überbackene Stangen, meine Frau hat eine Portion Sardinen bestellt. Als alles auf dem Tisch steht, lachen wir los: Bei mir ist alles bestens, aber ihre Sardinen sind ein halbes Dutzend winziger Fische auf einem kleinen Tellerchen, genug für einen hohlen Zahn. Wieder was gelernt; Sardinen sind sehr teuer. Kein Problem, wir teilen alles geschwisterlich. Was sind bloß diese Stangen? Schmecken gut, etwa wie Tintenfisch. Aber in Stangenform? - Es war tatsächlich Tintenfisch, wie wir später klären können. - Im "Casa Manuel" warteten noch Esther und Manuel auf uns, weil wir gesagt hatten, wir wollten vor dem Schlafengehen noch etwas trinken. So plaudern wir noch etwas. Leider ist die Verständigung mühsam: Esther spricht etwas Englisch, aber kaum verständlich; aber auch das Spanisch der beiden macht mir große Mühe. Schade! Esther ist Reiki-Meisterin (was auch immer das genau ist); deshalb ihre Körperhaltung, kerzengerade wie die einer Balletttänzerin.-

 

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