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B.2.5   MISSMUT - ÄRGER - WUT

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1. kurz angebunden sein

unfreundlich und abweisend sein; sehr knappe Antworten geben (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://www.tischtennis.de/aktuelles//details.php?id=5872): < Sportbericht.> -. Trauer um Rainer Lotsch. Berlin. Die Tischtennisfreunde in Deutschland trauern um Rainer Lotsch. Der Manager des Damen-Bundesligisten 3B Berlin Tischtennis ist, wie erst jetzt bekannt geworden ist, bereits am Freitag im Alter von 68 Jahren gestorben. Lotsch starb an den Folgen einer kurzen, schweren Krankheit. Erst im Mai bemerkte der rührige Tischtennisenthusiast, dass er schwer erkrankt war. Doch alles Hoffen erfüllte sich nicht - der Kampf gegen die Krankheit ging verloren. In seiner beispiellosen Karriere als Funktionär in Sachen Tischtennis musste Lotsch in zwei verschiedenen Systemen so manchen Kampf austragen. Zuerst in der ehemaligen DDR, später dann, nach 1990, im vereinten Deutschland. Doch so groß die Probleme, so groß der Stress auch waren: Rainer Lotsch blieb immer Sportsmann - durch und durch. Zwar konnte er manchmal etwas "kurz angebunden" sein, doch wenig später war er dann auch sofort wieder der charmante Gesprächspartner, oft kantig und gerade heraus, aber nie verletzend. Einer, der viele Jahre sportlich mit Lotsch so manchen Kampf ausgefochten hat, ist Roland Haug, der ehemalige Manager vom TV Busenbach. "Ich habe Rainer Lotsch als fairen Sportsmann kennen und schätzen gelernt, der mit seinem idealistischen Selbstverständnis nicht nur für seinen Verein, sondern generell für das Damen-Tischtennis in Deutschland immens viel bewirkt hat. Mein tiefer Respekt gilt vor diesem Hintergrund der Lebensleistung einer der renommiertesten Führungspersönlichkeiten im deutschen Tischtennis", schreibt Haug. Auch Willy Schweinberger, Manager des amtierenden Deutschen Meisters TTC Langweid, würdigt den Mann aus Berlin: "Ich habe Rainer Lotsch sehr geschätzt. Vor allen Dingen habe ich seine familiäre Fürsorge für sein Team, für seine Spielerinnen bewundert. Er war mit Herz und Seele ein Mann für den Tischtennissport." (...). Axel und Martina Emmert. 

(
http://www.krimiblog.de/97/hefte-raus.html.): - < Bloggerkommentar.> -Das Ende des „Goldenen Zeitalters” wird oft mit dem Jahr 1939, also dem Beginn des zweiten Weltkriegs, datiert. Trotzdem wurde die Tradition des Detektivromans auch bis in unsere Zeit fortgeführt, zum Teil mit Varianten, aber der Kern (Mord, Mordermittlung, Aufklärung, Täterüberführung) blieb bestehen. Zu den wichtigen Autorinnen, die der Tradition des Detektivromans verpflichtet sind, gehören unter anderem Margaret Millar, P.D. James oder aber Martha Grimes. Eine weitere Variante des Detektivromans liefert Georges Simenon (1903-1989) mit seinen „Maigret”-Romanen. Maigret ist kein überheblicher Detektiv, er ist tief verbunden mit dem kleinbürgerlichen Milieu, in dem er ermittelt. Die Opfer erscheinen bei Simenon oft als schlechte Charaktere, so dass der Leser mit dem Täter sympathisieren kann. Maigret ist kein Superheld wie etwa Sherlock Holmes, er ist sehr menschlich, hat Launen und kann sehr kurz angebunden sein. Ihn interessiert bei seiner Ermittlungsarbeit nicht so sehr das „Wer war es?” (Whodunit?) – sondern das „Warum?”, das Motiv der Tat und die psychologischen Hintergründe. Ähnliche Strukturen lassen auch die Krimis von Friedrich Glauser   (1896-1938) erkennen, der mit Wachmeister Studer ebenfalls einen kleinbürgerlichen Detektiv erfunden hat.





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2.  Es ist, um auf die Bäume zu klettern! (ugs.) (salopp scherzhaft) <Das Phrasem ist relativ selten im Internet belegt > < Vgl. H.3,1 > < Im Internet finden sich relativ wenige Belege>

es ist zum Verzweifeln (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
www.dic.academic.ru/dic.nsf/ger_enc/46069/Es):- < Erläutrung des Phrasems.> -  Es ist, um auf die Bäume zu klettern. Die umgangssprachliche Redensart steht für »es ist zum Verzweifeln«:  Es ist, um auf die Bäume zu klettern; jetzt habe ich ihn wieder verpasst. 7 : 0 haben wir verloren, es ist, um auf die Bäume zu klettern! - Das sprachlich Bild spielt scherzhaft übertreibend darauf an, dass jemand vor Wut, Zorn »hochgeht«.

(
http://www.dwds.de/?kompakt=1&qu=Weihnachtsbaum.):- Wörterbuchauszug.> -  Baum, der; -(e)s, Bäume /Verkl.: Bäumchen, Bäumlein/
   1. größtes und stärkstes Gewächs auf unserer Erde mit einem einzigen Stamm aus Holz, mit Zweigen, die Blätter oder Nadeln tragen, und mit einer Krone: im Herbst fällt das Laub von den Bäumen; der Herbstwind fegte die bunten Blätter von den Bäumen; die trockenen Nadeln fallen von selbst von demBaume ab; dieser B. hat schon mehrere Jahre nichts getragen, ist eingegangen, muß umgehauen, geschlagen, niedergelegt werden; im Frühling schlagen die Bäume aus, blühen, bekommen neue Blätter, müssen verschnitten, versetzt werden; die Bäume breiten ihre Äste aus, wiegen sich im Winde, ächzen im Sturm, geh. spenden Schatten⌉; junge Bäume anpflanzen; das Bäumchen muß man anbinden; den B. abernten, kappen, veredeln; Kinderspiel Bäumchen wechseln⌉; auf einen B. klettern; /bildl./ salopp scherzh. das ist, um auf die Bäume zu klettern (um den Verstand zu verlieren)⌉; die Axt an den B. legen; eine Leiter an einen B. anlegen; an einen B. anprallen; sich unter einen B. setzen; d. Laub, Blätter, Zweige, Äste, Blüten, Früchte, Wurzeln, Rinde eines Baumes; ein junger, alter, knorriger, blühender, entlaubter, kahler, gesunder, kranker, toter, hohler, morscher, verdorrter, abgestorbener, eingegangener, umgestürzter B.; unsere heimischen Bäume; diese Eiche ist ein tausendjähriger B.; ein Wald von herrlichen, breitästigen Bäumen; unter uralten Bäumen; Bäume können über hundert Meter hoch werden; er ist groß und stark wie ein B., hält sich gerade wie ein B.; bibl. der B. der Erkenntnis (der Baum im Paradies, von dem zu essen Adam und Eva verboten war)⌉; /bildl./ Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,/ Und grün des Lebens goldner Baum Goethe Faust I 2039; /übertr./ umg. Bäume ausreißen (können) (sehr kräftig sein, sich sehr stark fühlen); er reißt keine Bäume aus (ist nicht sehr leistungsfähig); er sieht den Wald vor Bäumen nicht (übersieht das Wichtigste vor unwichtigen Einzelheiten)⌉; /sprichw./ es ist dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel wachsen (allem ist eine natürliche Grenze gesetzt); auf einen Hieb fällt kein B. (große, schwere Arbeit erfordert Ausdauer); alte Bäume soll man nicht verpflanzen (alten Menschen soll man keine neue Umgebung zumuten). 

< Authentische Fanäußerung. > - Der FC Augsburg hat schon wieder verloren, es ist, um auf die Bäume zu klettern!

-
Baumklettern für Kinder. Mit Erwachsenen ist es oft, um auf die Bäume zu klettern! Deshalb lassen wir sie mal schön auf dem Boden ihrer Tatsachen und schwingen uns in die Baumkronen der Schöpfung. Entdecken die Natur, spüren die eigene als auch die Schwerkraft. Und seilen uns ab in die Höhen kindlicher Phantasie.


(
http://www.blattwerk-gartengestaltung.de/lustspiel/Blattwerk_-_Lustspiel_Garten_Text.doc. ):  Baumklettern für Kinder. Mit Erwachsenen ist es oft, um auf die Bäume zu klettern! Deshalb lassen wir sie mal schön auf dem Boden ihrer Tatsachen und schwingen uns in die Baumkronen der Schöpfung. Entdecken die Natur, spüren die eigene als auch die Schwerkraft. Und seilen uns ab in die Höhen kindlicher Phantasie.


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3.  an die Decke gehen (ugs.)

aufbrausen; sehr zornig, wütend werden (Duden - Redewendungen, ³2008) < Vgl. hierzu das Phrasem "
(gleich/schnell/leicht) in die Luft gehen (ugs.)" mit ähnlicher Bedeutung B.2.5,16 und B.2.10,7 >


<
Bloggerin > - Ich bin gerade sooo (!) wütend, dass ich alles kurz und klein schlagen könnte. Ich könnt an die Decke gehen! Und zwar habe ich da eine Freundin - meine beste Freundin, und sie kopiert mich, in jeglicher Weise, mittlerweile hören wir dieselbe Musik, haben dieselbe Kleidung (von Kopf bis Fuß), gleiche Hobbys, Haarschnitt und Vorlieben. sie spricht sogar in dem Ton und in der Art wie ich!

<
Psychologische Ratschläge. > - Wenn ich mal wieder an die Decke gehen könnte, dann schließe ich die Augen, atme fünfmal tief durch und sage zu mir "Ich bin stärker als die Wut in mir!". Kaum zu glauben, aber dadurch bin ich viel gelassener geworden! Ich habe gelernt, dass es nichts nützt, sich sinnlos aufzuregen. Wer gelassener ist, kommt schneller an sein Ziel!

(
http://www.menshealth.de/health/hirn-psyche/stress-schuettet-hormone-aus.100707.htm.): <  Psychologische Ratschläge. >- Stress ist immer subjektiv. Manche Menschen bringt scheinbar nichts aus der Ruhe, während andere schon bei Kleinigkeiten an die Decke gehen. Aber auch ein und derselbe Mensch kann heute mit einer neuen Aufgabe gestresst und überfordert sein, die er morgen als positive Herausforderung empfindet. Stresserleben ist ein subjektives Phänomen. Und gerade darin liegt der Ansatzpunkt, wie man sich vor den negativen Folgen von Dauerstresssituationen schützen kann. Eine stressfreie Arbeitswelt ist schwer vorstellbar. Es liegt vor allem an uns selbst, mit welchem Blick und mit welchen Emotionen wir an die alltäglichen

(http://www.presse.dak.de/ps.nsf/sbl/E47A61989927E034C1257568005BFB58?open.): - < Psychologische Ratschläge. > - Das eigene Stress-Verhalten prüfen: Kritik hört vermutlich niemand gern. Im Job gehört sie aber nun einmal dazu, um das Beste für alle Beteiligten zu erreichen. Prüfen Sie, wie Sie in solchen Situationen reagieren:Gehen Sie hoch wie ein HB-Mänchen, wenn Sie jemand kritisiert? Dann nehmen Sie sich vor, erst mal langsam bis zehn zu zählen, bevor Sie antworten. Oder fressen Sie Ärger in sich hinein? Dann üben Sie mit guten Freunden, wie man Kritik konstruktiv äußert – und wenden Sie das später im Job auch an. Wer Ärger im Alkohol ertränkt oder mit Medikamenten betäubt, wird ihn nicht wirklich los. Suchen Sie sich unbedingt Hilfe, bevor Sie irgendwann an die Decke gehen.



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4.  in Fahrt sein/kommen (ugs.) < Vgl. B.2.2,4 >

sehr wütend sein und schimpfen (Duden - Redewendungen, ³2008)


( Der Streit | Leben | ZEIT ONLINEwww.zeit.de › DIE ZEIT ArchivJahrgang: 2005Ausgabe: 21: - < Historikerstreit.> - Der Streit. Mit seinem Buch »Hitlers Volksstaat« hat Götz Aly eine lebhafte Debatte ausgelöst. Er nimmt das Thema sehr persönlich, weil es um seine eigene Vergangenheit geht und die seines Vaters. (...). Er zieht den Band (Axel Schildt, Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts) aus seiner Aktentasche und hält ihn hoch. »Warum, frage ich Sie, steht in den Kapiteln zum Nationalsozialismus nicht, dass 1938 erstmals alle Rentner in Deutschland krankenversichert wurden? Dass es 1941 zu einer deutlichen Rentenerhöhung kam? Warum finden wir kein Wort zu den Sozialleistungen?« Das ist Alys Thema. Er meint, vereinfacht ausgedrückt: Das Hitler-Regime hat die Deutschen mit Sozialleistungen, Wohnungen und Geld bestochen, damit sie sich im Nationalsozialismus wohl fühlen und den Krieg ertragen. Aly nennt das »Gefälligkeitsdiktatur«. Schildt erwidert leise, dass er die Lexikon-Texte nicht selbst geschrieben, sondern herausgegeben habe. Außerdem könne man nicht jeden Aspekt eines Themas beleuchten. Doch Aly ist in Fahrt. »Es passt Ihnen nicht in den Kram! Denn dann müssten Sie etwas Positives zum NS-Staat sagen! Wer Hitlers Erfolg verstehen will, muss die Fakten auf den Tisch legen!« (Götz Aly, Hitlers Volksstaat).

(
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/419616.): < Für ältere Semester nicht ganz verständliche Geschichte.>-  Was macht eigentlich „Der Wolf?“ Text: groover_washington. Lets dance (sic)  ist mir etwas unglaubliches passiert. Bürger Lars Dietrich stand in meinem Spätkauf vor dem Kühlregal und wirkte völlig unentschlossen, zwischen Harzer Roller und 0,1 Prozent Fett Erdbeer Joghurt. (...). Jetzt aber stand er leibhaftig vor mir. Ein Star vor dem Ice. Naja fast. Gefrieren tut gemeinhin in einem Kühlregal nichts. „Entschuldigung, es ist ja sonst nicht meine Art, aber sind sie nicht Bürger Lars Dietrich?“ Das Neonlicht an der Decke flackerte genau so unsicher vor sich hin, wie ich mich fühlte.  Bürger Lars Dietrich dreht sich zu mir um, ich kann nun erkennen, dass er eine Kindermilchschnitte in der Hand hält. Genau das Ding, vor dem mich meine Eltern immer gewarnt hatten. „Tut mir leid, ich bin nicht Bürger Lars Dietrich, ich bin „Der Wolf.“  „Und ich bin das kleine Rotkäppchen!“ äffe ich mit gespielter Kinderstimme ungefähr zehn Oktaven zu hoch, beruhigt, keinen Prominenten vor mir zu haben, sondern einen neurotischen Berliner, der sich für ein Fabelwesen hielt. „Rehrücken findest du übrigens hinten in der Gefriertruhe, nur so von Rotkäppchen zu Wolf.“ Immer noch rede ich wie Stefan Äffenberg aka (?) Nachbarinnenbeglücker. „Ay, du Scherzkeks ICH BIN DER WOLF!“ Der Wolf schaut dabei grimmig aus der Wäsche. Er umklammerte dabei die Kindermilchschnitte in seiner Hand ein Stückchen fester. Augenscheinlich total durchgeknallt. Bei solchen Leuten hilft nur: mitspielen. Ihre ganz persönliche Persönlichkeitsstörung akzeptieren – natürlich ganz persönlich – und ihnen damit ein gutes Gefühl geben. „Ja klar, der Wolf. Natürlich. In Ost-Brandenburg soll der schon wieder heimisch sein, dass sich aber schon einzelne Exemplare bis in die Mitte Berlins trauen, ist mir neu. Aber nichts ist unmöglich, schließlich soll es im Tiergarten Wildschweine geben. Warum dann nicht auch Wölfe?“ „Du CLOWN!“ Der Wolf kommt richtig in Fahrt, sein Gesicht läuft rot an. Ein Schizo, wie er im Buche steht. „Ich klauen? Nie im Leben, ich kenn doch den Besitzer hier vom Spätkauf, den Mehmet Ivit, ein Türke der so genannten zweiten Generation. Letztens war ich in seinem Büro und weißt du, was der auf seinem Computerbildschirm hatte: einen Migrationshintergund, seine türkische Frau und seine fünf Kinder. Unter uns, die vermehren sich ja wie Karnickel – essen Wölfe für ihr Leben gern!“ „Alter, du bist total verrückt lass mich gefälligst in Ruhe.“ Das Neonlicht flackert hektisch an der Decke. Können Röhren fühlen? Nein, nur Hirsche können röhren um Gefühle auszudrücken, zum Beispiel wenn sie Angst vor dem Wolf haben. Der Wolf rennt an mir vorbei und lässt die Kasse links liegen, die Kindermilchschnitte immer noch in der rechten Hand. Der Alarm löst aus. Ein hohes Piepsen erfüllt den Raum. Mehmet schaut mich entgeistert an. „Groover, du hast doch mit dem geredet, wer war das?“ „Er nannte sich „Der Wolf.“ „Oh shit.“ „Herr Ivit.“)



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5. Gift und Galle spucken/speien (ugs.)

sehr wütend sein; ausfallend, gehässig werden (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://de.wikipedia.org/wiki/Galle.): - < Phraseme und Psychosomatik.> - In der Humoralpathologie der Hippokratiker, die um 400 v. Chr. entwickelt wurde und die medizinische Lehre für über tausend Jahre bestimmte, bis sie mit Paracelsus an Bedeutung verlor, nimmt die Galle eine zentrale Rolle ein. Es wurde dabei zwischen Gelber Galle und Schwarzer Galle unterschieden. Diese beiden gehören, neben Blut und Schleim, zu den vier so genannten Kardinalsäften. Befinden sich diese im Gleichgewicht (Eukrasie), sei der Mensch gesund. Bei einem Ungleichgewicht (Dyskrasie) komme es zur Krankheit. Gelbe Galle werde in der Leber produziert und mit Cholerikern assoziiert. Als schwarze Galle wurde geronnenes Blut fehlgedeutet. Es werde nach der Humoralpathologie in den Hoden und der Milz produziert und mit Melancholikern (von mélaina cholé, schwarze Galle) in Verbindung gebracht. Sprichwörtliche Ausdrücke wie „mir kommt die Galle hoch“ beziehungsweise "Gift und Galle spucken" , beides Metaphern für Wut, begründen sich in dieser Lehre.

- Kein Wunder, dass viele Berater derzeit Gift und Galle spucken, wenn sie auf dieses brisante Buch von Thomas Leif, Beraten und verkauft  angesprochen werden.

(
http://www.kulturpur.de/de/deutschland/buehnen/buehne/stadttheater+heilbronn/spielplan/2010-02/stueck/das+feuerwerk.): -< Theterkritik. - Siehe auch unter Feuerwerk (Musikalische Komödie) und Feuerwerk (Film).> - Das Feuerwerk von  Paul Burkhard. (...). Ihren Titel trägt diese Komödie wirklich zurecht: Der ganze Abend ist ein einziges Feuerwerk an witzigen Szenen und wunderbaren musikalischen Ideen. Das zwischen Operette und Musical changierende Lustspiel aus dem Jahre 1950 mit seinem bekanntesten Schlager Oh mein Papa brachte dem Komponisten Weltruhm ein und sorgt für gute Laune in den Zuschauerräumen, wenn auf der Bühne zwei völlig gegensätzliche Welten aufeinander prallen. Der 60. Geburtstag des Fabrikanten Albert Oberholzer soll gemütlich gefeiert werden. Die ganze Verwandtschaft ist schon versammelt, da platzt plötzlich das schwarze Schaf der Familie, der seit 30 Jahren verschollene jüngste Bruder des Jubilaren, Alexander Oberholzer, in die betuliche Runde. Endlich kommt Stimmung auf, denn Alexander nennt sich inzwischen Obolski, ist Zirkusdirektor und hat viel zu erzählen. Von seiner charmanten Gattin Iduna ist sofort die gesamte Männerschar begeistert, während die Ehefrauen heimlich Gift und Galle spucken. Iduna schwärmt in gebrochenem Deutsch von ihrem Papa, der »eine wunderbare Clown« war. Des Jubilaren Tochter Anna ist so vom Zirkusleben fasziniert, dass sie auf der Stelle Artistin werden möchte. Iduna indes verspürt angesichts dieser friedlichen Idylle eine heimliche Sehnsucht nach Plüschsofas und Suppenterrinen ... Burkhard, der ein grandioser Theaterpraktiker war, verhalf mit Das Feuerwerk dem Genre Operette zu neuem Glanz. Er maß den Textbüchern eine stärkere Bedeutung zu, griff auf Stilmittel von Offenbach und der deutschen Spieloper zurück und ließ sich von Kurt Weill, dem französischen Chanson und amerikanischen Musicals inspirieren.

 

( http://www.webnews.de/kommentare/224616/0/Gift-und-Galle-Wut-Zwei-Gedichte.html.):

GIFT UND GALLE.

Wenn Kopf und Bauch nicht harmonieren,

geht einem manches an die Nieren.

Dann ist die Galle voller Gift,

das, wenn verspritzt, die andern trifft.





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6. Haare auf den Zähnen haben (ugs.)

< Dieses umgangssprachlich verwendete Phrasem müsste phraseographisch ähnlich wie das Phrasem "die Hosen anhaben" in einer Einzelstudie ausführlicher mit Hilfe eines repräsentativen Korpus untersucht werden, damit die sozio-kulturellen Bedeutungsveränderungen in der Diachronie genauer herausgearbeitet werden können. Siehe hierzu ETTINGER, S. (2009): „Haben die Männer am Grill die Hosen an? Phraseographie und Sprachwirklichkeit“  in: MELLADO BLANCO, C. (Hrsg.): Theorie und Praxis der idiomatischen Wörterbücher, (= Lexicographica, Series Maior, Band 135).Tübingen: Niemeyer, 45-64. - Inhaltsverzeichnis des Sammelbandes: http://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/176906
In den meisten ein- und zweisprachigen Wörterbüchern wird dieses Phrasem heute ausschließlich auf weibliche Personen bezogen, um eine bissige, schroffe, rechthaberische, cholerische, streitsüchtige, leicht erregbare, streitbar-aggressive usw. Verhaltensweise zu charakterisieren. Hierher gehört die Umschreibung im
Duden Redewendungen  (Band 11) 1992: bissig (und bösartig) sein; schroff (und rechthaberisch) sein. Das Duden Universal Wörterbuch (1989) und ebenso das Duden Universal Wörterbuch (2007) verweisen jedoch auch auf den Aspekt der Durchsetzungsfähigkeit von "zahnbehaarten" Frauen. Duden Universal Wörterbuch (1989): "von schroffer, herrschsüchtiger, streitbar-aggressiver, rechthaberischer Wesensart sein ( und sich auf diese Weise behaupten)." Schemann unterscheidet schon 1993 in seiner Deutschen Idiomatik diese beiden Bedeutungen und hebt in durchaus anerkennender Weise die Durchsetzungsfähigkeit weiblicher Personen hervor. (Schemann 1993: 295): "2. Die Rollaberg? Die läßt sich auch von den Männern in eurer Abteilung nicht fertigmachen, da brauchst du keine Sorgen zu haben. Die hat Haare auf den Zähnen. Und wenn die ganze Abteilung gegen sie ist - die weiß sich durchzusetzen." Der Duden Redewendungen (Band 11)  passt sich in seinen verschiedenen Auflagen der allmählichen Bedeutungserweiterung an und umschreibt das Phrasem in der 2. Auflage (2002) wie folgt: "(in Bezug auf weibliche Personen) von schroffer, herrschsüchtiger, aggressiver Wesensart sein und sich auf diese Weise behaupten." In der 3. Auflage (2008) heißt es dann: "(bes. in Bezug auf weibliche Personen) sich durch (verbale) Schroffheit und Agressivität gut behaupten können, sehr wehrhaft sein." - Zum besseren Verständnis des Phrasems wäre es auch wichtig, eventuelle diatopische und diachronische Bedeututungsdifferenzierungen zu untersuchen. Das Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache von Ruth Klappenbach/ Wolfgang Steinitz (Berlin 1982: 4416) bringt folgende Umschreibung: "sie hat Haare auf den Zähnen (weiß sich zu wehren, verteidigt ihr Recht)."  Das bekannte Goethezitat (siehe weiter unten in den Textbelegen), in dem Goethe 1823 gegenüber Eckermann die Meinung vertritt, man müsse Haare auf den Zähnen haben und mitunter etwas grob sein, um sich in Berlin über Wasser zu halten, wiederum lässt vermuten, dass im damaligen Sprachgebrauch bei diesem Phrasem vor allem die Durchsetzungsfähigkeit bekannt und die Verwendungs des Phrasems noch nicht geschlechtsspezifisch war. Literarische Belege aus dem frühen 19. Jahrhundert weisen in die ähnliche Richtung. Siehe hierzu  Heinz von Stein der Wilde genannt, als Mädchenräuber und kühner Raubritter  books.google.de/books?id=m3pCAAAAcAAJ  (1840:22):  „Gnädiger Herr! ich bringe hier einen Burischen (sic), der Haare auf den Zähnen hat und eine Faust so stark wie eine Bärentatze. Er will in deine Dienste treten, wenn du ihn würdig dazu findest."   Eine weitverbreitete Sammlung deutscher Redensarten, die Albert Richter 1889 unter dem Titel Deutsche Redensarten. Sprachlich und kulturgeschichtlich erläutert (Leipzig: Richard Richter)  herausgab und die 1930 in der fünften Auflage erschien, lässt erkennen, dass im 19. Jahrhundert offensichtlich noch keine Genusrestringierung auf weibliche Personen bei diesem Phrasem bestand. Es heisst in dieser Sammlung zu Haare auf den Zähnen haben (Nr. 71): "sagt man von rauhbeinigen, derben Menschen, die sich nichts bieten lassen, die man nicht reizen darf."  Eine recht plausible etymologische Erklärung für den Bedeutungswandel findet sich im ZEIT-Lexikon, Zitate und Redewendungen, Bd. 20,  Zeitverlag Gerd Bucerius: Hamburg), 2005: 247: "Dem konventionellen Vorstellungsmuster zufolge hat sich unter weiblichen Vorzeichen allerdings abwertend Stärke in Schroffheit und Couragiertheit in Aggressivität verkehrt." Inzwischen finden sich aber im Internet auch schon Belege neueren Datums, in denen das Phrasem sogar bei männlichen Personen ( Rechtsanwalt, Börsenmakler usw.) Verwendung findet. Im http://www.redensarten-index.de/suche.php) werden folgende authentische Sprachbelege erwähnt: "Ihr übervorsichtiger Vormund Dr. Bartolo hat nämlich richtig Haare auf den Zähnen und erlaubt Rosina nicht einmal, aus dem Haus zu gehen"; "Ansonsten sollte sie sich dringend einen guten Familienrechtler suchen, der 'Haare auf den Zähnen' hat und sich nichts gefallen lässt". - Beim gegenwärtigen Forschungsstand könnte man folgende Umschreibung vorschlagen. >

1. (in Bezug auf weibliche Personen) von schroffer, herrschsüchtiger, aggressiver Wesensart sein;

2. (in Bezug auf weibliche und auch auf männliche Personen) durch verbale Schroffheit und Agressivität durchsetzungsfähig sein.

 


(
Haare auf den Zähnen haben – Wiktionary. ): < Angaben zur Bedeutung.>Sie hat Haare auf den Zähnen — sie ist dominant, herrschsüchtig, einem Streit nicht abgeneigt. Sowohl negativ als auch eher anerkennend gebraucht.


(http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20070921020549AAgu0ez.): < Kollektiv erarbeitete Etymologie.> - Haare auf den Zähnen haben? - Woher stammt die Redewendung und welchen Sinn hat sie. Beste Antwort - Ausgewählt vom Fragesteller. - In früheren Zeiten war eine starke Behaarung ein Zeichen für Männlichkeit und Stärke. Als Überspitzung bzw. Zeichen, dass jemand ganz besonders stark war, sagte man 'der hat sogar noch auf den Zähnen Haare'. Die heutige Anwendung auf Frauen soll aussagen, dass sie mit den 'starken Männern' besonders gut mithalten kann, deutet aber in negativer Hinsicht auf Defizite in Bezug auf die Weiblichkeit hin." Was kaum bekannt ist, der Ausdruck "Haare auf der Zunge oder den Zähnen" wurde im Mittelalter zunächst verwendet, um die Ehrlosigkeit eines Gewerbetreibenden zu beschreiben. Im Laufe der Zeit waren tapfere Krieger solche mit "Haaren auf der Zunge (bzw. Zähnen)". Als schließlich im letzten Jahrhundert einige Frauen immer stärker in vormals rein männliche Berufszweige drängten, wurden sie zwiespältig betrachtet und mit dieser Redewendung bezeichnet. Denn diese Frauen wurden zwar für ihre Durchsetzungskraft bewundert, entsprachen aber gleichzeitig nicht den gesellschaftlichen Erwartungen.

(http://www.mysnip.de/forum-archiv/thema/4054/599606/Haare+auf+den+Z%E4hnen.html.): < Forumsbeitrag.> - Haare auf den Zähnen von Cologne2 - am 03.10.2004 14:49. Also ich kenne diese Aussage nur in Bezug auf Frauen und dies im negativen Sinn. "Die! hat Haare auf den Zähnen". Gemeint ist damit eine Frau, die eher männlich (hart) und dabei abweisend auftritt. Unnahbar, streng. Kurze Sätze im Befehlston. Mehr Mann als Frau. Man kann auch sagen, mit der ist nicht gut Kirschen essen. ( D.9,1) So kenne ich das.

(http://www.dic.academic.ru/dic.nsf/ger_enc/62738/Haare): < Angaben zur Etymologie und zum Gebrauch des Phrasems.> - Haare auf den Zähnen haben. Der heute nur noch auf Frauen bezogenen umgangssprachlichen Wendung »Haare auf den Zähnen haben« in der Bedeutung von »schroff und aggressiv sein« liegt wohl die Vorstellung zugrunde, dass starke Behaarung ein Zeichen männlicher Stärke und Couragiertheit sei. Dem konventionellen Vorstellungsmuster zufolge hat sich unter weiblichen Vorzeichen allerdings abwertend Stärke in Schroffheit und Couragiertheit in Aggressivität verkehrt: Du wirst bei der neuen Laborantin nichts erreichen, die hat Haare auf den Zähnen. - Das folgende Beispiel ist ein Zitat aus Gerhard Zwerenz' Roman »Die Quadriga des Mischa Wolf«: »Sie weiß sich schon zu helfen, das ist eine Resche mit Haaren auf den Zähnen« (S. 94). Literatur: Zwerenz, Gerhard: Die Quadriga des Mischa Wolf. Frankfurt a. M.: S. Fischer Verlag, 1975. -

(
www.ciao.de/Frauen_kontern_besser_Pohm_Matthias__Test_2353854 - ): < Forumsbeitrag.> -  Wenn eine Frau gekonnt kontert, heißt es: die hat Haare auf den Zähnen.  Wenn ein Mann kontert, dann heißt es, er kann sich durchsetzen. Wie mache ich es als Frau bloß richtig? Ich will doch keine Zicke sein, aber ich will mich auch durchsetzen. Bisher war ich lieber nett, als mir das nachsagen zu lassen, mußte aber mit ansehen, dass man mit Frechsein viel weiter kommt.

(Bloggerkommentar) - Du wirst bei der neuen Dozentin nichts erreichen, die hat Haare auf den Zähnen 


(Bloggerkommentar)l- Wir haben Gott sei Dank eine sehr nette Prüferin ergattert. Es gibt aber auch welche, denen kann man ansehen, dass sie Haare auf den Zähnen haben!

(
www.wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=8719465&top=SPIEGEL ):
- < Elke Heidenreich scheint nicht gerade begeistert zu sein von Berlin. - Hinweis auf das Goethezitat.> -

SPIEGEL special 6/1997 vom 01.06.1997, Seite 62. Autor: Elke Heidenreich. Gesellschaft. Eine Tüte Hass. Elke Heidenreich über die gnadenlos unwirtliche Schicksalsstadt der Deutschen. Verdammt noch mal, dauernd muß man sich rechtfertigen, wenn man Berlin nicht mag. Dabei ist es mit Haß und Liebe doch immer so: Ein Blick - und man weiß Bescheid. Heiß oder kalt. Jetzt oder nie. Ja oder nein. Berlin war bei mir das Nein auf den ersten Blick, den ersten Geruch, den ersten Ton. Warum zum Beispiel sprechen die Berliner eine Oktave höher als alle anderen Menschen? Das allein ist schon unerträglich, und überhaupt ist ihr Dialekt - Dialekt? - der scheußlichste aller Dialekte, dagegen wirkt sogar das Pfälzische noch schön. 1964 ff. habe ich in Berlin studiert, großer Gott, wie furchtbar das war: Alles, die Uni, die Professoren, die ewigen Demos - damals fing das gerade an -, die U-Bahn, die Vermieter, alles war grau, unfreundlich, lieblos, aggressiv, schlecht gelaunt, und das jeden Tag. Erträglich nur der tägliche Gang durch Dahlem, weil es hin durch die Löhlein-, zurück durch die Brümmerstraße ging, das gab Raum für schöne Sprüche: "Ein Brümmer geht so lange zum Löhlein, bis er bricht" oder "Wer den Brümmer nicht ehrt, ist das Löhlein nicht wert" oder "Ein Löhlein macht noch keinen Brümmer" oder "Wer anderen ein Löhlein gräbt, brümmert selbst hinein". Das kann trösten. Aber ansonsten - Siegessäule, Olympiastadion, Brandenburger Tor, Reichstag, mein Führer, wir grüßen dich, und überall kamen und kommen sie aus den Löchern, die alten und die neuen Nazis. WAW - Weißer Arischer Widerstand -, nur in Berlin kann es so was als Mordkommando schon wieder geben, und fragen Sie mich nicht, warum - ich weiß es nicht, aber diese Stadt hat was Gnadenloses in genau diese Richtung, hier sind die tätowierten Kerle mit Kurzhaarschnitt noch häßlicher als sonstwo. Was haben wir im Krieg im Ruhrgebiet gesungen, wenn die britischen Bomber kamen? "Lieber Tommy, fliege weiter, fliege weiter nach Berlin. Wir sind arme Bergarbeiter. Die ham alle JA! geschrien." Vielleicht mochte ich Berlin da schon nicht und war doch noch ein Baby. In Berlin muß man Kampfhund sein, dann geht's einem gut, und dann kriegt man auch anständiges Fressen und nicht Kotelett, Eisbein, Solei, Bulette und buntes Bier. Das Schlimmste an Berlin ist seine Geschichte. Das Schlimmste sind die Häuser. Das Schlimmste ist der Geruch in der U-Bahn. Das Allerschlimmste ist der Berliner, nicht der mit Marmelade drin, sondern der mit der angeblichen Schnauze, die dich anbellt, was immer du auch fragst. Wuff, baff, zack, eens uffen Kopp. "Es lebt aber in Berlin, wie ich an allem merke, dort ein so verwegener Menschenschlag beisammen, daß man mit der Delikatesse nicht weit reicht, sondern daß man Haare auf den Zähnen haben und mitunter etwas grob sein muß, um sich über Wasser zu halten." So Goethe an Eckermann, und ich meine, dieser Goethe kam aus Frankfurt - auch nicht gerade eine Perle der Kultur. "Daß wir Berliner sind, das merkt doch jedes Kind, wir reißen Bäume aus, wo keene sind", singen die Schulkinder, und, ja, so isses, und bald sind auch keene Bäume mehr da, denn Berlin wird ja gepriesen als größte Baustelle Europas, und das soll uns hinlocken, oder was? Für Eberhard Diepgen ist Berlin die Baustelle, an der "Deutschlands Einheit aufgebaut" wird. Wenn ich solche großkotzigen Töne schon wieder höre! Tauft es doch gleich um in "Germania", wollte das der Führer nicht sowieso tun? Und dynamisch, heißt es, sei Berlin. Ist dynamisch auch schon ein Wert an sich? "In unvorstellbarem Tempo", schreibt der Reiseführer "Verliebt in eine Stadt - Berlin", "ist alles im Wandel begriffen." Will ich etwa Wandel in unvorstellbarem Tempo? Ich will Ruhe! Frieden! Harmonie! Schönheit! Diese Worte kennt man in Berlin nicht, diese Sehnsüchte auch nicht, denn "was heute noch ein lauschiges Eckchen ist, kann morgen schon von einem Baukran belagert sein", na prima. (Zitat aus demselben dusseligen Buch). Ich kann überhaupt nichts sachlich Gültiges über Berlin schreiben. Ich bin viel zu selten da, und wenn, komme ich schon mit schlechter Laune an - Berlin mag mich nicht, ich mag Berlin nicht, in dieser Stadt geht mir immer alles schief, angefangen von ewigen Streitereien mit Taxifahrern - "Heidenreich? Jüdisch, wa? Vajessen zu vajasen?" - über Krach in Kneipen bis hin zu einer Talkshow, die ich in Berlin moderiert habe. Ging auch schief. Ich bin einfach geschädigt. Der Ku'damm! Gibt es eine häßlichere Straße? Warum sind nicht da die Abrißbirnen, warum mähen sie das "Kranzler" nicht um, warum den armen Potsdamer Platz? Berlin ist die Schicksalsstadt der Deutschen! Ich glaube, Willy Brandt hat das gesagt. Kann man seinem Schicksal entkommen? Ich denke schon. Ich bin gewillt! Berlin ist ganz und gar auf märkischen Sand gebaut. Sand kann sich auftun und alles verschlingen, ganz plötzlich. So gesehen ist ja noch Hoffnung.-

(
www.farben-welten.de/uploads/media/Eckermann.pdf): < Literarischer Beleg (Goethe im Gespräch mit Eckermann), der die diachronische Bedeutungsvariante des Phrasems deutlich macht. > - Und so vergingen denn auch heute die Stunden bei Tisch sehr angenehm. Als ich darauf später mit Goethe allein war, fragte er mich über Zelter. »Nun,« sagte er, »wie gefällt er Ihnen?« Ich sprach über das durchaus Wohltätige seiner Persönlichkeit. »Er kann«, fügte Goethe hinzu, »bei der ersten Bekanntschaft etwas sehr derbe, ja mitunter sogar etwas roh erscheinen. Allein das ist nur äußerlich. Ich kenne kaum jemanden, der zugleich so zart wäre wie Zelter. Und dabei muss man nicht vergessen, dass er über ein halbes Jahrhundert in Berlin zugebracht hat. Es lebt aber, wie ich an allem merke, dort ein so verwegener Menschenschlag beisammen, dass man mit der Delikatesse nicht weit reicht, sondern dass man Haare auf den Zähnen haben und mitunter etwas grob sein muss, um sich über Wasser zu halten.« 1823.

(ID55: So war: Weise statt greise): - < Theaterkritik.> - Alles im Eimer. Wallis Welt ist 'ne Wucht: Die Kabarettistin Esther Münch rockt mit ihrem Programm "Weise statt greise" den großen Saal der VHS. (SuSch) Kittel, Kopftuch und Wischmopp - mehr Requisiten braucht die Reinigungsfachkraft Waltraud Ehlers alias Walli nicht, um die Welt zu erklären. Bei ihr steckt alles im Eimer: die Gesundheit, die Polletick und vor allem die Qualleferzierung, die Walli ganz besonders am Herzen liegt. Walli hat Haare auf den Zähnen, ihr Herz auf dem richtigen Fleck und einen unbestechlichen Blick für alles und jeden, der einen Fleck im Hemd hat. "Walli darf sagen, was ich denke", sagt Wallis Schöpferin, die Bochumer Kabarettistin und Sängerin Esther Münch, über ihre bisher erfolgreichste Bühnenfigur.

Kindsvater zahlt keinen Unterhalt - wie gehts weiter? - www.mamacommunity.deForumAlleinerziehende Mütter ): < Bloggerkommentar, in dem das Phrasem auf eine männliche Person bezogen wird. - Die Rechtschreibung des Eintrags wurde beibehalten, auch wenn sie nicht immer ganz dudenkonform ist. > (Frage) Guten Morgen - gleich vorweg ich frage dieses für meine Freundin die ein riesiges Problem mit dem Kindsvater hat- Zum Thema ... meine freundin hat einen 2 jahre alten Sohn , von Kindsvater hat sie sich schn in der SS getrennt. Der Kindsvater zahlt keinen Unterhalt , er reicht keine Papiere ein , stattdessen schreibt er immer nur Bettelbriefe das er nix hat usw. Die Vaterschaft musste per Gericht festgestellt werden und selbst den gang hinterher zum Jugendamt um die Unterschrift zu leisten hat er 6 monate vor sich her geschoben. Kümmern tut er sich garnicht um den Sohn. Nun ist es so das er jetzt ein Brief vom Amtsgericht bekommen hat, bis zum 18.11 seine Unterlagen letztmalig einzureichen , ansonsten 1000€ strafe oder 4 Tage Ersatzhaft. Was kam - ein Bettelbrief das er nix hat . Irgendwie passiert da nicht viel - immer neue fristen und wenn er neue "Bettelbriefe" schreibt gibts neue fristen. Wie war es bei euch wo der Kindsvater nicht zahlt ? Und was kann man tun wenn man weiss das der Kindsvater sich mit schwarzarbeit ne goldene Nase verdient? Vielleicht habt ihr Tipps was sie am besten tun sollte ... sie bekommt nur einen teil von der Unterhaltsvorschusskasse und den rest sollte er eigentlich aufstockend zahlen .

(Antwort): Guten Morgen, gegen Schwarzarbeit kann man wenig machen bzw. das nachzuweisen. Was ich an ihrer Stelle tun würde wäre zur Polizei zu gehen und eine Anzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht zu machen. Ansonsten sollten sie sich dringend einen guten Familienrechtler suchen der "Haare auf den Zähnen" hat und sich nichts gefallen lässt.

( Der kleine Barbier - Gioacchino Rossini - KULTURpu www.kulturpur.de/de/buehnen/staatstheater.../s/der-kleine-barbier): < In der  Besprechung dieser Kinderoper werden mehrere Phraseme des Wortfeldes HAAR verwendet, die bisweilen vielleicht "an den Haaren herbeigezogen" wirken mögen. Sie sind alle im Text kursiv markiert. Das Phrasem "Haare auf den Zähnen haben" wird in diesem Beleg in Bezug auf eine männliche Person ( der übervorsichtige Vormund Dr. Bartolo) verwendet. >

Der kleine Barbier - Gioacchino Rossini

Der kleine Barbier
Gioacchino Rossini

Es ist doch schier zum Haare ausraufen! Da hat sich Almaviva bis in die Haarspitzen in die schöne Rosina verliebt und kann noch nicht einmal mit ihr sprechen. Ihr übervorsichtiger Vormund Dr. Bartolo hat nämlich richtig Haare auf den Zähnen und erlaubt Rosina nicht einmal, aus dem Haus zu gehen. Hier muss der gewitzte Frisör Figaro dem verzweifelten Almaviva unter die Arme greifen: Mit Hilfe von Perücken und gewagter Haarspalterei gelingt es ihm schließlich, dem jungen Liebespaar zu seinem Glück zu verhelfen. Deshalb ist Figaro auch schon ganz begierig darauf, die Gelegenheit beim Schopfe zu packen, um seinem jungen Publikum im Theater Pfütze haarklein zu erzählen, wie viele Haare Bartolo lassen muss, damit Rosina und Almaviva schließlich doch noch unter die Haube kommen. Aber nicht nur Figaro, auch die Kinder helfen im entscheidenden Augenblick mit, der Geschichte zum guten Ausgang zu verhelfen. Die Kinderoper „Der kleine Barbier oder Eine haarige Angelegenheit“ wird somit nicht nur für viele zum ersten Kontakt mit der Gattung Oper, sondern vor allem eine lebendige und eindrückliche Begegnung mit der Welt des Theaters, des Gesangs und der Musik. Nach dem Motto „Große Oper für kleine Leute“ haben Johann Casimir Eule und Wiebke Hetmanek Gioacchino Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“ für Kinder im Grundschulalter bearbeitet. Damit die turbulente Komödie ihren musikalischen Esprit behält, hat Askan Geisler die Musik für Klavier, Geige, Cello und Flöte arrangiert und schon kann die Geschichte „Der kleine Barbier oder Eine haarige Angelegenheit“, ihren Lauf nehmen ...

( Zum Teufel mit den Millionen: Amazon.de: Tim Allen, Kirstie ...): < In dieser Filmbesprechung wird das Phrasem in Bezug auf eine männliche Person verwendet. > Kurzbeschreibung. Sie sind ein New Yorker Uptown-Pärchen. Superschön, superreich und superhappy. Ihr Lebensrhythmus pendelt zwischen Chanel, Rolex und Cartier, doch hinter ihrem charmanten Dauerlächeln brodelt ein Vulkan. Brad ist ein Immobilienhai, der unzählige Haare auf den Zähnen hat. Nach 10 Jahren Eheglück haben beide nun endgültig die Nase voneinander voll. Doch so einfach trennt man sich selbst in der Highest Society nicht, wenn man erschrocken feststellt, daß man dem Staat einige Millionen schuldet und die Steuerbehörde einem dicht auf den Fersen ist. Zu zweit fliehen sie und landen in der Sekte der Amish (Amische – Wikipedia). Und während sie als Farmer mit den wahrlich einfachen Dingen des Lebens zu tun bekommen, entdecken sie zwischen Acker und Schweinestall auch ihre Gefühle wieder...

(Gewiefte/r Anwältin/Anwalt in BO, E, EN gesucht - 123recht.net - www.123recht.net › ForumFamilienrecht - 28.11.2012 - 4 Beiträge - ‎2 Autoren- http://www.123recht.net/Gewiefter-AnwaeltinAnwalt-in-BO,-E,-EN-gesucht-__f394368.html ): < In diesem Forum wird das Phrasem in Bezug auf eine männliche Person verwendet.> (Anfrage): Gewiefte/r Anwältin/Anwalt in BO, E, EN gesucht. Ich suche einen Anwältin/Anwalt mit Biss und Durchsetzungsvermögen, der einen guten Job macht und nicht gleich die Flinte ins Korn wirft! Es geht um eine mutmaßliche Kindeswohlgefährdung (7 J. altes Kind), die das JA (=Jugendamt) nicht so sieht, da es schlampig arbeitet und fachlich inkompetent ist. Kinderschutzbund und Beratungsstelle raten dringend zu einem Rechtsbeistand. Die Kindsmutter leidet an einer schweren Borderline-Störung, ist auch amtlich festgestellt worden, sieht aber trotzdem für sich nicht ein, daß sie krank ist. Krank sind immer die anderen. Des weiteren ist sie in der Lage das JA dermaßen zu manipulieren, aber gleichzeitig ist sie beratungs- und konfliktresistent. Es sollte mit einem RA erreicht werden, daß das JA reagiert, da das Kind dringend Hilfe braucht! Des weiteren geht es um ein Umgangsrecht der Großeltern. Da die Angelegenheit mehr als brennt, bin ich für Hilfe und Tips wirklich sehr dankbar!

(Eine Antwort zu "Gewiefte/r Anwältin/Anwalt in BO, E, EN gesucht"). Ich hatte jetzt gerade das "Anliegen" in deiner Nachricht fast vergessen.Ich denke, möglicherweise kann ein RA, Hauptsache er hat "Haare auf den Zähnen" bzw. ist in seiner Kompetenz sehr bewandert, dem JA Druck machen und das die endlich etwas unternehmen. Wie das aussieht, das weiß ich nicht, aber es muß bei ihrer Erkrankung professionell helfen bzw. lindern, da eine Heilung bei dieser Erkrankung nicht möglich ist. Dann braucht das Kind professionelle pädagogische sowie psychologische Unterstützung. Das Umgangsrecht der Großeltern einzuklagen kann eine sehr langwierige Angelegenheit sein und auch den Großeltern ziemlich viel Nerven kosten. Daher wäre evtl. durch einen RA möglicherweise außergerichtliche eine Regelung möglich, da die KM wahnsinnge Angst hat, das Sorgerecht zu verlieren. Aber solange das JA hinter ihr steht, braucht sie ja keine Sorge zu haben und kann machen was sie möchte. Die KM betrachtet ihr Kind nicht als Kind in dem Sinne, sondern als Partnerersatz/Freundin, daher wäre sie wieder alleine, wenn sie das Sorgerecht verliert. Das ist aber immer in ihrem Kopf.Aber ich möchte halt auch nochmals darauf hinweisen, daß hier neben der psychischen Erkrankung der KM eben auch eine Kindeswohlgefährdung gegeben ist, wie psychische sowie physische Mißhandlungen, und noch andere, die ich nicht gerne öffentlich schreiben möchte, die ein Eingreifen des JA auf jeden Fall rechtfertigen.

(Da hat aber jemand Haare auf den Zähnen... https://www.praxis-klabunde.de): < Info-Broschüre einer Zahnarztpraxis mit zahlreichen Phrasemen zu den Zähnen).

Da hat aber jemand Haare auf den Zähnen... Gehen Sie heute auch auf dem Zahnfleisch? Oder fühlt Ihnen jemand auf den Zahn? Vielleicht kriegen Sie auch die Zähne nicht auseinander? Sollten Ihnen die Zähne klappern, können Sie auch gern einen Zahn zulegen, vielleicht hört's dann auf.... Wir gebrauchen sie täglich mehrmals, meist unbewusst, weil sie so in den Sprachgebrauch übergegangen sind - die Redewendungen oder Redensarten. Und denken dabei mit Sicherheit selten oder gar nicht darüber nach, woher sie denn wohl kommen. So gibt es auch einige Redewendungen rund um die Zähne, deren Bedeutung auf der Hand liegt, aber warum es sie gibt, scheint erklärungsbedürftig.... Das Zähneklappern z. B. ist ja nicht nur ein Sprichwort, man tut es ja tatsächlich und weiß auch, das passiert bei Kälte oder Angst. Wissen Sie denn auch auf Anhieb, warum man manchmal sagt "Die hat aber Haare auf den Zähnen"? Also jemand, der sich nichts bieten lässt und auch mal ordentlich austeilt?

Da muss man ein bisschen ausholen. Grimms Wörterbuch entstand in seinen Anfängen zwar erst vor ca. 180 Jahren, aber bezüglich der Haare auf den Zähnen beruft man sich darin auf den "Sachsenspiegel", vermutlich in den Zwanzigern des 13. Jahrhunderts entstanden und so etwas wie das älteste deutsche Rechtsbuch. So heißt es "Voller Haarwuchs an Kopf und Bart ist Zeichen der Kraft, und als Mann wird im deutschen Rechte der erkannt, der Haare am Bart, unter den Armen und an den Schamtheilen hat". Je mehr Haare also, als desto durchsetzungsfähiger, männlicher, tapferer galt man. Es ist anzunehmen, dass es ursprünglich sogar "Haare auf den Zehen" hieß. Denn stark behaarte Zehen hatten nun wirklich nur einige Männer, und je mehr, als desto männlicher galten sie, als jemand, der sich nichts gefallen ließ. Also galt dies ursprünglich als Anerkennung. Die Übertragung auf Körperteile, die eigentlich unbehaart sind -also die Zähne- sollte eine ironische Überspitzung darstellen. So wurde das "Haare auf den Zähnen haben" dann auf Frauen gemünzt, die als streitlustig, widerborstig und rechthaberisch galten. Mittlerweile wird das Sprichwort aber auch wieder auf Männer angewandt, der Sinn bleibt derselbe.

Und hatten Sie vielleicht in letzter Zeit ein Vorstellungsgespräch? Hat Ihnen die Fragerunde dort ordentlich auf den Zahn gefühlt? Dann Glückwunsch - denn eigentlich waren Sie beim Pferdehandel... Es war früher durchaus üblich, älteren Gäulen, die man gern im wahrsten Sinn des Wortes noch für jünger verkaufen wollte, in den Wochen vor dem Pferdemarkt gutes und kräftiges Futter zu geben, damit das Pferd gepflegter, aktiver und jünger wirkte. Der ein oder andere ließ sich so vielleicht täuschen; aber diese Tricks blieben dem gewieften Kunden natürlich nicht verborgen. Sie blickten dem Pferd ins Maul und befühlten die hinteren Mahlzähne, um so die tatsächliche Abnutzung und damit das wahrscheinliche Alter des alten "Kleppers" herauszubekommen.

Wenn jemand Sie bittet, einen Zahn zuzulegen, also sich zu beeilen, könnten Sie wieder mit mittelalterlichem Wissen punkten. Denn daher kommt die Bedeutung ursprünglich. Im Mittelalter wurde in den Küchen über offenem Feuer gekocht. Mit Hitzeregulierung so wie am modernen Elektroherd war damals natürlich nichts - stattdessen hingen über den Kochstellen lange Metallschienen mit mehreren Zacken, auch Zähnen genannt. Sollte also etwas möglichst schnell erhitzt oder gegart werden, hängte man den Topf entsprechend tiefer, gab also einen Zacken (Zahn) hinzu.

So, und wenn Sie heute Abend nach Hause kommen, sehen Sie zu, dass Sie etwas zwischen die Zähne bekommen. Aber auch genug, sonst wär's ja für den hohlen Zahn........

 

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7.  jmdm. stehen die Haare zu Berge; jmdm. sträuben sich die Haare (ugs.) <Vgl. B.2.10,4 >

jmd. ist erschrocken, entsetzt (meist über die schlimmen Fehler anderer) (Duden - Redewendungen, ³2008)


-
Elektrogeräte haben ihre Tücken, oft mit tödlichen Folgen! Dem Fachmann stehen die Haare zu Berge, wenn er geflickte Rasenmäherkabel sieht. Mit Strom im feuchten Gras ist nicht zu spaßen, also unbedingt alle Zuleitungen und Stecker überprüfen, selbst kleinste Defekte sofort in Ordnung bringen lassen, und daran denken: Hier niemals selbst Hand anlegen.

- Jedem Mathematiker und Statistiker stehen die Haare zu Berge, wenn es um Gewinnwahrscheinlichkeiten beim Roulette geht. Das kann ich gewissermaßen verstehen, denn es ist mathematisch völliger Humbug, mit dem Spiel des Roulette auf Dauer zu gewinnen.

(
www.sprache.org/bvr/biwhois_nick.htm): - < Zur Orthographiereform des Deutschen > - Der rührigste Kritiker ist der Erlanger Linguist Theodor Ickler, der seit Jahren gegen die Reform Sturm läuft und sich mächtig erhitzen kann bei den immer gleichen drei oder vier Fragen. Dem Pedanten »sträuben sich die Haare«, dass man jetzt nicht mehr »recht«, sondern ganz gediegen und vernünftig »Recht haben« darf. Mittlerweile ist auch klarer geworden, warum Ickler so hartnäckig ist. Er hat selbst ein »Rechtschreibwörterbuch« zusammengebastelt, für das die FAZ (im redaktionellen Teil!) die Werbetrommel rührt und das trotzdem keiner kennt. (vgl. auch die Bildung „haarsträubend“).

(
Haare - hat folgende Bedeutungwww.mydict.com/Wort/Haare/Page/75/): < Kurzes Zitat zu diesem Phrasem. - Wenn ich bis dahin furchtlos gewürzt habe, erreiche ich mein Traumziel: eine Sauce von gigantischer Konzentration, exotisch süß und durstfördernd scharf, dazu buttrig genug, dass sich den Cholesteringläubigen unter meinen Gästen die Haare sträuben.( Quelle: Die Zeit (34/2001) )

 



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8. jmdn./etwas am/auf dem Hals haben (ugs.) < Vgl. F.15,8 >

für jmdn., für etwas verantwortlich sein; sehr viel Mühe, Ärger mit jmdm., mit etwas haben; mit jmdm., mit etwas belastet sein; etwas für jmdn. tun müssen, was lästig ist (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://dic.academic.ru/dic.nsf/ger_enc/75737/Jemanden): < Zur Etymologie und zum Gebrauch des Phrasems. > -  Jemanden (oder: etwas) am (auch: auf dem) Hals haben; jemandem etwas an den Hals hängen. Die beiden umgangssprachlichen Wendungen beziehen sich darauf, dass das Joch, das Tragejoch bei Menschen und das Zugjoch bei Tieren, auf dem Hals bzw. dem Nacken sitzt. Die Wendung »jemandem (oder: etwas) am (auch: auf dem) Hals haben«, bedeutet, mit jemandem, etwas belastet sein, viel Mühe oder Ärger mit jemandem, etwas haben: Als unsere Freundin auf Urlaub war, hatten wir deren vier Katzen auf dem Hals. Einmal und nicht wieder! Er hat neben seiner üblichen Arbeit im Moment noch den Verwaltungskram am Hals und das bedeutet, er sitzt auch samstags im Büro. - Wer jemandem etwas an den Hals hängt, bürdet ihm etwas auf oder belastet ihn mit etwas: Er ahnte nicht, dass ihm sein Nachbar einen Prozess an den Hals hängen wollte.

(
www.ciao.de/Boudu_Ein_liebenswerter_Schnorrer_DVD__2619782):  < Filmbesprechung >. Boudu - Ein liebenswerter Schnorrer (DVD). Komödie - 2005 - Gerard Depardieu - Gerard Jugnot - Catherine Frot - DD 5.1: Deutsch, Französisch; DD 2.0: Deutsch; DTS: Deutsch - KNM Home Entertainment GmbH. -                                                                                                          Inhalt: Galerist Lespinglet hat einiges am Hals. Sein Geschäft steht vor dem Ruin, einer seiner Maler ist völlig blockiert, seine attraktive Assistentin will nichts von ihm wissen und seine Frau sucht Trost in Psychopharmaka. Nun taucht auch noch Boudu in seinem Leben auf. Der lebensmüde Obdachlose will sich in einem Kanal ertränken und wird in letzter Minute von Lespinglet gerettet. Dieser nimmt ihn mit nach Hause und setzt sich damit einen chaotischen Kuckuck ins Nest. Und Boudu denkt gar nicht daran zu verschwinden. Das anfängliche Chaos verändert Lespinglets Leben völlig, und der wüste Boudu scheint der Schlüssel zu einem neuen Glück zu sein...(Boudu - Ein liebenswerter Schnorrer).-

(
www.alligatorpapiere.de/sept02.html ): < Das Phrasem im Titel soll die Aufmerksamkeit des Lesers wecken. - Interview mit einem Schriftsteller. In diesem Gespräch finden sich weitere umgangssprachliche Phraseme, die kursiv markiert sind. > Großstadtgeschichten über Leute mit Problemen am Hals. Horst Eckert über seinen Roman „Ausgezählt“, Gewalt im Krimi, schriftstellerische Freiheit und seine Zukunftspläne. -  Krimi-Couch: „Ausgezählt“ hinterlässt aufgrund des umfassenden Korruptionsthemas einen dunklen Beigeschmack. Eine Anklage an Politik und die Polizei? Und beruhen die Korruptionsfälle innerhalb der Polizei auf realen Ereignissen wie der von Ihnen geschilderte Amoklauf?- Horst Eckert: Weder will ich anklagen noch aufklären, sondern möglichst spannend unterhalten. Und der Gedanke, dass die vermeintlich Guten (Ermittler, Ordnungshüter etc.) mit dem Verbrechen verstrickt sind, kann die Spannungsschraube eben noch etwas weiter drehen. In „Ausgezählt“ hat mich interessiert, wie Bruno Wegmann, die Hauptfigur, mit den eigenen Kollegen in Konflikt gerät, von ihnen benutzt wird, keinem mehr trauen kann und schließlich die ganze Geschichte im Alleingang lösen will, wozu er natürlich viel zu klein ist. Den Apparat der Polizei betrachte ich als eine Art Gesellschaft im Kleinen, in der die gleichen schmutzigen Mechanismen herrschen: Konkurrenz, Karrierestreben, Eitelkeit, Mobbing, Gier. In der Realität finden wir jede Woche haarsträubende Geschichten über Polizisten, Ermittler, Staatsanwälte und Politiker. Warum soll es dort keine schwarzen Schafe geben? Insofern entspricht mein Phantasieprodukt durchaus der Realität. (...). Krimi-Couch: Agatha Chrstie – Horst Eckert. Klassischer Krimi gegen den amerikanisch angehauchten „Hardboiled“. Lassen Sie sich in diese Schublade stecken?- Horst Eckert: „Gegen“ jemanden lasse ich mich nicht in eine Schublade stecken und außerdem: was ist schon „Hardboiled“? Ich verbinde damit den abgebrühten Ton eines Chandler bzw. die Haltung seines Philip Marlowe. „Hart und amerikanisch“ bedeutet mehr als ein halbes Jahrhundert später längst wieder etwas anderes. Ich schreibe Polizeiromane und zugleich deutsche Großstadtgeschichten über Leute, die Probleme am Hals haben. Ich bemühe mich dabei um eine zweckdienlich flotte, schnörkellose Sprache und – was nach meiner Beobachtung im Krimi leider nicht immer gegeben ist – um einen spannenden Plot. Gewalt ist Thema, aber wegen ihrer Ursachen und Auswirkungen, nicht um ihrer selbst Willen. Wenn aber mit Härte ein Grad von Spannung gemeint ist, möchte ich tatsächlich gern der Härteste sein.(Horst Eckert über seinen Roman „Ausgezählt“). -

< Juristische Empfehlungen.> - Wenn Sie jetzt erschrecken, erschrecken Sie zu Recht! Sie machen nichts als Ihre normale Arbeit und können plötzlich ein wettbewerbsrechtliches Verfahren am Hals haben, dass Sie ruinieren könnte, denn im Wettbewerbsrecht akzeptieren die Gerichte Streitwerte, die nicht selten weit jenseits der 100 000 Euro Grenze liegen. -

< Touristen in Berlin. > - B. und ich wechselten einen Blick, dann sagte sie: »Wir müssen noch zu Klatsch.« Als wir ausstiegen, verabschiedeten wir uns von den beiden Augsburgern. »Schöne Zeit in Berlin«, sagte ich, »wir gehen in die andere Richtung.« Dann stellten wir uns bei Eis-Klatsch an und kauften jeder zwei Bällchen. »Lass uns mal die Straße hier langgehen«, meinte B.,< »damit wir die beiden nicht in der S-Bahn treffen und wieder auf dem Hals haben.« -

(
www.film.at/jetztimkino.php?type=trailer&page=8): < Filmbesprechung mit einigen weiteren, kursiv markierten Phrasemen. > - No Country for Old Men. Thriller. Ein Mann findet Millionen Dollar Drogengeld in einem Koffer und hat bald jede Menge Probleme à la Coen-Brüder auf dem Hals. Llewelyn Moss befindet sich im heißen und kargen Südwesten von Texas auf der Jagd nach Antilopen, doch schon bald wird er vom Jäger zum Gejagten. Grund dafür sind über zwei Millionen Dollar in einem Koffer, den Moss findet und an sich nimmt. Dass mit dem Geld etwas nicht in Ordnung ist, hätte er sich eigentlich denken können: Erschossene Menschen und Hunde sowie ein Beutel Heroin zeigen deutlich, dass an jenem Ort ein Drogendeal aus dem Ruder gelaufen ist. Nun hat Moss den Kopfgeldjäger Carson Wells und Sheriff Ed Tom Bell im Nacken - und obendrein einen sehr psychopathischen Auftragskiller. Die Brüder Joel und Ethan Coen sind wieder im tiefen Süden, wo jeder gesprochene Satz wie das Alte Testament klingt und wo die Grausamkeit verzögert und dafür umso unerbittlicher ihre Blutspur zieht. Hier hat das Böse ein Gesicht - und was für eines: das monströse des Darstellers Javier Bardem, in dessen heillose Bahn im Grenzland von Texas und Mexiko ein braver Mann gerät. Ein Katz-und-Maus-Spiel nach dem Gusto der Coens beginnt. Kein Fall mehr für Tommy Lee Jones als stoischer Mann des Gesetzes oder, um es mit dem Titel der Romanvorlage Cormac McCarthys zu sagen: «No Country for Old Men». Obwohl im glutheißen Land der zerzausten Büsche und Wolken alles von alters her so bleibt, wie es ist. Die Liebhaber der Coens kommen wieder einmal voll auf ihre Rechnung, der Mix von heftiger Gewalt und absurder Komik bestimmt den Ton wie in ihren besten Filmen. (Martin Walder) (Text: Viennale 2007) .Titel: No Country for Old Men, Land: USA., Länge: 122 min., Jahr: 2007, Regie: Joel und Ethan Coen, Darsteller: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald, Garret Dillahunt, Filmstart (.at): 29.02.2008.-
 
< Konstruiertes Beispiel > - An den Festtagen haben wir ständig meine Schwiegermutter auf dem Hals und können kaum etwas Vernünftiges unternehmen._
 
-Die Wendung bezieht sich darauf, daß das Joch, das Tragjoch bei Menschen und das Zugjoch bei Tieren, auf dem Hals (Nacken) sitzt; vgl. die Bildung »aufhalsen«. (Duden)




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9.  jmdm. zuckt es in den Händen  < Im Internet ist dieses Phrasem mit seinen zwei Bedeutungen äußerst selten belegt. >

a) jmd. würde am liebsten zuschlagen (, weil er etwas Empörendes sieht); b) eine physische Arbeit selber machen


a)

- Langsam wird es Zeit und das Frühjahr sollte kommen. Dachdeckermeister N.N. zuckt es in den Händen, aber bei diesem anhaltenden Winter ist hoch oben noch nicht viel zu machen. Dabei liegen Aufträge vor allem aus dem Privatkundenbereich vor.

(
http://www.bremen.de/sixcms/detail.php?template=12_texte_d&id=3861072.): < Der Besucher bekommt angesichts der schönen Wenstühle Lust, selbst mit dem Weben zu beginnen.> - Nicht nur die Kundschaft von A. K. erfreut sich an dem prachtvollen Angebot, sondern auch die WeberInnen selbst. Denn das Vermarkten der eigenen Ware ist für viele von ihnen nicht leicht. Ein guter Weber ist ein guter Weber, alles andere ist schön, so weiß es A. K.. Schon das Schneidern, das aus einem schönen Stoff ein schönes Kleidungsstück macht, ist ein eigenes Handwerk. Hinzu kommt, dass viele WeberInnen nebenberuflich weben, und somit nicht allzu viel Zeit haben, ihre Stücke eigenständig zu vertreiben. A. K. wollte diese Lücke schließen. Sie ist dafür nicht nur Verkäuferin, sondern gleich Geschäftsinhaberin geworden. Der Weberin war klar, dass sie damit weniger Zeit fürs eigene Weben haben würde. Doch ihrem Wunsch, den Wert des Webens zu vermitteln, ist sie treu geblieben. Ein Gang durch die Regalreihen mit ihr wird zu einem Ausflug in die Geschichte und Eigenart des Webens. Mit besonderen Veranstaltungen wie Modenschauen möchte sie noch mehr Menschen für die Webkunst begeistern. Und unter dem Dach des Fachwerkhauses birgt sie einen weiteren Schatz – dort stehen Webstühle, an denen sie regelmäßig unterrichtet. Nicht zuletzt hier, mit Blick auf die unzähligen, sorgsam aufgezogenen Fäden und die angefangenen Stücke, die auf die Rahmen gespannt sind, zuckt es einem in den Händen, sich einmal selber an diesem alten und modernen Kunsthandwerk zu probieren.

b)

- Mir zuckte es in den Händen, als ich sah wie die beiden Kerls den Hund ärgerten.

(http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/primlit/reise/sendador/send-f68.htm.): < Auszug au einem Karl-May-Roman. > -Verschworen? Davon ist keine Rede. Wir kennen Ihr Vorhaben. Wir besitzen Beweise. Es tut mir leid, einen Mann, den ich meinen Freund nannte, jetzt für einen Mörder halten zu müssen; aber ich kann leider nicht anders. Sie sind in Ihrem Gespräch mit Gomez belauscht worden.«

Der Kerl war wirklich ein außerordentlich hartgesottener Sünder. Er leugnete trotzdem mit einer geradezu beispiellosen Frechheit. Es zuckte mir in den Händen. So mochte es auch den andern ergehen. Sie ließen Ausrufe des Zornes hören und Bewegungen der Ungeduld sehen. Pena ergriff für Monteso das Wort und rief dem Sendador drohend zu:

»Mensch, ich bin es, der euch belauscht hat. Wenn du von Lügen sprichst, so beleidigst du mich, und dies von dir zu dulden, habe ich keine Lust!«

»Wer sind Sie, daß Sie es wagen, den Sendador Du zu nennen?«

»Ich bin Kummer, der Cascarillero, verstanden?«

Als der Sendador diesen Namen hörte, ging es doch wie Schreck über sein scharfes Gesicht.

»Caramba!« sagte er. »Der deutsche Cascarillero!«

»Ja. Meine überhaupt ja nicht, daß du Leute vor dir habest, welche du zu täuschen vermagst. Hier sitzt ein ehrwürdiger Herr. Kannst du raten, wer es ist?«

Der Sendador musterte den Bruder. Kannte er ihn oder erriet er es aus dem Äußern desselben, er antwortete:

»Der Frater Jaguar!«

»Richtig! Er ist nicht der Mann, sich ein X für ein U machen zu lassen. Und da neben ihm sitzt der Sennor, vor welchem dich Gomez gewarnt hat.«

Jetzt schenkte der Gefesselte mir mehr Aufmerksamkeit als bisher.

»Der Deutsche?« fragte er.

»Ja. Dieser schaut dir bis in das tiefste Herz. Selbst wenn es dir gelänge, uns an dich glauben zu machen, ihn würdest du nicht täuschen. Dein Urteil ist bei ihm gesprochen. Aber es sind noch andere da. Du wirst dich freilich wohl nicht darüber freuen, sie wiederzusehen. Kennst du diesen?«

Er deutete auf Gomarra. Der Sendador betrachtete nun auch diesen. Er schien sich seiner Züge zu erinnern, wußte aber nicht genau, wen er vor sich hatte. Er sagte:

»Ich kenne ihn nicht - -«

»Halt!« unterbrach ihn Gomarra. »Jetzt bin ich es, der mit ihm reden will!«

»Nein, schweigen Sie noch!« bat ich ihn.

»Warum? Soll er nicht wissen, wen er vor sich hat?«

»Jetzt noch nicht. Sie schaden sich selbst und unserm Vorha - -«

»Schaden?« unterbrach er mich. »Wenn auch! Nichts soll mich hindern, diesem Ungeheuer mitzuteilen, was er zu erwarten hat.«

Und sich wieder an den Sendador wendend, fuhr er, ohne meiner Winke zu achten, fort:

»Also Sie erinnern sich, mich gesehen zu haben?«

»Es ist möglich,« antwortete der Gefragte.

»Es war oben in den Bergen, in der Pampa de Salinas.«

Der Sendador schien, als er dies hörte, unter seiner dunklen Haut zu erbleichen.

Er antwortete nicht.

»Sie kennen doch diese Pampa?« fragte Gomarra.

»Und wissen, daß dort ein Mord geschehen ist?«

»Möglich, geht mich aber doch nichts an.«

»Den Mörder soll das nichts angehen?«

»Sennor, Sie nennen mich einen Mörder?«

»Ja, denn Sie sind es. Sie haben meinen Bruder getötet.«

»Ich? Ihren Bruder? Es scheint, man spielt hier Theater mit mir! Ich kenne weder Sie noch Ihren Bruder!«

»So besinnen Sie sich! Sie sind mir einmal oberhalb der Salina begegnet.«

»Wer kann sich auf so etwas, was oft geschieht, besinnen?«

»Sie sollen gleich nähere Details hören. Sie ritten weiter und trafen weiter unten auf meinen Bruder.«



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10. jmdn. in Harnisch bringen

jmdn. zornig, wütend machen (Duden - Redewendungen, ³2008)

(http://www.dic.academic.ru/dic.nsf/ger_enc/71551/in ): - < Angaben zur etymologie und zum Gebrauch des Phrasems.> - Jemanden in Harnisch bringen; in Harnisch geraten (oder: kommen); in Harnisch sein. Wer in Harnisch ist, ist zornig: Nahezu alles ging schief, und der Trainer war ganz schön in Harnisch. - Wer einen Menschen in Harnisch bringt, reizt ihn so, dass er zornig wird: Die ständigen Zwischenrufe brachten den Redner allmählich in Harnisch. - Wer in Harnisch gerät, wird im Verlauf eines Geschehens zornig: Die Störungen hielten an, und der Professor kam allmählich in Harnisch. — Mit »Harnisch« wurde früher eine Ritterrüstung oder kriegerische Ausrüstung bezeichnet. In allen drei Wendungen ist von »Harnisch« in der Bedeutung »Kampfbereitschaft« auszugehen.

(http://meinglashaus.de/category/dichtung-kunst/gelesen/page/2/.): - < Bericht von einer Fernsehreportage, die ein widersprüchlcihes Bild von Amerika gezeigt hat.> -  Das andere Amerika. 30.6.2007 von Mrs. Tapir.  Gesehen gestern Abend bei Arte: eine Reportage über Menschen, Bewegungen, Strömungen in den USA, die das andere Amerika repräsentieren, ein Amerika, das dem derzeitigen Gesamteindruck von einer bornierten, engstirnigen und am bloßen Schein und an ihrer Weltmachtstellung orientierten  Nation entgegen- und widersteht.  http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/Das-andere-Amerika/1605436.html. Eine tröstliche Sendung für mich, die ich im Nachkriegswestdeutschland aufgewachsen bin und zu deren Sozialisation die USA auf eine gewisse Weise ganz entscheidend dazu gehörte: mit den schwarzen Amerikaner im Straßenbild meiner Kindheit, mit den Care-Paketen… Und auch in meiner Jugend waren die USA für mich immer präsent und gehörten zu meiner Lebenswelt dazu: mit ihrer Sprache, ihrer Musik, ihrem immer einwenig Voraussein in den Entwicklungen, die kurze Zeit später uns in Deutschland erreichten, aber sicher auch und dass vor allem: mit all ihren Widersprüchen. Meine Jugend hat so etwas wie eine Haßliebe zu diesem Land begleitet. Natürlich waren die USA auch damals das, was sie heute immer mehr werden: eine Nation, die sich für den Nabel der Welt hält, eine latent dogmatische, bibelfixierte und die Bibel für ihre Herrschaftideologie mißbrauchende Nation. Die Lage der Schwarzen, der Vietmnamkrieg, das waren Aspekte dieses Landes, die einen auch damals in Harnisch bringen konnten. Oder die hübsche sozialpsychologische Untersuchung in den 70er Jahren, bei der die Versuchspersonen befragt wurden, wieviel Millionen Tote sie auf der eigenen und auf der Seite der Feinde (damals noch nicht die heutigen “Schurkenstaaten” sondern die sozialistischen Staaten) riskieren und akzeptieren würden, wenn es nötig sei, einen atomaren Schlag in diese Richtung zu starten…. Aber immer war es damals auch das Land der Hoffnung und der Freiheit, der Toleranz, der Möglichkeiten. Und in manchem Hollywood Film konnte man sehen, dass es in dieser Nation auch Leute gab, die in der Lage waren, ihre Gesellschaft zu durchschauen und die reaktionären Tendenzen zu bekämpfen und zu enttarnten. Mir fallen da spontan zwei meiner alten Lieblingsfilme ein: “Die Faust im Nacken” und “Ein Mann wird gejagt” http://www.prisma-online.de/ksta/film.html?mid=1965_ein_mann_wird_gejagt. (Die Filme, auch die kritischen Filme  eines Landes bilden aber leider nicht die Realität ab sondern oft nur die Träume von einer anderen Realität. Das habe ich auch erlebt mit vielen DEFA Filmen, die erstaunlich kritisch mit der realsozialistischen Gesellschaft umgingen.) Es schmerzt mich heute, dass von diesem immerhin widersprüchlichen Amerika, das zu meinem Leben dazu gehörte und das ich nicht missen möchte, z.B. für Ossis, die die USA nur noch so erleben, wie sie sich heute gebärdet, nichts mehr zu sehen ist. Dieses andere Amerika, das ich kannte und immer auch geliebt habe, ist in den letzten Jahren, verstärkt seit dem 11. September immer mehr entschwunden. Die Dokumentation gestern hat mir ein kleines Stück davon wieder gegeben. Das ganze ist kein neues Phänomen: Erstaunliches findet sich schon in der Reisereportage “Aufzeichnungen aus Amerika” von Charles Dickens aus dem Jahre 1842. Viele Widersprüche und Grundthemen, die er auf seiner Reise einfängt, kommen einem höchst modern und aktuell vor. http://www.perlentaucher.de/buch/13829.html  Dickens widmet sein Buch genau jenem Amerika, von dem gestern in der Artereprotage die Rede war: “Ich widme dieses Buche meinen Freunden in Amerika, die nach einem Empfang, dessen ich mich stets mit Stolz und Dankbarkeit erinnern werde, meinem Urteil seine Freiheit ließen und die, weil sie ihr Vaterland lieben, die Wahrheit, wenn sie wohlmeinend und nicht verletzten gesagt wird, vertragen können”.


<
Zuschauerkommentar. > - Doch am allerbesten kann man sich in Harnisch bringen, wenn man sich Politmagazine wie "Frontal 21" anschaut. Und da ich deren Auswirkungen auf so sensible Naturen wie mich kenne, schlucke ich schon immer eine halbe Stunde vorher vorbeugend blutdrucksenkende Medikamente und Antidepressiva.

(
http://www.friedrichstrasse.de/berlin/historie/geschichte_alle/arthur_schopenhauer/. ): < Berliner Straßen können Geschichte vermitteln. > - Arthur Schopenhauer (1788-1860). Dorotheenstraße 30. 10117 Berlin. Als Schopenhauer Mitte März 1820 einzog, hieß die Straße noch Letzte Straße. Ohnedies hatte der genius loci an diesem Ort Namensänderungen über sich ergehen zu lassen, die in solcher Hast selbst in einer so schnelllebigen Metropole wie Berlin eher ungewöhnlich sind. Zunächst hieß sie Hintere Gasse, dann Letzte Straße, seit 1822 Dorotheenstraße, zu DDR-Zeiten Clara-Zetkin-Straße (1857 bis 1933; Kommunistin und 1932 Alterspräsidentin des Reichstages). Nach der Wende mutierte der Name zurück in Dorotheenstraße, was die Alten Genossen von SED/PDS in (?) ganz furchtbar in Harnisch brachte. Zurück zu Schopenhauer: Er hatte seit 1811 Philosophie bei Johann Gottlieb Fichte (1762 bis 1814) studiert, überwarf sich 1812 mit seinem Professor und floh vor den heranrückenden Truppen Napoléons nach Weimar. Nach seiner Promotion in Jena (1813) hatte er in Dresden als Kaufmann gelebt. Sein väterliches Erbe ermöglichte es, dass er in jenen Jahren "nebenbei" an seinem Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" arbeiten konnte. Trotz dieser gesicherten Vermögensverhältnisse bezog er ein sehr bescheidenes möbliertes Zimmer. Die erfolgreiche Habilitation an der Berliner Universität konnte ihm nicht darüber hinweghelfen, dass sein Hauptwerk von Experten beachtet wurde, aber als Ladenhüter unverkäuflich blieb. Sein unglücklicher Verleger musste "das Zeug" als Altpapier verhökern. So mancher Salzhering trat seinen letzten Weg in einem echten Schopenhauer an und war sich des Ehrenden möglicherweise gar nicht bewusst. Der chronische Pessimist ("Das Leben ist eine mißliche Sache") blieb zehn Jahre in der Stadt, zog vorübergehend zwar aus der Letzten Straße fort, um aber zwischen 1828 und 1829 in das Haus 30 der nun nach Kurfürstin Dorothea benannten Straße zu ziehen. Überzeugt, dass das Leid der Welt nie ein Ende nehmen könne, lebte er seit 1831 zurückgezogen in Frankfurt am Main.

(
http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=103340.): < Die geringere Bezahlung der Ärzte in den neuen Bundesländern macht den Ärztekammer-Präsident wütemd. > - 19.06.2006. Nach Tarifeinigung für Uni-Ärzte drohen Streiks in Kommunen. (...). Kritisiert wurde die Einigung mit den Ländern laut „WamS“ von Ärzten in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen. Der Einigung zufolge sollen Berufsanfänger im Westen Deutschlands künftig 3.600 Euro Monatslohn bekommen, im Osten aber nur 3.200 Euro. Die Ärzte in den neuen Bundesländern würden darüber zu Recht „in Harnisch“ geraten, sagte Hoppe dazu am Samstag im Deutschlandradio Kultur. Es sei aber in den Verhandlungen nicht mehr zu erreichen gewesen, fügte der Ärztekammer-Präsident hinzu. Hoppe rechnete daher trotz der Kritik mit einer Zustimmung der Ärzte zu der Einigung. Mit einem eigenen arztspezifischen Vertrag sei das Hauptziel erreicht. Dafür habe sich der dreimonatige Streik gelohnt.





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11. seinem Herzen Luft machen < Vgl. B.2.10,5 und C.4,8 >

sich von seinem Ärger befreien; das, was einen ärgert und bedrückt, aussprechen (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://www.dealhamster.com/de/angebot/die-deutsche-lyrik-in-ihrer-geschichtlichen-entwicklung-von-herder-bis-zur-gegenwart-erster-teil-von-herder-bis-zum-ausgang-der-romantik): - < Dichter wollen - n> - Bei Engel wurde die Lyrik zu einem unbewussten und unwillkürlichen Ausdruck von Empfindungen. Der lyrische Dichter wolle nur "seinem Herzen Luft machen", "sich bloß seiner Empfindungen, wie sie sich nacheinander in seiner Seele entwickeln werden, entschütten".


< Diskussionsregeln.> - Jeder Beteiligte kann sich zum Wort melden, seine eigenen Argumente vorbringen und seinem Herzen Luft machen. Dabei wird so lange diskutiert, bis eine Lösung, eine Übereinstimmung, gefunden ist.

(
Iris Kammerer - Magisterarbeit - Anhang 2, 1.Teil. www.iris-kammerer.de/html/Suppl26.html ): < Literarischer Beleg.> -  Bei Engel wurde die Lyrik zu einem unbewussten und unwillkürlichen Ausdruck von Empfindungen. Der lyrische Dichter wolle nur "seinem Herzen Luft machen", "sich bloß seiner Empfindungen, wie sie sich nacheinander in seiner Seele entwickeln werden, entschütten".

< Forumsbeitrag.> -  Das ist doch das Schöne hier im Forum, dass man seinem Herzen Luft machen kann und auch mal kontrovers diskutieren und sich auseinander setzen kann! Sonst wäre es doch tot langweilig.




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12.  jmdm. geht der Hut hoch (ugs.) < Zumeist in der ersten und dritten Person geläufig.>

jmd. verliert die Geduld und wird wütend (Duden - Redewendungen, ³2008)


-
Mir geht der Hut hoch, wenn sich solche Besserwisser in den Vordergrund schieben und ihr "Fachwissen" loswerden wollen.

< Forumsbeitrag.> - Mir geht der Hut hoch, wenn ich das dumme Gerede von G.G. (Journalist) höre. Warum müssen unsere Kinder unsere Renten finanzieren? Die zahlen doch für die eigene Rente ein. Herr W. zahlt für sich ein. Wenn der Staat das Geld nur für die Rente nutzen würde, wäre so ein Gerede gar nicht erforderlich, aber die stopfen sich erst einmal die eigenen Taschen voll.

(
www.sportjournalist.de/?page=vereinszeitung_archiv_2006): < Über überflüssige Anglizismen im Sport. - Siehe hierzu auch unter 
Verein Deutsche Sprache e.V. und unter Verein Deutsche Sprache.> - So löblich die Wertschätzung der Muttersprache ist – die weltweite Entwicklung geht in eine andere Richtung. Bundestrainer Jürgen Klinsmann verpackte zur Fußball-WM seinen Werte-Wandel in Worte-Wandel. Mit „full speed“ im Training und „big points in den matches“. Bei der WM zeigten Volunteers den Weg zum Public Viewing, die Menschen hörten staunend das Wort „City-Dressing“. Nicht nur Professor Dr. Walter Krämer vom Verein Deutsche Sprache geht der Hut hoch, das sei „kein Zeichen von Weltoffenheit, sondern eine peinliche Missachtung unserer eigenen Sprache und Kultur.“



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13.  den Kanal voll haben (ugs.) < Vgl. auch die formal identischen Phraseme unter B.1.6,2 und  F.21,3, die jedoch mit anderer Bedeutung verwendet werden. >

einer Sache überdrüssig sein; etwas satt haben (Duden - Redewendungen, ³2008)

(
www.vectra-forum.de/vectra-sonstiges/12352-was-haltet-ihr-von-der-neuen-co2-besteuerung.html): - <
Vox populi mit eigenwilliger Syntax und Lexik! Die schlimmsten Orthographieabweichungen wurden von uns verbessert.- S.E.> - (Frage): Was haltet Ihr von der neuen CO2 Besteuerung?- (Antwort): . Erstmal finde ich den Kommentar totalen Pfeffer! Die Grünen-Politker labern die ganze Zeit von Biene und Blume und all so einem Pfeffer und nach der Tagung steigen sie in ihren gepanzerten A8, der 20 Liter pro 100 Km durchsäuft und das ganze auch noch kostenlos! Und das hat nichts mit NEID oder ähnlichem zu tun! Das ist Realismus! Man kann nicht größer scheißen wie das Arschloch ist! Aber man muss zufrieden sein! Wer glaubt, dass diese Aktion mit der Besteuerung nach CO² wegen Umweltschutz aufkommt, sollte mal die Augen aufmachen! Der Staatssäckel ist leer und die sind der Meinung, die Masse macht die Suppe fett, also nehmen wir das von denen, die täglich das Auto benötigen! Die Politiker setzen sich nur in diese gepanzerten Festungen, dass diese Vögel nicht mal in die Masse zum kleinen Bürger müssen! Sonst würde es nur Dresche hageln! Der Deutsche ist nur zu feige, auf die Straße zu gehen! Bei den Franzosen gäbe es sowas nicht! Ein richtiger Aufstand müsste mal her, damit die dort oben merken, dass auch die Kleinen den Kanal voll haben! Es fängt beim Thema Rente an und hört beim Kfz. auf! Warum ist die Rentenkasse leer? Weil 1. sich keiner mehr Kinder leisten kann, ohne seine Existenz zu verlieren. 2. die Kinder, die dann für uns die Rente verdienen sollen, fehlen dadurch und dadurch wird die Rentenkasse immer weniger, da die "Alten" überhand nehmen! Aber auf die Idee mal die Beamten mit Rentenversicherung zu versehen ist nicht drin! Das ist unser lieber Bürokraten-Staat........da lassen sie lieber die "Alten" bis 70 arbeiten, als mal den Nachwuchs zu fördern! Unsere Regierung vergisst, dass ein Staat zu 80% durch Wirtschaft besteht und nicht aus Bürokraten! Sollten die lieber mal die Wirtschaft ankurbeln, damit jeder sich mehr leisten kann und auch den Kinderwunsch erfüllen kann und damit auch wieder der Rentensäckel gefüllt wird und dann auch der Staat was davon hat! Aber nein, da wird lieber die Steuer hochgedrück und dann die nächste und der liebe Kleine soll schon schauen, wo er hin kommt! Die sollten mal nach unten schauen, was in ihrem Land los ist und nicht immer nur alles teurer machen! Und zum Thema Umweltschutz: Ein Land wie Deutschland ( von der Fläche her gesehen) macht Umweltschutz bis auf´s Messer und in den USA fahren mindestens 50% aller Autos über 3 Liter Hubraum und am besten ohne Kat, in östlichen Ländern wird alles durch den Schornstein geblasen, was brennbar aussieht, auf Ölfeldern brennen Millionen Tonnen Gase ab, etc...... und dann will dieses kleine niedliche Deutschland Umweltschutz betreiben, wenn im Umkreis die reinsten Qualmländer sind! Das mit dem CO² Besteuerung ist nur Schikane und keine Lösung des Problems! Der Umweltschutz von Deutschland fällt dann so in der Masse auf, als wenn einer in einem Kuhstall nen Furz lässt und einer anderer sich beschwert, dass der Furz stinkt......ha ha. -

<
Leserkommentar. > - Finnische EU-Ratspräsidentschaft: Gespräche mit Türkei aussetzen: Aussetzen heißt, dass man die Türe nicht zuknallt, sondern angelehnt lässt. Entscheidend ist für mich, dass sogar die Finnen den Kanal voll haben. (Leserkommentar)

(
www.mysnip.de/forum.../Einheitsgedudel+-+warum+eigentlich+.html):  Es geht gar nicht darum, gutes Radioprogramm zu machen, sondern das Einschaltquotenvieh für die Media-Analyse bei der Stange zu halten. Das Rezept dafür sehen die meisten Berater im Abdudeln derselben 100 belanglosen Liedchen, die dabei nicht zu schrill sein dürfen. Diese Interpretation des Formatradios ist übrigens die deutsche, die auf die wesentlich vielfältigere Formatradioszene in den USA nicht ohne weiteres übertragen werden kann. Wenn immer mehr Leute den Kanal voll haben vom Einheitsbrei, ändern sich vielleicht auch wieder die Rezepte der Berater. Noch besser wäre es meiner Meinung aber, diese zum Großteil überbezahlten Scharlatane vor die Tür zu setzen.

<
Leserkommentar > - Ich bin selber aus dem Osten, ich bin Thüringer. Die Thüringer sind der edelste deutsche Stamm, das nur nebenbei. Es ist zwar schon länger her, aber ich kenne die Zone aus meiner Jugend. Ich kann mir absolut keinen Grund vorstellen, aus Protestgründen ausgerechnet die umbenannte SED zu wählen. Die Leute im Osten machen damit schon wieder etwas falsch. Sie können doch nichts erpressen. Man wird ihnen irgendwann das Geld streichen, denn auch die Leute im Westen könnten nach einiger Zeit den Kanal voll haben.



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14. jmdm. platzt der Kragen (ugs.)

jmd. wird so wütend, dass er die Beherrschung, Geduld verliert (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
www.geopartner.at/newsletter/2002/110602_6.htm): < Das Phrasem in der Überschrift eines Beitrages soll die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und zum Weiterlesen einladen. Es enthält in nuce das Wesentliche des Beitrages.>-

Newsmail 11. Juni 2002. Jetzt geht's dem Handgepäck an den Kragen. Gehören Sie auch zu jenen Fluggästen, die brav Ihr ganzes Gepäck einchecken und versuchen, Ihr Handgepäck aufs Nötigste zu minimieren? Und die dann feststellen, dass nicht einmal dieses kleine Stück ins Gepäckfach passt? Spätestens dann werden Sie sich über die "Handgepäckssünder" ärgern. Selbst dem geduldigsten Passagier platzt der Kragen, wenn Mitreisende die Flugzeugkabine mit überdimensionalen Handgepäcksstücken in Beschlag nehmen. Diesem Ärgernis wird am Vienna International Airport jetzt entgegengewirkt. Schärfere Kontrollen des Handgepäcks sollen nicht nur alle Reisenden zufrieden stellen, sondern vor allem die Sicherheit während des Fluges zusätzlich erhöhen. In der heutigen Zeit der mobilen Kommunikation ist es Gang und Gebe, dass zum normalen Handgepäck noch ein Laptop oder ein Aktenkoffer hinzukommt. Gerade diese Gepäckstücke haben meist ein hohes Gewicht. Dennoch werden sie einfach in das Gepäckfach gestopft, bis dieses fast überquillt. Diese Tatsache stellt natürlich eine große Gefahr bei eventuellen Flugunruhen dar. Das Verletzungsrisiko ist ziemlich hoch, wenn sich der Overlocker öffnet und die Reisetaschen auf die Passagiere herabfallen. Diese Gefahr soll durch die neue Sicherheitskontrolle gebannt werden.

 

(
www.taz.de/nc/1/archiv/archiv-start/?dig=2007%2F06%2F28%2Fa0139): - < Unzufriedenheit über die Schulpolitik läßt Junglehrer wütend werden. > -(...). Für Ute Vogt, Vorsitzende der SPD in Baden-Württemberg, ist es zynisch, wenn gut ausgebildete Lehrkräfte in die Arbeitslosigkeit entlassen würden und dann einige von ihnen als Billigarbeitskräfte doch noch eine Anstellung bekämen. Auch die junge Lehramtsanwärterin J. S. kritisiert die Pläne der Landesregierung (Billiglehrer für Hauptschulen): "Mir platzt der Kragen, wenn ich höre, das qualifizierte Pädagogen als Assistenten arbeiten sollen."

<
Kommentar zum Fussballgeschehen. > - Uli Hoeneß eilte mit rotem Kopf wortlos davon – Oliver Kahn dagegen platzte nach der dritten Auswärtspleite in der Bundesliga-Rückrunde der Kragen.



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15. jmdm. ist eine Laus über die Leber gelaufen/gekrochen (ugs.) < Das Verb „gekrochen“ ist äußerst selten im Internet belegt. Mit diesem häufig in der Frageformverwendeten Phrasem erkundigt man sich danach, warum jmd. schlecht gelaunt ist. Ziemlich ungebräuchlich ist die Verwendung in der ersten Person, wie z. B. *"Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen".

jmd. ist schlecht gelaunt, ärgert sich scheinbar grundlos über alles und jedes; jmd. ist über etwas (zumeist eine Kleinigkeit) verärgert (Duden - Redewendungen, ³2008)


(http://www.natura-naturans.de/artikel/leber.htm): - < Angaben zur Etymologie des Phrasems. > - Das Organsystem Leber-Galle spielt bei der Entstehung der verschiedenen Gemütsnaturen eine wichtige Rolle; dieses Organsystem ist der Hauptregulator unseres emotionellen Befindens. Störungen dieses Systems bringen uns seelisch aus dem Gleichgewicht. Diese Anschauung stammt aus sehr alter Zeit. In einem babylonischen Text findet sich der Satz "möge sich deine Leber glätten" als Ausdruck für den Wunsch, der Angesprochene möge sein seelisches Gleichgewicht wiederfinden. Desgleichen lehrt die chinesische Medizin, die Leber sei Sitz der Seele. Im alten China zeigte der Henker nach Hinrichtung eines Verbrechers dessen Leber dem Publikum, um pathologische Größe und Aussehen dieses Organs als Ursache seines Fehlverhaltens zu demonstrieren. In unserem Kulturkreis spricht man bei emotioneller Instabilität davon, daß dem Betroffenen eine Laus über die Leber gelaufen ist oder seine Galle überläuft.

< Horoskope enthalten immer zahlreiche Phraseme. > - Schütze: Ihnen scheint heute eine Laus über die Leber gelaufen zu sein. Doch anstatt Ihren Frust an den Kollegen oder am Partner auszulassen, sollten Sie ihm auf den Grund gehen. Im Job würden Sie sich am liebsten auf Ihren Lorbeeren ausruhen. Doch dazu ist dieser Tag nicht geeignet. Was zählt, ist gründliche Arbeit und hohe Konzentration.

< Ratschläge zur Stressbewältigung.> - Mobbing ist in diesem Zusammenhang ein bedeutender Belastungsfaktor, der zusätzlich neben den anderen täglichen Belastungen das berühmte "Fass zum Überlaufen" bringt. Für die dann häufig auftretenden Symptome gibt es in der Umgangssprache eine ganze Reihe von Umschreibungen. So wird jemand, dem man seinen Stress deutlich ansieht beispielsweise gefragt: "Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?"

- Was machst du denn heute für ein Gesicht? Dir ist wohl eine Laus über die Leber gelaufen?


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16.  (gleich/schnell/leicht) in die Luft gehen (ugs.) < Vgl.  B.2.10,7 >

 (schnell) böse, wütend werden; sich (leicht) aufregen, häufig aus nichtigem Anlass (Duden - Redewendungen, ³2008)



-
Mit einem Stapel Hefte unter dem Arm betrat Herr K. die Klasse 4b. Etwas lauter legte er die 26 Hefte auf das Pult. Aber dann sagte Herr K. einen denkwürdigen Satz: «Wenn ich mir eure Arbeiten ansehe, so könnte ich in die Luft gehen!»
 
(
http://de.wikipedia.org/wiki/HB-M%C3%A4nnchen): < Erklärungen zu einer bekannten Comic-Figur, bei der das Phrasem verwendet wurde. > -

Das HB-Männchen ist eine Comicfigur, mit der der Tabakwarenhersteller BAT (British American Tobacco) die Zigarettenmarke „HB“ bewarb. Bruno, so der inoffizielle Name des HB-Männchens, ist eine der bekanntesten Werbefiguren in der Geschichte des deutschen Werbefernsehens. Die Werbefilme in Kino und Fernsehen mit Bruno liefen stets nach demselben Schema ab: Es wurden Alltagssituationen dargestellt, in denen immer etwas schief lief, worauf Bruno sich fürchterlich aufregte, mit unverständlicher Sprache tobte (es handelte sich um Arabisch, welches rückwärts mit doppelter oder, entsprechend der zunehmenden Aufregung, mit höherer Geschwindigkeit abgespielt wurde) und buchstäblich „in die Luft ging“. Der daraufhin folgende Slogan – aus dem Off mit besänftigender Stimme gesprochen – lautete: „Halt, mein Freund! Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zur HB!“ und Bruno schwebte als „HB-König“ gutgelaunt und entspannt zum Boden zurück, begleitet von der Stimme: „Dann geht alles wie von selbst.“ Die Zigarette wurde damit als Problemlöser und Entspannungsmittel beworben, ein Konzept, das noch heute bei vielen Produkten Anwendung findet. Werbespots mit Bruno wurden von 1957 bis 1984 produziert, nach dem Werbeverbot für Zigaretten im Fernsehen (1974) aber nur noch im Kino ausgestrahlt. In den 1960er Jahren brachte es das HB-Männchen auf einen Bekanntheitsgrad von 96 % der Zuschauer. Damals war HB die bekannteste Zigarettenmarke in Deutschland.Schöpfer dieser Figur, die anfangs noch in Schwarz-Weiß gezeichnet wurde, war der Trickfilmregisseur Roland Töpfer. Das Aufbrausen des cholerischen HB-Männchens wurde mit dem Ausdruck „in die Luft gehen wie ein HB-Männchen“ sprichwörtlich.
-

(
http://www.vnr.de/b2b/Marketing/kundenbindung/professionell-mit-kundenbeschwerden-umgehen.html.): - < Das Phrasem in der Überschrift eines Beitrages soll die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und zum Weiterlesen einladen. Es enthält in nuce das Wesentliche des Beitrages.> - "Wer wird denn gleich in die Luft gehen?!" – Gehen Sie gelassener mit Beschwerden um. Es erfordert schon einige Übung, um auf Beschwerden richtig zu reagieren. Denn jeder Mensch ist im Grunde so programmiert, dass er auf Angriffe – und eine Beschwerde ist ein Angriff – spontan mit Abwehr reagiert. Wir verteidigen uns. Aber: Wenn Sie auf eine Kundenbeschwerde mit Abwehr reagieren, dann verärgern Sie den Kunden nur noch mehr. Die Emotionen schaukeln sich hoch. Sie haben - wie bei jeder ersten Begegnung - nur 3 Minuten Zeit. In diesem Zeitraum entscheidet sich, ob das Beschwerdegespräch negativ oder positiv verläuft. Ihre erste Reaktion ist entscheidend. Deshalb sollten Sie unbedingt Ihren spontanen Ärger unterdrücken. Das erfordert ein wenig Übung.

Mit folgenden Antworten können Sie Kundenbeschwerden priofessionell abfangen:
- "Das ist ärgerlich. Ich werde gleich prüfen, wo der Fehler liegt."
- "Ich kann gut verstehen, dass Sie das ärgert. Ich werde der Sache sofort nachgehen."
- "Ich werde mich sofort für die Lösung des Problems einsetzen."
- "Das tut mir Leid. Was kann ich tun, um meinen Fehler wieder gutzumachen?"
- "Bitte geben Sie mir mehr Informationen dazu. Was genau ist falsch gelaufen?"
- "Das ist aber ärgerlich. Wie kann ich Ihnen helfen?"





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17. etwas (Dativ) Luft machen

laut sagen, was einem Probleme und Ärger macht; seinen Ärger, Kummer, Verdruss o.ä. mitteilen; sich aussprechen, sich beschweren (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://www.psychotipps.com/Aerger.html): - < Seinen Ärger aussprechen oder doch lieber hinunterschlucken? Die Mediziner sind sich nicht einig. > - Ärgerlich am Ärger ist, dass man sich selbst schadet, ohne etwas an dem zu ändern, worüber man sich ärgert. (...). Wie reagiert unser Körper auf Ärger und Wut? Wenn wir uns ärgern, dann können wir keinen klaren Gedanken fassen. Wir verlieren den Überblick und denken daran, uns zu rächen. Unser Körper befindet sich in Aufruhr. Wenn wir aus Angst vor der negativen Reaktion anderer unseren Ärger unterdrücken und ihn in uns hineinfressen, dann reagiert unser Körper vielleicht mit Herzstechen, Magenbeschwerden und Kopfschmerzen. Die Wartezimmer der Ärzte und Psychotherapeuten sind voller Menschen, die unter chronischen Kopf- und Rückenschmerzen oder zu hohem Blutdruck leiden. Nun sagen einige Verfechter von Ärger, man dürfe ihn nicht in sich hinein fressen. Man müsse ihn vielmehr zeigen. Aber das ist noch viel gesundheitsschädlicher, als den Ärger in sich hinein zu fressen, sagt der amerikanische Herzspezialist W. Redford. Er fand nämlich heraus, dass Menschen, die ihrem Ärger Luft machen, eine geringere Lebenserwartung haben, als die, die ihn für sich behalten. Wer seiner Wut Luft mache, erledige sie nicht. Sie koche vielmehr innerlich weiter und das mehr, als bei dem, der sie hinunterschluckt.

- Meine Partner sollten zwar nicht gerade cholerisch sein, aber durchaus auch mal ihrem Unmut Luft machen innerhalb von gewissen Grenzen und ohne Tiefschläge unter die Gürtellinie.



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18. sein Mütchen an jmdm. kühlen (ugs.)

an jmdm. seinen Ärger, Zorn auslassen (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://www.der-berg-ruft.de/index.php?rid=3&artid=407.): - < Aus dem Polizeibericht. > - 04.06.2007. Warmes Kirchweih-Wochenende wiegt alle Defizite auf(...). Und es war offenbar der Abend der Unterfranken: Ein 32-jähriger Unterfranke stürzte nach sechs (!) Maß Bier die Treppe der Heringsbraterei Wittmann hinunter und musste in die Klinik eingeliefert werden. Der Verdacht auf eine Rückenverletzung bestätigte sich nicht, dafür aber — was ein Wunder! — eine Gehirn-Erschütterung.  Auch am Freitagabend war die Hölle los am Berg (Erlanger Bergkirchweih), wobei die Polizei nicht weniger als zehnmal eingreifen musste, als sich Raufhändel entwickelten. Da Maßkrüge als Schlagwaffen eingesetzt wurden, mussten drei Personen mit Platzwunden behandelt werden. Beim Rest kam es glücklicherweise nur zu kleineren Blessuren. Allerdings wurde auch die Polizei selbst zum Ziel tätlicher Angriffe. Erst beleidigte ein 24-jähriger Erlanger während einer Sachbearbeitung die Beamten, danach widersetzte er sich den Polizisten und trat nach ihnen. Auch ein 28-Jähriger aus Norddeutschland wollte sein Mütchen an den Polizisten kühlen. Wie der Erlanger muss er sich nun wegen Widerstand, Körperverletzung und anderer Delikte verantworten.

(
http://www.satt.org/film/05_08_cinemania-20.html.): - < Filmbesprechung.>-  L. A. Crash, (Paul Haggis).[Rezension von Friederike Kapp. (...). Hier geht es um Zusammenstöße - sinnbildlich und buchstäblich. Die ersten Einstellungen zeigen ein Paar in einem stehenden Auto. Gerade hat sich offenbar ein nächtlicher Auffahrunfall ereignet. Wortgefecht, wer hat schuld etc. Sie (Jennifer Esposito) will der Aufforderung des Straßenpolizisten, im Wagen zu bleiben, nicht Folge leisten. Sie hitzig, emotional. Er (Don Cheadle) von dieser aufreizenden „Vernünftigkeit", die bremsen soll, jedoch garantiert aus jeder emotionalisierten Frau eine hochemotionalisierte Frau macht. Sie steigt aus und kriegt sich prompt mit der Fahrerin des anderen Wagens in die Haare. Sofort entspinnt sich auch hier ein Wortgefecht, das aufs politisch Unkorrekteste entgleist. Mexikanische Schlampe, bleibt einfach plötzlich stehen, kriegt die eine zu hören, wenn du groß genug wärst, um über das Lenkrad zu kucken, hättest du meine Blemslichter gesehen und ebenfalls rechtzeitig blemsen können, muß die andere sich anhören. Schnell wird deutlich, daß es die ethnische Zusammenstöße sind, die der Film zum Gegenstand nimmt. In einer Reihe verschiedener Episoden folgen weitere Zusammenstöße mit anderen Personen. Ist die eben geschilderte erste Begegnung für den Zuschauer amüsant, so verschiebt sich das Verhältnis zwischen Komik und Ernst im Verlauf der Ereignisse deutlich zugunsten dramatischer Szenen. Immer spielen dabei ethnische Konflikte eine entscheidende Rolle. Die nächste Sequenz zeigt ein weißes Pärchen des gehobenen Mittelstandes, das von zwei schwarzen Straßenräubern (Chris ‘Ludacris’ Bridges, Larenz Tate) seines Nobelgefährts enthoben wird. Die Frau (Sandra Bullock) reagiert neurotisch, der Mann (Brendan Fraser), ein Staatsanwalt, sorgt sich um seine Karriere. Er kann es sich nicht leisten, sich von Schwarzen überfallen zu lassen. Zu sehr bedient dieser Vorfall einschlägige Klischees, um ihn nicht im Endeffekt schwarze Wählerstimmen zu kosten. Ein schwarzer Schauspieler und seine Frau, ebenfalls gehobener Mittelstand, haben das Pech, in genau dem Typ Auto herumzufahren, das dem Staatsanwalt gestohlen wurde. Eine Polizeistreife hält sie an. Einer der weißen Polizisten nutzt die Gelegenheit, sein rassistisches Mütchen an den beiden zu kühlen. Befragen, bedrohen, aussteigen lassen, abtasten, befingern. Die Frau (Thandie Newton) muß sich in ihrem leichten Seidenkleid mit gespreizten Beinen an das Auto stellen, der Polizist (Matt Dillon) befühlt ausgiebig ihre Schenkel und Geschlechtsteile. Der Ehemann (Terrence Howard) schaut zu, hilflos. Die ultimative Demütigung eines Paares.



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19. etwas geht jmdm. an die Nieren (ugs.)

etwas belastet jmdn. psychisch, bewegt jmdn. sehr, regt jmdn. auf (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://svc.schachvereine.de/sonstiges/kolumne.shtml.): - < Sportbericht.> - (...). Die Eröffnung: Noch akzeptabel. Das Mittelspiel: Jeder dritte Zug ein Fehler, erst von mir, dann von meinem Gegner. Das Endspiel: Mittelmäßig bis gruselig. Mein Gott spiele ich schlecht. Jetzt muss ich erstmal wieder mein Ego aufbauen. So ein Verlust geht einfach unglaublich an die Nieren. Ich habe gehört eine Niederlage kann man am besten überwinden, wenn man sich geistig erstmal vom Schachgeschehen löst. Reden wir also vom Wetter, von der Ästhetik, von schönen Dingen, von der Liebe. (...).

(
http://www.presseportal.de/pm/29590/1025085/frau_im_spiegel.): - < Verbrechen an Kindern belasten den Fernseh-Moderator der ZDF-Kultsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst". - Siehe zu dieser Sendung auch unter  Aktenzeichen XY … ungelöst .>- 

01.08.2007 | 10:12 Uhr. Rudi Cerne: "Man hielt mich für den Terroristen Christian Klar". Hamburg (ots) - Vom Eisprinz zum Quotenkönig: Rudi Cerne (48) begeisterte vor rund 25 Jahren als Eiskunstläufer das Publikum. Als TV-Moderator geht er inzwischen eiskalt auf Verbrecherjagd - und auch das mit großem Erfolg. Seit nun mehr 5 Jahren fesselt Cerne rund 4,5 Millionen Zuschauer mit der ZDF-Kultsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst". Schlaflose Nächte bereitet ihm der Job nicht. "Ich habe noch keine Nacht wegen der Sendung schlecht geschlafen. Obwohl mir einige Verbrechen, besonders wenn es um Kinder geht, schon sehr an die Nieren gehen, so Cerne zur People-Zeitschrift FRAU IM SPIEGEL. Ärger mit der Polizei hatte er selbst schon einmal. "Man hielt mich für den Terroristen Christian Klar", erinnert sich Cerne. Aufgrund einer Verwechslung mit dem RAF-Terroristen nahm man ihn im Dezember 1978 am Düsseldorfer Flughafen in Gewahrsam. Jahre später entschuldigte sich der Mann, der ihn verwechselt hatte, sogar live in einer TV-Sendung bei ihm. Über seinen Job bei "Aktenzeichen XY...ungelöst" sagt er: "Es geht mir um Verbrechensbekämpfung." Dabei gibt ihm der Erfolg recht: 40 Prozent der Fälle werden mit Hilfe der Zuschauer gelöst. Anders als sein Vorgänger Eduard Zimmermann hat er noch nie einen Drohbrief oder einen bösen Anruf bekommen. "Ich brauche keinen Polizeischutz", betont der Moderator. (...).





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20. auf der Palme sein (ugs.)

sehr wütend, aufgebracht sein (Duden - Redewendungen, ³2008)


-
Meine Tochter war früher eher die zurückhaltende - eher träumerische - heute hat sie oft extreme Wutausbrüche - ist ganz schnell auf der Palme.

(
http://www.wahlrecht.de/forum/messages/40/3105.html?1059741376.): < Verwendung des Phrasems zur Beschreibung von politischen Auseinandersetzungen.> - "So brisant ist die Sache nicht", wiegelte Ronald Schill gestern ab, dass der Koalitionsausschuss einberufen werden müsse. Doch die FDP ist auf der Palme und hält noch an ihrer Forderung fest. Fraktionschef Müller-Sönksen schäumt: "Es ist nicht hinnehmbar, dass sich Senator Rehaag wissentlich über die unmissverständliche Position der FDP hinwegsetzt." ." Er wirft dem Gesundheitssenator vor, "mit seiner eigenmächtigen Handlung" gegen den Koalitionsvertrag verstoßen zu haben. Müller-Sönksen: "Gerade ein Senator einer Partei, die das Wort ,rechtsstaatlich' in ihrem Namen trägt, sollte sich in besonderer Weise an Vertragstreue gebunden fühlen."


(
http://www.stargate-project.de/stargate/forum/showthread.php?p=317400.):  - < Forumsbeitrag.> -„Bringen Sie mir bitte die Krücken.“, erklärte er ruhig. Dabei wusste er, dass sie sofort wieder auf der Palme sein würde. „Sie sollten sich nicht überfordern, Sir. “Sie verdrehte bereits die Augen. Er war sich im Klaren darüber, dass er kein leichter Patient war. Aber als geduldig konnte man Joanna wirklich nicht bezeichnen.



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21. jmdn. auf die Palme bringen/treiben (ugs.)

jmdn. aufbringen, wütend machen (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
http://garv.in/serendipity/archives/512-Der-Blog.html.): < Blogger behandeln Genusprobleme des Wortes "Blog".> - GraFreitag, 29. Oktober 2004. Eigentlich sollte ich ja über das Alter hinaus sein, in dem mich pure grammatikalische Schwächen auf die Palme treiben. Aber ich kann es absolut nicht abhaben, wenn jemand "der Blog" oder "den Blog" sagt. Es heißt DAS BLOG. Also, für alle, zum mitsingen( zur Schreibweise:sic), mit alles und scharf: Es heißt DAS BLOG. Alles ander macht einfach keinen Sinn. Schließlich kommt das Wort doch von "das Weblog", so wie "das Tagebuch". Es heißt "der Block", aber deswegen muss man nicht auch "der Blog" sagen. Tssk. So, hoffentlich nehmen sich die Damen und Herren des neuen Blogy.de (dies ? -S.E.) zu Herzen. Wenn man sowas professionell aufziehen will, muss soviel Zeit schon sein, bitteschön. Aber überhaupt könnten die Schreiberlinge dort etwas an Texten feilen, hier ein paar Stilblüten: (...). Wie Du hast Dein Passwort vergessen? Selbst Affen können sich 10 stellige Zahlen merken. Aber das ist nicht schlimm den (!) Blogy.de hat vorgesorgt und diesen Service eingerichtet.  - Nette Idee, grammatikalisch aber fragwürdig umgesetzt. Aber ist ja auch egal, solange die Texte journalistisch korrekt sind.

- Was bringt Sie auf die Palme? Unpünktlichkeit (meine eigene und die von anderen), Intoleranz, Arroganz, Egozentrik und Sturheit. Am schlimmsten ist eine Mischung aus allem.

( Das treibt redliche Arbeitnehmer auf die Palme - Badische Zeitung. www.badische-zeitung.de/.../das-treibt-redliche-arbeitnehmer-auf-die... ):- < Beamtenschelte.- Das Phrasem in der Überschrift eines Beitrages soll die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und zum Weiterlesen einladen. Es enthält in nuce das Wesentliche des Beitrages. >

06. Februar 2010. Ungebildete Privat Beschäftigte. Das treibt redliche Arbeitnehmer auf die Palme. Was gibt Herrn F. das Recht zu behaupten, dass privat beschäftigte Arbeitnehmer oft keinen beruflichen Abschluss und nur wenige einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss hätten. Das ist, gelinde gesagt, eine ungeheuerliche Behauptung und muss jeden redlich arbeitenden Menschen auf die Palme treiben. Nach der Berechnung des Herrn Landesseniorenvorsitzenden wären 88 Prozent der Deutschen keine Staatsdiener und somit unterqualifiziert. Ihr Glück, Herr F., dass es solche Menschen gibt, sonst würden Sie in ihrem gescheiten Müll ersticken. Die Ablenkung vom Thema mit dem Satz, es liege am "Geschäftsmodell Ausbeutung" der Arbeitgeber in der Privatwirtschaft, ist ein anderes Problem und hat nichts mit den jetzigen Renten zu tun, auf die sich das Institut für Wirtschaftsforschung bei ihrer Studie bezieht. Trotz der "Qualifikation" der Beamten ist beim Berechnungsverfahren der Wurm drin, und es ist gut zu wissen, dass es Menschen wie Herrn G. gibt, die uns Unterprivilegierte informieren. Was denkt sich Herr F.? Glaubt er alle Handwerker, Kaufleute, Kraftfahrer und alle, die Steuern bezahlen, damit die Beamten bezahlt werden können, sind zu dumm, um einen Abschluss zu machen? Glaubt er der Bäcker, von dem er sein täglich Brot bekommt, hat keinen Abschluss, oder der Metzger oder der Bauer? Die sind wohl alle ungebildet und nur die Beamten sind die Schlauen unter uns.



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22.  Das/Es ist, um die Wände hochzugehen! Da kann man doch die Wände hochgehen!
(ugs.) < Vgl.  B.2.10,8 und H.3,10   >

(gebraucht man, um etwas Unerträgliches zu kommentieren) das ist empörend, unerträglich, unglaublich! (Duden - Redewendungen, ³2008) 


(
www.eirene.org/irland-temp/news.irland.23/index.html): - < Reisebericht.> - Land, Leute, Kultur - zwei Stunden Flug verändern Welten: Die Stadt, die Landschaft, die neue Situation, all das macht dieses Auslandsjahr schon zu einem riesigen Abenteuer! Doch zu all dem kommen auch noch andere Kleinigkeiten, die mich, auf jeden Fall jetzt am Anfang, daran erinnern, dass ich eben nicht in der badischen Ortenau bin. Ob das Vollkornbrot vom Bäcker, das frische Obst und Gemüse aus Omas Garten oder das “Honnstriebel-Schlecksel” (für Un(sym)badische: Johannisbeermarmelade) für eine Linzertorte: entweder nur schwer zu finden oder ganz und gar unauffindbar! Die Essgewohnheiten habe ich in diesen ersten Wochen wirklich radikal umstellen müssen! Doch auch wenn es ungewohnt ist, musste ich noch keinen Hunger leiden, zumal südafrikanische Äpfel auch essbar sind und man ja auch eine Linzertorte mit Whiskey und Mandeln backen kann... Da wäre ich aber auch schon beim nächsten Thema: Hättet ihr vermutet, dass es in einer 300000-Einwohner Stadt wie Belfast fast unmöglich ist an gemahlene Haselnüsse ranzukommen? Unglaublich! Ich war echt kurz davor, die Wände hochzugehen bis ich dann einen (!) kleinen Laden gefunden, der sie jetzt immer auf Anfrage ordert. Aber auch ansonsten sind die Einkäufe in den großen Supermärkten wie “Tesco“, “Sainsbury’s“ oder “Dunnes Stores“ immer wieder ein Erlebnis! Die sind so merkwürdig sortiert, dass ich jedes Mal wieder etwas Neues entdecke... Irgendwann werde ich dieses System aber noch durchschauen, denn sonst müsste ich mich ja wie die Nordiren nur noch von Vitaminpillen und “Light”-Produkten ernähren. Und ehrlich gesagt möchte ich lieber nicht daran denken wie 100% fettfreie Milch schmeckt! Immer wieder aufs Neue überrascht mich auch das Wetter hier: Dass es häufiger mal regnet, damit habe ich gerechnet, dass es sich aber innerhalb weniger Augenblicke mehrmals täglich ändert, das hätte ich beim besten Willen nicht gedacht. “We call this the Vivaldi weather: Four seasons in one day” Dieses Zitat eines Iren in Dubin beschreibt haargenau wie ich mir hier manchmal vorkomme! Da gibts nur eins: Bloß den Schirm nicht vergessen!!! Denn sonst kannst du hier so richtig baden gehen...-

(
www.medienhandbuch.de/news/rechtfertigungsdruck-der-oeffentlich-rechtlichen-gastkommentar-von-bernd-hoeck): < Zum Thema Rundfunkgebühren äußerst sich ein empörter Hörer. > -  Es wird Zeit ...Rechtfertigungsdruck der Öffentlich-Rechtlichen? - Gastkommentar von Bernd Höcker. 06.06.2006 10:00 Uhr. Um von vorn herein Klarheit zu schaffen: Ich selbst zahle keine Rundfunkgebühren mehr. Vor mir braucht sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk also nicht mehr zu rechtfertigen. Ich habe abgemeldet. Warum? Mich widern die astronomischen Gehälter und Honorare der Intendanten und Showmaster an. Ihre prunkvollen Villen und Schlösser werden immerhin von Menschen bezahlt, denen das Geld dafür zwangsentzogen wird, die sich diesen "Luxus" eigentlich gar nicht leisten können, die dadurch vielleicht sogar in den Ruin getrieben wurden. Ich leide außerdem unter einer "Wetten-Dass...?"-Allergie, könnte bei den geschauspielerten Gefühlsentladungen der Fußballkommentatoren die Wände hochgehen und platze vor Wut, wenn ich auf ARD und ZDF gleichzeitig mit nicht enden wollenden Adelshochzeitszeremonien drangsaliert werde. Schulfunk, Sprachkurse und Telekollegs wurden beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk schon vor Jahren abgeschafft. Wissenschaftssendungen (z.B. Bublat) werden zwar immer bunter und zappeliger, aber nicht anschaulicher. Talkshows verkommen immer mehr zu Dauerwerbesendungen, in denen Bücher oder Fernsehfilme (natürlich nur solche der Öffentlich-Rechtlichen) präsentiert werden. Gute Kulturprogramme und Bildung wären aber wichtige Rechtfertigungsgründe für die zwangsweise Eintreibung von Radio- und Fernsehgebühren. Wie wichtig wäre es beispielsweise für die Integration der ausländischen Mitbürger/innen, deutsch zu lernen (Sprachkurse); für die Schüler, Nachhilfe zu bekommen (Schulfunk) oder für Weiterbildungswillige, das eigene Wissen zu erweitern (Telekollegs)! Der Rundfunk wäre dafür eigentlich ein exzellentes Medium..., allein es fehlt der Wille. Wenn das Programm schon immer banaler wird, sind die Rundfunkgebühren dann jedenfalls sozialverträglich und gerecht? - Im Gegenteil. Ich kenne Fälle, wo bei ehemaligen Obdachlosen für viele Jahre rückwirkend Gebührennachforderungen eingetrieben wurden, nachdem sie wieder eine Wohnung gefunden hatten und auf diese Weise dingfest gemacht werden konnten. Das Gesetz besagt nämlich, dass zwar rückwirkend Gebühren eingezogen werden können, rückwirkende Abmeldung oder Befreiung jedoch nicht möglich ist. Obdachlose zahlen also die Villen und Schlösser der TV-Macher, wenn sie vor ihrer Obdachlosigkeit vergessen hatten, ihre Geräte bei der GEZ ordnungsgemäß abzumelden... Nennt man das jetzt eigentlich "Neuartiger Rundfunkgebührenfeudalismus" oder wie? Apropos "neuartig": Der Rundfunkgebührenstaatsvertrag (RfGebStV) hat noch so manch andere Dreistigkeit zu bieten: Internetfähige PCs heißen jetzt "Neuartige Rundfunkempfangsgeräte" und sind ab 1.1.07 voll gebührenpflichtig; Arbeitnehmer, die ein Rundfunkgerät (oder neuerdings auch einen Laptop!) mit zur Arbeit nehmen, müssen dafür zusätzliche Gebühren bezahlen; Selbstständige müssen ohnehin für jedes Gerät extra zahlen - auch wenn sie kurz vor der Pleite stehen; Armut als Befreiungstatbestand ist bei der letzten Änderung des RfGebStV abgeschafft worden. Wer kein Einkommen hat und auch keine staatlichen Leistungen bezieht (dafür gibt es unterschiedliche Gründe), muss die volle Gebühr bezahlen - genauso viel wie ein Multimillionär. Das ist das Antisolidaritätsprinzip der öffentlich-rechtlichen Rundfunkfinanzierung. 6,8 Milliarden Euro (zur Erinnerung: 1 Milliarde = 1.000 Millionen!) bekommen die Öffentlich-Rechtlichen jährlich zusätzlich zu Werbung und Sponsoring allein durch die Zwangsgebühr. Wie soll da ein lebendiger Markt funktionieren, der die Medienlandschaft voranbringt und nicht lähmt? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk klammert sich krampfhaft an Steinzeit-Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, um seine unverschämten und absurden Forderungen gegenüber den Bürgern durchzusetzen und den Wettbewerbsschiefstand zu rechtfertigen. So begründet der mdr die Rechtmäßigkeit von Rundfunkgebühren ohne Gegenleistung mit einem Bundesverfassungsgerichtsurteil aus dem Jahre 1971 (also mit einer Entscheidung, die 35 Jahre alt ist!): In seinem Urteil vom 27.7.1971... BVerfGE 31, 314 (330) hat das BVerfG klargestellt, dass die für das Bereithalten eines Empfangsgerätes zu zahlende Gebühr keine Gegenleistung für eine Leistung darstellt, sondern das von den Ländern eingeführte Mittel zur Finanzierung der Gesamtveranstaltung Rundfunk ist." (...). Es wird Zeit, dass wir in Sachen Rundfunk und Rundfunkgebühren endlich frische und genießbare Entscheidungen des höchsten deutschen Gerichtes bekommen und die Politik uns brauchbare Rundfunkgesetze beschert! Für uns als Bürger bleibt sonst nur die eine Alternative: abmelden. Bernd Höcker, Journalist und Publizist. Autor des Buches "Nie wieder Rundfunkgebühren!" Studium der Psychologie, Soziologie und Rechtswissenschaft. http://www.gez-abschaffen.de -

(
www.chefkoch.de/forum/2,28,208089/Warzen-an-den-Fusssohlen.html): < Forumsbeitrag.> - Hallo Sehmöve, mir geht es wie Dir; außer, daß ich an meinen Dornwarzen vor ca. 20 Jahren operiert worden bin. Die Spritzen haben nur wenig geholfen, das Herausgraben hat gerade in der Tiefe derart wehgetan, daß ich geschrien habe und die Schwester mich festhalten mußte. Die OP war am späten Vormittag, die riesigen Löcher haben noch abends geblutet und zuhause bin ich fast wahnsinnig geworden vor Schmerzen. Ich habe die Warzen immer noch und wie Du heftige Schmerzen beim Gehen, vor allem bei unebenem Boden. Mit dieser Vereisungstherapie (die eh nichts bringt) werden Deine Warzen nur noch empfindlicher, das hast Du ja selbst festgestellt. Ich würde die Behandlung abbrechen und dafür sorgen, daß sich rasch wieder Hornhaut bildet. Ich habe auch lange Zeit gedacht, daß das Hornhautentfernen hilfreich wäre, aber das stimmt nicht. Es mag bei Hühneraugen helfen (die ich leider auch habe), Fußsohlenwarzen werden dadurch beim Gehen nur schmerzempfindlicher. Probiere es mal, auch wenn die Warzen danach dick und damit auffallender werden; das Wichtigste ist doch, daß Du den Tag einigermaßen überstehst. Deine Isolationsgefühle kenne ich aus eigener Erfahrung; das Thema \"Warzen\" ist einfach nicht salonfähig und die Schmerzen nimmt einem wirklich keiner ab. Wichtig ist, daß Du Dich von Deinem Freund nicht unter Druck setzen läßt; wenn ihm was an Dir liegt, dann sollte er auch Rücksicht auf Deine Warzen nehmen. Ich kann Dir nur von einer operativen Entfernung (auch Laser) heftig abraten; die Warzen kommen in der Regel wieder und es sind Schmerzen, die Dich wirklich mehrere Tage lang die Wände hochgehen lassen. Ich hoffe, ich kann Dir ein bißchen das Gefühl vermitteln, daß Du mit diesem Problem nicht allein bist! LG, E.-

< Forumsbericht.> - -Tag vier der Suppenkur. Immer noch alles im grünen Bereich hier. Heute gibt's 3 Bananen und fettarme Milch, nebst Suppe. Finde ich gut, denn jetzt hab ich gerade so ansatzweise ein bisschen Süsshunger gekriegt, und mit den Bananen geht der im Null komma nix weg. Daneben bin ich auch sonst erstaunlich ruhig und gelassen diese Woche, ich wundere mich schon. Üblicherweise neige ich ja eher zu Nervosität und Hektik, und dazu, unwillkürlich die Wände hoch zugehen, wenn was nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle.
 


< Forumsbeitrag.> - Tag vier der Suppenkur. Immer noch alles im grünen Bereich hier. Heute gibt's 3 Bananen und fettarme Milch, nebst Suppe. Finde ich gut, denn jetzt hab ich gerade so ansatzweise ein bisschen Süsshunger gekriegt, und mit den Bananen geht der im Null komma nix weg. Daneben bin ich auch sonst erstaunlich ruhig und gelassen diese Woche, ich wundere mich schon. Üblicherweise neige ich ja eher zu Nervosität und Hektik, und dazu, unwillkürlich die Wände hoch zugehen, wenn was nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle.
 
Wie soll ich sie abstillen?? [Archiv] - Schnullerfamilie - Das ...www.schnullerfamilie.de › ... › Hebammensprechstunde.): - < Forumsbeitrag.> - Hallo Olenka, zum Stillen hast Du ja schon viele gute Anregungen bekommen. Mir ist noch was Anderes eingefallen. Du schreibst, Dein Mann war so unglücklich dass sie bei ihm so lang geschrien hat. Das ist gut verständlich. Was Helga geschrieben hat fand ich alles sehr gut, aber besonders das: Nur wenn es Dir wirklich gut geht, kannst Du eine gute Mutter und auch Partnerin sein. Das scheint er ja schon erkannt zu sein, da er Dich unterstützt und Dir die Kleine in der Zeit abnimmt, in der sie Dich vehement fordert. Mach ihm klar, wie gut Dir seine Hilfe tut und bestärke ihn darin, dass er Euren Schatz beruhigen kann. Er ist der Papa, der sie aus ganzem Herzen liebt und deswegen wird er auch seinen Weg finden, um sie zu beruhigen. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass er auch Erfolg haben wird - wenn er sich dessen sicher ist. Bei uns ging es zwar nicht ums Abstillen, sondern darum dass Anna oft gerade nachts recht unruhig war, was mich dann wiederum irre gemacht hat. So haben wir zwei uns gegenseitig hochgeschaukelt... Wie froh war ich, dass mein Schatz immer die Ruhe weg hatte, wenn ich dran war die Wände hochzugehen! Er setzte sich mit ihr in unser Bett, seinen Rücken an die Wand gelehnt, hielt sie fest im Arm und sang immer wieder "Anna kleine Anna" zur Anfangsmelodie vom DDR-Sandmännchen.
Er war sich sicher in dem was er tat. Und das hat sie verstanden. Eine zeitlang hätte es gar keinen Zweck gehabt, wenn ich sie ins Bett gebracht hätte - nein, da musste schon der Papa ran ;-) Deswegen fand ich irgendwie auch, dass er dadurch neben der theoretischen "Gleichverpflichtung" mehr zum "gleichberechtigten" Elternteil wurde... Das ist jetzt wahrscheinlich ungeschickt ausgedrückt, aber besser kann ich es nicht umschreiben... Es geht auf jeden Fall so in die Richtung jedes Kind hat das Recht, das Beste von beiden Eltern zu bekommen und jeder Elternteil hat das Recht, sein Bestes auch zeigen zu können. Habt Mut und Geduld, Ihr werdet Euren Weg finden! Alles Gute dabei!

 


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