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B.2.10   EMPÖRUNG

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1. Anstoß erregen bei jmdm. (geh.)


jmds. Unwillen, Missbilligung hervorrufen (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
But never Mr. Baedeker! - NZZ Folio 06/96 - Thema: Vom Reisen www.nzzfolio.ch/.../047168e9-ed57-43a9-b65d-c6edc7e59bcf.aspx): -  NZZ Folio 06/96 - Thema: Vom Reisen   Inhaltsverzeichnis. - < Informativer Beitrag zur Geschichte der Reiseführer von Karl Baedeker. > -

But never Mr. Baedeker! Eine kleine Geschichte des Reiseführers. Von Christoph HennigGibt es ein Buch, das mehr praktischen Einfluss ausübt als der Reiseführer? Er lenkt unsere Schritte und unsere Phantasie; er sagt uns, wo wir die romanischen Kapellen und die romantischen Kaschemmen finden; er redet zu uns von Denkern, von Malern und von Denkmälern; er umhüllt unsere Reiseexistenz mit sanfter Geborgenheit und stellt zugleich strenge Forderungen: Wir sollen uns nichts entgehen lassen von den Merkwürdigkeiten des besuchten Gebiets und auch nicht verstossen gegen die Landessitten, auf dass wir nicht Anstoß erregen bei unseren Gastgebern. Der Baedeker, bis heute im deutschen Sprachraum Synonym für den Reiseführer schlechthin, erschien erstmals vor 160 Jahren. 1835 wurde die «Rheinreise» veröffentlicht. Dutzende weiterer Bände folgten in den nächsten Jahren. Mit unübertrefflicher Gründlichkeit trugen Karl Baedeker und seine Mitarbeiter Informationen über die beliebtesten Reisegebiete der Zeit zusammen. Postämter und Drahtseilbahnen, Konditoreien und Apotheken, Bäder und Banken, Spediteure und Zahnärzte - alles und jeder wurde detailliert und mit genauen Preisangaben aufgelistet. (...). Der Baedeker wurde zur Institution, sein Ruf drang bis auf die Theaterbühnen. Die Operette «La Vie Parisienne» aus den zwanziger Jahren erfreute das Publikum mit dem Lied: «Kings and governments may err / But never Mr. Baedeker.» So hatte es schon Kaiser Wilhelm I. gesehen. Pünktlich präsentierte er sich jeden Mittag zur Ablösung der Garde in seinem Palast Unter den Linden, denn, so soll er gesagt haben: «Es steht im Baedeker, dass ich den Wachwechsel vom Fenster aus betrachte, und die Leute sind dafür hergekommen.»

 - Thomas Mann: „Mag Jahnn (Schriftsteller) Anstoß erregen bei anderen, nicht bei mir, dem das künstlerisch Kühne immer ein Hauptspaß ist."

- Der lernbegeisterte Überflieger kann durch seine Freude am Lernen, seinen stets hochgereckten Arm im Unterricht, seinen Fleiß bei den Hausaufgaben und seine guten Noten bei seinen Mitschülern Anstoß erregen. Bei vielen ist es nicht beliebt, gerne zu lernen. Es gilt als „uncool“, sich lebhaft am Unterricht zu beteiligen oder bei den Schulaufgaben mehr als das Nötigste zu tun.



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2. Anstoß nehmen an etwas (Dativ)

etwas missbilligen; Ärger, Unwillen über etwas empfinden (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
gott.net: Das Senfkorn archiv.gott.net/714.html): - < Bibelbetrachtung.> - Das Gleichnis vom Senfkorn.. Markus 4, 30-34 von Klaus Jürgen Diehl. (...). . Der Sinn dieses Gleichnisses  lässt sich für uns leicht erkennen: Aus den unscheinbarsten Anfängen, aus einem Nichts für menschliche Augen, schafft Gott seine machtvolle Königsherrschaft, die einmal alle Welt umfassen wird. So wie die Botschaft Jesu, des einfachen Zimmermannsohns aus Nazareth, am Anfang nur eine kleine Zahl von Menschen in der jüdischen Provinz erreicht, so wird daraus doch eine Bewegung, die die ganze Welt umspannt und verändert. Seinen Kritikern, die Anstoß nehmen an Jesu Herkunft (Was kann aus Nazareth Gutes kommen? - Johannes 1,46) und die seine Bevollmächtigung durch Gott bezweifeln, setzt Jesus die Kühnheit seiner Zuversicht entgegen: Ihr werdet es erleben, wie aus den von euch verachteten geringen Anfängen das Reich Gottes am Ende über alle anderen Mächte und Gestalten dieser Welt triumphieren wird.

 - Man kann es vielleicht verstehen, warum so viele Leute Anstoß nehmen an dem Image Karajan's, ein Image, das er natürlich selbst auch sehr aktiv gefördert hatte. Trotzdem tut sich der Zuhörer eine Ungefälligkeit an, wenn er sich von diesem Medien-Image verblenden lässt! Ein Beweis, dass Karajan wirklich einer der größten Dirigenten des letzten Jahrhunderts war, ist die Tatsache, dass viele seiner Aufnahmen noch immer als Referenzen dienen.



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3.  jmdm. wird es zu bunt (ugs.)    < Vgl. B.2.6,1
         

jmds. Geduld ist zu Ende (Duden - Redewendungen, ³2008)


-
Einer gelockten 25jährige, die auch zu ihrem Platz im Abteil will, wird es zu bunt. "Können Sie mich vielleicht mal vorbeilassen", zischt sie.

( http://www.et.fh-koeln.de/ia/ma/witze.html.): - < Interdisziplinäres Streitgespräch durch englischen Bauer abrupt beendet.- Das Phrasem hat hier auch eine wortspielerische Funktion: schwazes Schaf, auf der einen Seite weiß, jmdm. wird es zu bunt. > - Ein Soziologe, ein Ingenieur, ein Experimentalphysiker, ein Mathematiker und ein theoretischer Physiker sitzen in einem Zugabteil auf ihrer ersten Englandreise. Der Soziologe schaut aus dem Fenster und sagt: "Oh, wie interessant ein schwarzes Schaf". Daraufhin der Ingenieur: "In England sind alle Schafe schwarz." Daraufhin der Experimentalphysiker: "In England gibt es mindestens ein schwarzes Schaf." Daraufhin der Mathematiker: "In England gibt es mindestens ein Schaf, das von einer Seite aus schwarz ist." Daraufhin der theoretische Physiker: "In England gibt es mindestens ein Schaf, das uns aus dieser Entfernung unter diesen optischen Bedingungen schwarz erscheint." Dem Soziologen wird es zu bunt, er zieht die Notbremse, der Zug kommt zum Stehen und die fünf steigen aus, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Als sie das Tier erreicht haben, stellen sie fest, dass es tatsächlich auf der einen Seite weiß ist und und auf der anderen Seite schwarz mit kleinen aus der Ferne nicht erkennbaren weißen Flecken. Daraufhin tritt der Bauer heran, der sich über den Aufmarsch auf seinem Feld wundert. Der Soziologe spricht ihn an: "Komische Schafe haben Sie hier". Daraufhin der Bauer: "Das ist kein Schaf das ist eine Ziege!".

(
http://www.servir.de/artikel/aij0497/aij0497.htm.): < Auszug aus einem Bericht von Amnesty International über Brasilien.> - Kein Ende des Mordens in Sicht. In Brasilien sind auch zehn Jahre nach Ende der Diktatur Todesschwadronen aktiv. Die Opfer sind Kinder, Jugendliche, Arme, Menschenrechtler oder politische Gegner - die Gewalt nimmt zu. Von Klaus Hart.  An einem Februarnachmittag geschieht in Rio de Janeiro wieder einmal das, was viele in Europa für unvorstellbar halten: Sechs Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren springen in einen Linienbus und machen sich zweier "Vergehen" schuldig: Um nicht bezahlen zu müssen, passieren sie nicht das Drehkreuz des Busschaffners, sondern bleiben - wie es täglich Tausende Schüler und Arbeitslose tun - auf den hinteren Bänken. Sie lärmen und trommeln Disco-Rhythmen. Dem Schaffner wird es zu bunt: Er fordert zwei bewaffnete Sicherheitsbeamte der Busgesellschaft auf, die Jungen zum Schweigen zu bringen. Der Fahrer hält an, die sechs werden mit vorgehaltener Pistole zum Aussteigen gezwungen. Sie müssen sich in einer Reihe hinknien. Dann werden sie kaltblütig per Kopfschuß getötet. Die Mörder geben sich keine Mühe die Toten zu verstecken oder zu verscharren - sie bleiben bei Tropenhitze liegen. Ein Jugendlicher überlebte die Schüsse noch dreißig Minuten. Doch niemand rettet ihn: Die Killer hatten es den Passanten untersagt. (Quelle: ai-Journal - Das Magazin für die Menschenrechte von amnesty international - amnesty journal April 1997).




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4.  jmdm. stehen die Haare zu Berge; jmdm. sträuben sich die Haare (ugs.) < Vgl. B.2.5,7 >

jmd. ist erschrocken, entsetzt (meist über die schlimmen Fehler anderer) (Duden - Redewendungen, ³2008)


- Elektrogeräte haben ihre Tücken, oft mit tödlichen Folgen! Dem Fachmann stehen die Haare zu Berge, wenn er geflickte Rasenmäherkabel sieht. Mit Strom im feuchten Gras ist nicht zu spaßen, also unbedingt alle Zuleitungen und Stecker überprüfen, selbst kleinste Defekte sofort in Ordnung bringen lassen, und daran denken: Hier niemals selbst Hand anlegen.

- Jedem Mathematiker und Statistiker stehen die Haare zu Berge, wenn es um Gewinnwahrscheinlichkeiten beim Roulette geht. Das kann ich gewissermaßen verstehen, denn es ist mathematisch völliger Humbug, mit dem Spiel des Roulette auf Dauer zu gewinnen.

(
www.sprache.org/bvr/biwhois_nick.htm): - < Zur Orthographiereform des Deutschen > - Der rührigste Kritiker ist der Erlanger Linguist Theodor Ickler, der seit Jahren gegen die Reform Sturm läuft und sich mächtig erhitzen kann bei den immer gleichen drei oder vier Fragen. Dem Pedanten »sträuben sich die Haare«, dass man jetzt nicht mehr »recht«, sondern ganz gediegen und vernünftig »Recht haben« darf. Mittlerweile ist auch klarer geworden, warum Ickler so hartnäckig ist. Er hat selbst ein »Rechtschreibwörterbuch« zusammengebastelt, für das die FAZ (im redaktionellen Teil!) die Werbetrommel rührt und das trotzdem keiner kennt. (vgl. auch die Bildung „haarsträubend“).

(
Haare - hat folgende Bedeutungwww.mydict.com/Wort/Haare/Page/75/): < Kurzes Zitat zu diesem Phrasem. - Wenn ich bis dahin furchtlos gewürzt habe, erreiche ich mein Traumziel: eine Sauce von gigantischer Konzentration, exotisch süß und durstfördernd scharf, dazu buttrig genug, dass sich den Cholesteringläubigen unter meinen Gästen die Haare sträuben.( Quelle: Die Zeit (34/2001) )


 

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5. seinem Herzen Luft machen < Vgl. B.2.5,11 und C.4,8 >

sich von seinem Ärger befreien; das, was einen ärgert und bedrückt, aussprechen (Duden - Redewendungen, ³2008)


< Diskussionsregeln.> - Jeder Beteiligte kann sich zum Wort melden, seine eigenen Argumente vorbringen und seinem Herzen Luft machen. Dabei wird so lange diskutiert, bis eine Lösung, eine Übereinstimmung, gefunden ist.

(
Iris Kammerer - Magisterarbeit - Anhang 2, 1.Teil. www.iris-kammerer.de/html/Suppl26.html ): < Literarischer Beleg.> - - Bei Engel wurde die Lyrik zu einem unbewussten und unwillkürlichen Ausdruck von Empfindungen. Der lyrische Dichter wolle nur "seinem Herzen Luft machen", "sich bloß seiner Empfindungen, wie sie sich nacheinander in seiner Seele entwickeln werden, entschütten".

< Forumsbeitrag.> -  Das ist doch das Schöne hier im Forum, dass man seinem Herzen Luft machen kann und auch mal kontrovers diskutieren und sich auseinander setzen kann! Sonst wäre es doch tot langweilig.



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6.  etwas geht jmdm. über die Hutschnur (ugs.)

jmd. ärgert sich sehr über etwas und will es nicht länger ertragen; man ist einer Sache überdrüssig (Duden - Redewendungen, ³2008)


(
Bildung - Alles, was man wissen muß. www.mindpicnic.de/book/bildung-alles-was-man-wissen-muss/ ): - < Ein Naturwissenschaftlers ärgert sich maßlos über das Buch "Alles, was man wissen muss" von Dietrich Schwanitz. - > -

Dietrich Schwanitz, der Autor des gefälligen Universitätsmilieuromans "Der Campus", hat einen weiteren Bestseller verfaßt. Dieses Mal doch wissenschaftlicher, wie es sich für einen Anglistik-Professor geziemt. Das Handbuch, das ein Wissenskompendium darstellt, nennt er "Bildung - Alles, was man wissen muß". Das ist ein gewaltiger Anspruch, damit kann man prächtig scheitern. Er tut dies nicht, weil er das Wissen, das er den Lesern vorsetzt, seht hübsch zubereitet hat und ansprechend garniert. Hausmannskost, aber auf feinem Porzellan und gut gewürzt. Mit Metaphern versehen, geradezu vollgestopft, wie eine frisch zum Anzünden bereit gelegte Pfeife. Dies sei ein Zeichen für den gebildeten Autor, schreibt er, also zeigt er, wie gebildet er selbst ist. Die Lektüre dieses Handbuches sehr amüsant. Insbesondere die Kapitel über Kritiken und Kritiker und wie man damit umgehen soll. Das ist alles nett geschrieben und gut beobachtet. Man darf nicht alles ernst nehmen, aber es ist anstößig im guten Sinne des Wortes und reflektiert eine - falls vorhanden - eigene Position dazu. Und schließlich der Bildungsbegriff bei ihm ist ebenfalls höchst nachdenklich stimmend: "Bildung ist der Stil der Kommunikation, durch die Verständigung zwischen Menschen zum Genuß wird. Sie ist die Form, in der Geist, Fleisch und Kultur zur Person werden und sich im Spiegel der anderen reflektiert."
Eines aber geht dem Naturwissenschaftler dann zunächst doch einmal über die Hutschnur, da bezeichnet er nur die geisteswissenschaftlichen Inhalte als Bildungsanteile. Später dann erklärt er in einem Bild diese Haltung sehr eindrucksvoll. Ein junges Paar verliert sich nach dem Abitur aus den Augen. Er studiert Naturwissenschaften, wird Ingenieur, sie Kunstgeschichte oder ähnliches. Als sie sich wieder treffen, ist er nahezu unverändert, nunmehr aber in der Lage eine Familie zu ernähren. Sie dagegen ist weltgewandt, gebildet und findet ihn stinklangweilig. Und spätestens da gibt man ihm schon recht. Zwar gehört zur Bildung auch naturwissenschaftliche Kenntnisse zu besitzen oder zumindest diese Kenntnisse in größere Zusammenhänge einordnen zu können. Aber eigentliche Bildung ist die Kenntnis von der kulturellen Entwicklung der Menschheit, ihren Umgangsformen und ihren Kommunikationsmöglichkeiten. In einem aber irrt der Autor. Er spricht von einem Wissenshandbuch, tatsächlich aber offeriert er Informationen. Die Transformation dieser Information in Wissen, muß der Leser leisten. Gott sei Dank!


< Siehe hierzu auch unter
Verein Deutsche Sprache e.V.> - - Eine Zeitung ohne Denglisch. Noch tobt im Rheinland zwar der Karneval, aber ab nächste Woche ist Fastenzeit und dann heißt es auf manche Dinge zu verzichten. Auch die Wuppertaler Redaktion der „Westdeutschen Zeitung“ hält sich dran. Allerdings verzichten die Redakteure für eine Woche nicht auf Schokolade oder andere Leckereien, sondern auf “Laptop”, “Party” und “E-Mails”. Denn auch den Journalisten geht der Denglisch-Wahn offensichtlich über die Hutschnur. Eine Woche keine englischen Begriffe - auf dieses Experiment bin nicht nur ich gespannt. In diesem Sinne: Helau und Alaaf!



(
"Ich bin Ostdeutscher, aber Deutscher!" - Kultur & Live - Hamburger ...  www.abendblatt.de › Kultur & Live. ): - < Ausführlicher und informativer Bericht von einer Ausstellung des Malers Heisig, in der Bezug genommen wird auf andere deutsche Maler. Der ostdeutsche Maler Heisig ist sehr verärgert darüber, dass er von seinem Malerkollegen Baselitz als Ausländer abqualifiziert wird. Das geht ihm über die Hutschnur! Diese Bemerkung ärgert ihn mehr als das beleidigende 'Arschloch'. - Der Artikel enthält noch eine weiteres, leicht modifiziertes Phrasem: "Und wer die bildschön gehängte Schau im Martin-Gropius-Bau durchwandert, fragt sich, was Baselitz geritten hat, Heisig einen schlechten Maler zu nennen." Die phraseologischen Wörterbücher verzeichnen das Phrasem "jmdn. reitet der Teifel" bzw."jmd. ist vom Teufel geritten" mit der Bedeutung 'jemand handelt unüberlegt, gefährlich, dumm; jemand ist besessen, übermütig, fanatisch' (http://www.redensarten-index.de. Siehe hierzu auch die Beispiee unter  B.2.13,7 ). Zu den bekannten Malern siehe auch unter Bernhard Heisig, Georg Baselitz, Otto Dix, George Grosz, Felix Nussbaum, Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Beckmann . > - 

Ich bin Ostdeutscher, aber Deutscher!" Barbara Möller. Martin-Gropius-Bau: Berlin ehrt Bernhard Heisig. Berlin. Gerade hat Georg Baselitz mal wieder aus Hildesheim herübergegiftet. Der Heisig sei ein schlechter Maler, hat er gemeint, ein korrupter Künstler und überhaupt ein Arschloch! Das alles hat Bernhard Heisig elegant überhört. Aber daß Baselitz ihn dann noch einen "Ausländer" genannt hat, das ist ihm über die Hutschnur gegangen. "Bin ich ein Chinese, oder was?" hat Heisig anläßlich der Ausstellungseröffnung in Berlin entgeistert in die Runde gefragt. "Ich bin Deutscher. Ostdeutscher, aber Deutscher!"

Genaugenommen ist Baselitz, der 1938 als Hans-Georg Kern im sächsischen Deutschbaselitz geboren wurde, ja auch ein Ostdeutscher. Aber davon will er nichts mehr wissen. Daß sich Altbundeskanzler Helmut Schmidt 1986 von dem zweifachen DDR-Nationalpreisträger Heisig porträtieren ließ, hat Baselitz offenbar bis heute nicht verwunden. Unerträglich sei das. Wörtlich: "Wie konnte sich Schmidt nur von einem Ausländer malen lassen?" 

Die große Heisig-Retrospektive, die erst in Leipzig und danach in Düsseldorf gezeigt wurde, hat jetzt Berlin erreicht: "Bernhard Heisig. Die Wut der Bilder". Und wer die bildschön gehängte Schau im Martin-Gropius-Bau durchwandert, fragt sich, was Baselitz geritten hat, Heisig einen schlechten Maler zu nennen. Zugegeben, man muß die großen Historientableaux, über die Heisig die immer gleichen Zutaten ausstreut, nicht mögen. Diese mit Spruchbändern garnierten Manifeste; diese Sammelsurien aus Pickelhauben und Hakenkreuzen, aus Spielzeugpanzern und Babel-Türmen, in denen sich die Nackten und Toten stapeln und bei denen Otto Dix und George Grosz so deutlich herübergrüßen.

Aber da sind ja auch noch die überragenden Bilder, auf denen sich Heisig den König von Preußen vorgenommen hat. Friedrich den Großen, den er für vieles, wenn nicht für alles verantwortlich macht. Den malt er als Sieger von Leuthen, der scheinbar ungerührt über Leichenberge hinwegschreitet. Aber bei Heisig ist dieser König, der zum Zeitpunkt der Schlacht tatsächlich erst 45 Jahre alt war, ein vorzeitig gealterter Mann. Ein gichtgebeugter Greis mit zerfließenden Gesichtszügen. Es sind ambivalente Bilder der Verachtung und des Mitleids. Bilder, die sich ein alter Maler von einem alten König gemacht hat.

Und selbstverständlich hängen in der Ausstellung Heisigs auch das erschütternde Bild des verfolgten Juden ("Der Gejagte") und das düstere Doppelporträt von Felix Nussbaum und Max Liebermann ("Zwei deutsche Maler"). Und das hochberühmte Porträt, das Heisig 1973 von dem tschechischen Dirigenten Vaclav Neumann malte. Dazu eine Serie von Selbst- und Mutter-Bildnissen, die Heisig als grandiosen Porträtmaler zeigen - tatsächlich "in einer Linie mit Lovis Corinth und Max Beckmann", wie es Peter-Klaus Schuster, der Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, formuliert hat.

Kollegen wie Baselitz werfen Heisig bis heute vor, Profiteur eines Unrechtsregimes gewesen zu sein. Daß die Retrospektive in Düsseldorf gastierte, hat vielen nicht gepaßt. Tatsächlich ist der gebürtige Breslauer Heisig, der im 2. Weltkrieg in der 12. SS-Panzerdivision diente, zu DDR-Zeiten wohl nicht besonders mutig gewesen. Der spätere Mitbegründer der "Leipziger Schule" ist früh angeeckt und dann schnell wieder zu Kreuze gekrochen. Aus der SED trat er erst im Oktober 1989 aus, zu einem Zeitpunkt, als das keine Heldentat mehr war. (...).  In Berlin sind Heisigs Bilder bis 29. Januar 2006 zu sehen, Mitte Februar wandern sie nach Breslau. In jene Stadt, die Heisig 1946 verlassen mußte und die er - verändert, wie sie heute ist - eigentlich nie wiedersehen wollte. Aber aus diesem Anlaß wird Heisig, der am 31. März 80 wird, wohl doch noch einmal hinfahren. (...)




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7.  (gleich/schnell/leicht) in die Luft gehen (ugs.) < Vgl. B.2.5,16 >

(schnell) böse, wütend werden; sich (leicht) aufregen, häufig aus nichtigem Anlass (Duden - Redewendungen, ³2008)



-
Mit einem Stapel Hefte unter dem Arm betrat Herr K. die Klasse 4b. Etwas lauter legte er die 26 Hefte auf das Pult. Aber dann sagte Herr K. einen denkwürdigen Satz: «Wenn ich mir eure Arbeiten ansehe, so könnte ich in die Luft gehen!»
 
(
http://de.wikipedia.org/wiki/HB-M%C3%A4nnchen): < Erklärungen zu einer bekannten Comic-Figur, bei der das Phrasem verwendet wurde. > -

Das HB-Männchen ist eine Comicfigur, mit der der Tabakwarenhersteller BAT (British American Tobacco) die Zigarettenmarke „HB“ bewarb. Bruno, so der inoffizielle Name des HB-Männchens, ist eine der bekanntesten Werbefiguren in der Geschichte des deutschen Werbefernsehens. Die Werbefilme in Kino und Fernsehen mit Bruno liefen stets nach demselben Schema ab: Es wurden Alltagssituationen dargestellt, in denen immer etwas schief lief, worauf Bruno sich fürchterlich aufregte, mit unverständlicher Sprache tobte (es handelte sich um Arabisch, welches rückwärts mit doppelter oder, entsprechend der zunehmenden Aufregung, mit höherer Geschwindigkeit abgespielt wurde) und buchstäblich „in die Luft ging“. Der daraufhin folgende Slogan – aus dem Off mit besänftigender Stimme gesprochen – lautete: „Halt, mein Freund! Wer wird denn gleich in die Luft gehen? Greife lieber zur HB!“ und Bruno schwebte als „HB-König“ gutgelaunt und entspannt zum Boden zurück, begleitet von der Stimme: „Dann geht alles wie von selbst.“ Die Zigarette wurde damit als Problemlöser und Entspannungsmittel beworben, ein Konzept, das noch heute bei vielen Produkten Anwendung findet. Werbespots mit Bruno wurden von 1957 bis 1984 produziert, nach dem Werbeverbot für Zigaretten im Fernsehen (1974) aber nur noch im Kino ausgestrahlt. In den 1960er Jahren brachte es das HB-Männchen auf einen Bekanntheitsgrad von 96 % der Zuschauer. Damals war HB die bekannteste Zigarettenmarke in Deutschland.Schöpfer dieser Figur, die anfangs noch in Schwarz-Weiß gezeichnet wurde, war der Trickfilmregisseur Roland Töpfer. Das Aufbrausen des cholerischen HB-Männchens wurde mit dem Ausdruck „in die Luft gehen wie ein HB-Männchen“ sprichwörtlich.


(
http://www.vnr.de/b2b/Marketing/kundenbindung/professionell-mit-kundenbeschwerden-umgehen.html.): - < Das Phrasem in der Überschrift eines Beitrages soll die Aufmerksamkeit des Lesers wecken und zum Weiterlesen einladen. Es enthält in nuce das Wesentliche des Beitrages.> - "Wer wird denn gleich in die Luft gehen?!" – Gehen Sie gelassener mit Beschwerden um. Es erfordert schon einige Übung, um auf Beschwerden richtig zu reagieren. Denn jeder Mensch ist im Grunde so programmiert, dass er auf Angriffe – und eine Beschwerde ist ein Angriff – spontan mit Abwehr reagiert. Wir verteidigen uns. Aber: Wenn Sie auf eine Kundenbeschwerde mit Abwehr reagieren, dann verärgern Sie den Kunden nur noch mehr. Die Emotionen schaukeln sich hoch. Sie haben - wie bei jeder ersten Begegnung - nur 3 Minuten Zeit. In diesem Zeitraum entscheidet sich, ob das Beschwerdegespräch negativ oder positiv verläuft. Ihre erste Reaktion ist entscheidend. Deshalb sollten Sie unbedingt Ihren spontanen Ärger unterdrücken. Das erfordert ein wenig Übung.

Mit folgenden Antworten können Sie Kundenbeschwerden professionell abfangen:

- "Das ist ärgerlich. Ich werde gleich prüfen, wo der Fehler liegt."

- "Ich kann gut verstehen, dass Sie das ärgert. Ich werde der Sache sofort nachgehen."

- "Ich werde mich sofort für die Lösung des Problems einsetzen."

- "Das tut mir Leid. Was kann ich tun, um meinen Fehler wieder gutzumachen?"

- "Bitte geben Sie mir mehr Informationen dazu. Was genau ist falsch gelaufen?"

- "Das ist aber ärgerlich. Wie kann ich Ihnen helfen?"





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8. Das/Es ist, um die Wände hochzugehen! Da kann man doch die Wände hochgehen! (ugs.) < Vgl. B.2.5,22 und H.3,10 >

Diese umgangssprachlichen Wendungen besagen, dass einem etwas unerträglich, in empörender Weise unglaublich erscheint; Das ist empörend, unerträglich, unglaublich! (Duden - Redewendungen, ³2008)


(www.eirene.org/irland-temp/news.irland.23/index.html): - < Reisebericht.> - Land, Leute, Kultur - zwei Stunden Flug verändern Welten: Die Stadt, die Landschaft, die neue Situation, all das macht dieses Auslandsjahr schon zu einem riesigen Abenteuer! Doch zu all dem kommen auch noch andere Kleinigkeiten, die mich, auf jeden Fall jetzt am Anfang, daran erinnern, dass ich eben nicht in der badischen Ortenau bin. Ob das Vollkornbrot vom Bäcker, das frische Obst und Gemüse aus Omas Garten oder das “Honnstriebel-Schlecksel” (für Un(sym)badische: Johannisbeermarmelade) für eine Linzertorte: entweder nur schwer zu finden oder ganz und gar unauffindbar! Die Essgewohnheiten habe ich in diesen ersten Wochen wirklich radikal umstellen müssen! Doch auch wenn es ungewohnt ist, musste ich noch keinen Hunger leiden, zumal südafrikanische Äpfel auch essbar sind und man ja auch eine Linzertorte mit Whiskey und Mandeln backen kann... Da wäre ich aber auch schon beim nächsten Thema: Hättet ihr vermutet, dass es in einer 300000-Einwohner Stadt wie Belfast fast unmöglich ist an gemahlene Haselnüsse ranzukommen? Unglaublich! Ich war echt kurz davor, die Wände hochzugehen bis ich dann einen (!) kleinen Laden gefunden, der sie jetzt immer auf Anfrage ordert. Aber auch ansonsten sind die Einkäufe in den großen Supermärkten wie “Tesco“, “Sainsbury’s“ oder “Dunnes Stores“ immer wieder ein Erlebnis! Die sind so merkwürdig sortiert, dass ich jedes Mal wieder etwas Neues entdecke... Irgendwann werde ich dieses System aber noch durchschauen, denn sonst müsste ich mich ja wie die Nordiren nur noch von Vitaminpillen und “Light”-Produkten ernähren. Und ehrlich gesagt möchte ich lieber nicht daran denken wie 100% fettfreie Milch schmeckt! Immer wieder aufs Neue überrascht mich auch das Wetter hier: Dass es häufiger mal regnet, damit habe ich gerechnet, dass es sich aber innerhalb weniger Augenblicke mehrmals täglich ändert, das hätte ich beim besten Willen nicht gedacht. “We call this the Vivaldi weather: Four seasons in one day” Dieses Zitat eines Iren in Dubin beschreibt haargenau wie ich mir hier manchmal vorkomme! Da gibts nur eins: Bloß den Schirm nicht vergessen!!! Denn sonst kannst du hier so richtig baden gehen...-

(
www.medienhandbuch.de/news/rechtfertigungsdruck-der-oeffentlich-rechtlichen-gastkommentar-von-bernd-hoeck): < Zum Thema Rundfunkgebühren äußerst sich ein empörter Hörer. > -  Es wird Zeit ...Rechtfertigungsdruck der Öffentlich-Rechtlichen? - Gastkommentar von Bernd Höcker. 06.06.2006 10:00 Uhr. Um von vorn herein Klarheit zu schaffen: Ich selbst zahle keine Rundfunkgebühren mehr. Vor mir braucht sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk also nicht mehr zu rechtfertigen. Ich habe abgemeldet. Warum? Mich widern die astronomischen Gehälter und Honorare der Intendanten und Showmaster an. Ihre prunkvollen Villen und Schlösser werden immerhin von Menschen bezahlt, denen das Geld dafür zwangsentzogen wird, die sich diesen "Luxus" eigentlich gar nicht leisten können, die dadurch vielleicht sogar in den Ruin getrieben wurden. Ich leide außerdem unter einer "Wetten-Dass...?"-Allergie, könnte bei den geschauspielerten Gefühlsentladungen der Fußballkommentatoren die Wände hochgehen und platze vor Wut, wenn ich auf ARD und ZDF gleichzeitig mit nicht enden wollenden Adelshochzeitszeremonien drangsaliert werde. Schulfunk, Sprachkurse und Telekollegs wurden beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk schon vor Jahren abgeschafft. Wissenschaftssendungen (z.B. Bublat) werden zwar immer bunter und zappeliger, aber nicht anschaulicher. Talkshows verkommen immer mehr zu Dauerwerbesendungen, in denen Bücher oder Fernsehfilme (natürlich nur solche der Öffentlich-Rechtlichen) präsentiert werden. Gute Kulturprogramme und Bildung wären aber wichtige Rechtfertigungsgründe für die zwangsweise Eintreibung von Radio- und Fernsehgebühren. Wie wichtig wäre es beispielsweise für die Integration der ausländischen Mitbürger/innen, deutsch zu lernen (Sprachkurse); für die Schüler, Nachhilfe zu bekommen (Schulfunk) oder für Weiterbildungswillige, das eigene Wissen zu erweitern (Telekollegs)! Der Rundfunk wäre dafür eigentlich ein exzellentes Medium..., allein es fehlt der Wille. Wenn das Programm schon immer banaler wird, sind die Rundfunkgebühren dann jedenfalls sozialverträglich und gerecht? - Im Gegenteil. Ich kenne Fälle, wo bei ehemaligen Obdachlosen für viele Jahre rückwirkend Gebührennachforderungen eingetrieben wurden, nachdem sie wieder eine Wohnung gefunden hatten und auf diese Weise dingfest gemacht werden konnten. Das Gesetz besagt nämlich, dass zwar rückwirkend Gebühren eingezogen werden können, rückwirkende Abmeldung oder Befreiung jedoch nicht möglich ist. Obdachlose zahlen also die Villen und Schlösser der TV-Macher, wenn sie vor ihrer Obdachlosigkeit vergessen hatten, ihre Geräte bei der GEZ ordnungsgemäß abzumelden... Nennt man das jetzt eigentlich "Neuartiger Rundfunkgebührenfeudalismus" oder wie? Apropos "neuartig": Der Rundfunkgebührenstaatsvertrag (RfGebStV) hat noch so manch andere Dreistigkeit zu bieten: Internetfähige PCs heißen jetzt "Neuartige Rundfunkempfangsgeräte" und sind ab 1.1.07 voll gebührenpflichtig; Arbeitnehmer, die ein Rundfunkgerät (oder neuerdings auch einen Laptop!) mit zur Arbeit nehmen, müssen dafür zusätzliche Gebühren bezahlen; Selbstständige müssen ohnehin für jedes Gerät extra zahlen - auch wenn sie kurz vor der Pleite stehen; Armut als Befreiungstatbestand ist bei der letzten Änderung des RfGebStV abgeschafft worden. Wer kein Einkommen hat und auch keine staatlichen Leistungen bezieht (dafür gibt es unterschiedliche Gründe), muss die volle Gebühr bezahlen - genauso viel wie ein Multimillionär. Das ist das Antisolidaritätsprinzip der öffentlich-rechtlichen Rundfunkfinanzierung. 6,8 Milliarden Euro (zur Erinnerung: 1 Milliarde = 1.000 Millionen!) bekommen die Öffentlich-Rechtlichen jährlich zusätzlich zu Werbung und Sponsoring allein durch die Zwangsgebühr. Wie soll da ein lebendiger Markt funktionieren, der die Medienlandschaft voranbringt und nicht lähmt? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk klammert sich krampfhaft an Steinzeit-Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, um seine unverschämten und absurden Forderungen gegenüber den Bürgern durchzusetzen und den Wettbewerbsschiefstand zu rechtfertigen. So begründet der mdr die Rechtmäßigkeit von Rundfunkgebühren ohne Gegenleistung mit einem Bundesverfassungsgerichtsurteil aus dem Jahre 1971 (also mit einer Entscheidung, die 35 Jahre alt ist!): In seinem Urteil vom 27.7.1971... BVerfGE 31, 314 (330) hat das BVerfG klargestellt, dass die für das Bereithalten eines Empfangsgerätes zu zahlende Gebühr keine Gegenleistung für eine Leistung darstellt, sondern das von den Ländern eingeführte Mittel zur Finanzierung der Gesamtveranstaltung Rundfunk ist." (...). Es wird Zeit, dass wir in Sachen Rundfunk und Rundfunkgebühren endlich frische und genießbare Entscheidungen des höchsten deutschen Gerichtes bekommen und die Politik uns brauchbare Rundfunkgesetze beschert! Für uns als Bürger bleibt sonst nur die eine Alternative: abmelden. Bernd Höcker, Journalist und Publizist. Autor des Buches "Nie wieder Rundfunkgebühren!" Studium der Psychologie, Soziologie und Rechtswissenschaft. http://www.gez-abschaffen.de -

(
www.chefkoch.de/forum/2,28,208089/Warzen-an-den-Fusssohlen.html): < Forumsbeitrag.> - Hallo Sehmöve, mir geht es wie Dir; außer, daß ich an meinen Dornwarzen vor ca. 20 Jahren operiert worden bin. Die Spritzen haben nur wenig geholfen, das Herausgraben hat gerade in der Tiefe derart wehgetan, daß ich geschrien habe und die Schwester mich festhalten mußte. Die OP war am späten Vormittag, die riesigen Löcher haben noch abends geblutet und zuhause bin ich fast wahnsinnig geworden vor Schmerzen. Ich habe die Warzen immer noch und wie Du heftige Schmerzen beim Gehen, vor allem bei unebenem Boden. Mit dieser Vereisungstherapie (die eh nichts bringt) werden Deine Warzen nur noch empfindlicher, das hast Du ja selbst festgestellt. Ich würde die Behandlung abbrechen und dafür sorgen, daß sich rasch wieder Hornhaut bildet. Ich habe auch lange Zeit gedacht, daß das Hornhautentfernen hilfreich wäre, aber das stimmt nicht. Es mag bei Hühneraugen helfen (die ich leider auch habe), Fußsohlenwarzen werden dadurch beim Gehen nur schmerzempfindlicher. Probiere es mal, auch wenn die Warzen danach dick und damit auffallender werden; das Wichtigste ist doch, daß Du den Tag einigermaßen überstehst. Deine Isolationsgefühle kenne ich aus eigener Erfahrung; das Thema \"Warzen\" ist einfach nicht salonfähig und die Schmerzen nimmt einem wirklich keiner ab. Wichtig ist, daß Du Dich von Deinem Freund nicht unter Druck setzen läßt; wenn ihm was an Dir liegt, dann sollte er auch Rücksicht auf Deine Warzen nehmen. Ich kann Dir nur von einer operativen Entfernung (auch Laser) heftig abraten; die Warzen kommen in der Regel wieder und es sind Schmerzen, die Dich wirklich mehrere Tage lang die Wände hochgehen lassen. Ich hoffe, ich kann Dir ein bißchen das Gefühl vermitteln, daß Du mit diesem Problem nicht allein bist! LG, E.-

< Forumsbericht.> - -Tag vier der Suppenkur. Immer noch alles im grünen Bereich hier. Heute gibt's 3 Bananen und fettarme Milch, nebst Suppe. Finde ich gut, denn jetzt hab ich gerade so ansatzweise ein bisschen Süsshunger gekriegt, und mit den Bananen geht der im Null komma nix weg. Daneben bin ich auch sonst erstaunlich ruhig und gelassen diese Woche, ich wundere mich schon. Üblicherweise neige ich ja eher zu Nervosität und Hektik, und dazu, unwillkürlich die Wände hoch zugehen, wenn was nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle.
 


< Forumsbeitrag.> - Tag vier der Suppenkur. Immer noch alles im grünen Bereich hier. Heute gibt's 3 Bananen und fettarme Milch, nebst Suppe. Finde ich gut, denn jetzt hab ich gerade so ansatzweise ein bisschen Süsshunger gekriegt, und mit den Bananen geht der im Null komma nix weg. Daneben bin ich auch sonst erstaunlich ruhig und gelassen diese Woche, ich wundere mich schon. Üblicherweise neige ich ja eher zu Nervosität und Hektik, und dazu, unwillkürlich die Wände hoch zugehen, wenn was nicht so läuft, wie ich mir das vorstelle.
 
Wie soll ich sie abstillen?? [Archiv] - Schnullerfamilie - Das ...www.schnullerfamilie.de › ... › Hebammensprechstunde.): - < Forumsbeitrag.> - Hallo Olenka, zum Stillen hast Du ja schon viele gute Anregungen bekommen. Mir ist noch was Anderes eingefallen. Du schreibst, Dein Mann war so unglücklich dass sie bei ihm so lang geschrien hat. Das ist gut verständlich. Was Helga geschrieben hat fand ich alles sehr gut, aber besonders das: Nur wenn es Dir wirklich gut geht, kannst Du eine gute Mutter und auch Partnerin sein. Das scheint er ja schon erkannt zu sein, da er Dich unterstützt und Dir die Kleine in der Zeit abnimmt, in der sie Dich vehement fordert. Mach ihm klar, wie gut Dir seine Hilfe tut und bestärke ihn darin, dass er Euren Schatz beruhigen kann. Er ist der Papa, der sie aus ganzem Herzen liebt und deswegen wird er auch seinen Weg finden, um sie zu beruhigen. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass er auch Erfolg haben wird - wenn er sich dessen sicher ist. Bei uns ging es zwar nicht ums Abstillen, sondern darum dass Anna oft gerade nachts recht unruhig war, was mich dann wiederum irre gemacht hat. So haben wir zwei uns gegenseitig hochgeschaukelt... Wie froh war ich, dass mein Schatz immer die Ruhe weg hatte, wenn ich dran war die Wände hochzugehen! Er setzte sich mit ihr in unser Bett, seinen Rücken an die Wand gelehnt, hielt sie fest im Arm und sang immer wieder "Anna kleine Anna" zur Anfangsmelodie vom DDR-Sandmännchen.
Er war sich sicher in dem was er tat. Und das hat sie verstanden. Eine zeitlang hätte es gar keinen Zweck gehabt, wenn ich sie ins Bett gebracht hätte - nein, da musste schon der Papa ran ;-) Deswegen fand ich irgendwie auch, dass er dadurch neben der theoretischen "Gleichverpflichtung" mehr zum "gleichberechtigten" Elternteil wurde... Das ist jetzt wahrscheinlich ungeschickt ausgedrückt, aber besser kann ich es nicht umschreiben... Es geht auf jeden Fall so in die Richtung jedes Kind hat das Recht, das Beste von beiden Eltern zu bekommen und jeder Elternteil hat das Recht, sein Bestes auch zeigen zu können. Habt Mut und Geduld, Ihr werdet Euren Weg finden! Alles Gute dabei!

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